Comet Lake: Z490-Mainboards durchgehend teurer als die Vorgänger

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Comet Lake: Z490-Mainboards durchgehend teurer als die Vorgänger (1)
Quelle: Intel

Es gibt die ersten Listungen von Z490-Mainboards für Comet Lake und die Preise werden teurer. 20 bis 25 Prozent mehr muss man im Vergleich zum Vorgänger einkalkulieren. Vielleicht legt sich das im Laufe der Zeit etwas, aber zum Start wirds teuer.

Die ersten Händler listen Mainboards für Comet Lake zum Vorbestellen. Und auch wenn sich mit den Z490 auf den ersten Blick nicht viel ändert, werden die Hauptplatinen auf den ersten Blick teurer. Die Preise werden sich über die Zeit etwas nach unten bewegen, aber es wird auf jeden Fall nicht günstiger als mit Z390. Im Schnitt bewegen wir uns aktuell bei 20-25 Prozent oberhalb dessen, was noch in der vorangegangenen Generation investiert werden musste.

Das günstigste Mainboard für Comet Lake startet mit 150 US-Dollar. Die Mittelklasse startet bei rund 190 US-Dollar - beispielsweise das MSI Tomahawk. Das Gigabyte Aorus Elite kostet 200 US-Dollar - ebenso wie das MSI MPG Gaming Edge oder das Asrock Extreme 4. Wer etwas Besseres als die Mittelklasse sucht, muss dann bereits 230-250 US-Dollar investieren und da beginnt dann auch für viele Kunden bereits die Schmerzgrenze. Für dieses Geld bekommt man ein Asus Prime A oder das Strix H oder das Asrock Phantom Gaming Velocita. Zuvor beliebte Platinen wie das MSI Gaming Pro Carbon, Gigabyte Aorus Pro, Asus ROG Strix F kosten nun zwischen 270 und 290 US-Dollar. Darüber kommen dann die Modelle für den gehobenen Anspruch, die bis 350 US-Dollar kosten - Asus ROG Strix-E oder Gigabyte Vision-D. Für High-End-Boards wie das Asus ROG Maximus XII Hero, das Gigabyte AORUS Master oder das MSI MPG ACE müssen ab 390 US-Dollar kalkuliert werden.

Abgeschlossen wird das Programm von den Enthusiasten-Boards, wo es dann aber auch nicht mehr wirklich auf den Preis ankommt. Wer 1.000 US-Dollar in ein Asrock Aqua oder 1.300 US-Dollar in ein Asus Xtreme Waterforce investiert, der wird nicht so genau aufs Budget achten.

In der Regel werden Preise 1:1 auf die Euro-Preise umgelegt. In Deutschland dürften die Preisschilder zum Start am 20. Mai also sehr ähnlich sein. Die Anbieter fangen in der Regel das Wechselkursrisiko ab und EU-Preise sind für Endkunden immer mit Steuer ausgewiesen - in den USA derweil nicht. Schaut man in den Preisvergleich, findet man bereits erste einzelne Listungen. Da wird dann auch schnell klar, dass man selbst ohne besonderen Anspruch zwischen 200 und 300 Euro für ein Standard-Board kalkulieren muss, wenn man keine Kompromisse eingehen will. Wer ein bisschen mehr als Standardkost will, ist schnell darüber.

Auch lesenswert: Sockel 1200: Intels Comet-Lake-Plattform mit Z490, B460 & Co.

Da stellt sich natürlich die Frage, woran es liegt. Die ultimative Antwort darauf gibt es im Moment noch nicht. Die Board-Partner mussten aber für LGA1200 eine aufwendigere Spannungsversorgung verbauen und Boards mit PCI Express 4.0 sind generell teurer. Comet Lake hat zwar kein PCIE 4.0, aber das war wohl mal geplant und manche Boards zeigen auch Hinweise darauf. Man kann sich also schon mal an das gewöhnen, was mit Rocket Lake ohnehin gekommen wäre. Intel-basierte Boards sind zuletzt generell auch immer etwas teurer gewesen als die von AMD - das gilt nun auch wieder und das sogar für den nicht gerade günstigen X570.

Wie sich das dann weiterentwickelt, muss man sehen. Intel hat selbst schon in Aussicht gestellt, dass Rocket Lake recht schnell auf den Markt kommen wird. Zusammen mit dem Blick auf AMD könnte es Comet Lake nicht leicht haben, was sich vielleicht auf die Preise auswirkt.

Quelle: Newegg

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    • Kommentare (15)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Direkt nichts. Aber in beiden Fällen geht es um die Abwärme von Bauteilen, die auf der verfügbaren Fläche auch passiv gekühlt werden können – wenn der Hersteller das denn überhaupt will.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Direkt nichts. Aber in beiden Fällen geht es um die Abwärme von Bauteilen, die auf der verfügbaren Fläche auch passiv gekühlt werden können – wenn der Hersteller das denn überhaupt will.
      • Von chill_eule Kokü-Junkie (m/w)
        Seit wann hat denn der Kühler auf den X570er Boards für den I/O Hub irgendwas mit den Spannungswandlern zu tun
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von elmobank
        Was ich nur nicht verstehe, warum setzt man im Highendsegment auf einen Lüfter, anstatt entsptechend effektivere Spannungswandler zu nehmen, die weniger Wärme entwickeln...?
        Das würde den hohen Preis ja wenigstens rechtfertigen, wie es z.B. Gigaybyte beim Aorus Xtreme vorgemacht hat?
        Der verbaute Lüfter heißt somit nur, dass man an den SpaWa gespart hat...

        Der X570 Chipsatz ist da nicht schön, aber es geht auch passive, wenn man sich gedanken macht und evtl. etwas mehr Oberfläche auf den Chipsatzkühlern bereitstellen würde...
        Einen kleinen Luftstrom gibt es ja eigentlich immer im Case...?
        In beiden Fällen geht es weniger um Kosten und mehr um Marketing. D/A/CH ist mit seiner Silent-Fanatie eine absolute Ausnahme im globalen Markt. In Asien und in Nordamerika zumindest im OC-Bereich sind aktiv gekühlte Spannungswandler ein Bonus, kein Nachteil. Und auch beim I/O-Hub beschwert sich dort niemand über den Lüfter, aber erleichtert ein ansprechendes Styling der Boards deutlich, wogegen ein echtes Alu-Kühlprofil eine optische Verkaufsbremse wäre.
      • Von SFT-GSG BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von elmobank
        Was ich nur nicht verstehe, warum setzt man im Highendsegment auf einen Lüfter, anstatt entsptechend effektivere Spannungswandler zu nehmen, die weniger Wärme entwickeln...?
        Das würde den hohen Preis ja wenigstens rechtfertigen, wie es z.B. Gigaybyte beim Aorus Xtreme vorgemacht hat?
        Der verbaute Lüfter heißt somit nur, dass man an den SpaWa gespart hat...

        Der X570 Chipsatz ist da nicht schön, aber es geht auch passive, wenn man sich gedanken macht und evtl. etwas mehr Oberfläche auf den Chipsatzkühlern bereitstellen würde...
        Einen kleinen Luftstrom gibt es ja eigentlich immer im Case...?
        Du siehst das als Konsument, das ist dein Fehler. Sehe es als Hersteller. Bessere SpaWa sind teurer, Lüfter sind Cent Artikel. Selbst mit besseren SpaWa und entsprechenden Kühlkörpern kann es beim Passivbetrieb zu Hitzestaus und dadurch defekten kommen. Dem kann der Hersteller mit aktiven Lüftern begegnen.

        Der Hersteller will mit eines, dein Geld, dann muss das Board solange durchhalten bis die Garantie, bzw. In Deutschland auch die Gewährleistung abgelaufen ist. Das sind minimal 2 Jahre ( im Ausland teilweise noch weniger). Das geht mit Lüftern sehr gut. Das sind Verschleissartikel die eine bestite Lebensdauer besitzen. Das wiederum ist noch besser für den Hersteller, da du bei einem defekt ein neues mobo kaufen musst.

        Stichwörter: geplante obsoleszenz

        PS ein Grund warum passive mobos dann so unverhältnismäßig teuer sind ist, das dort tatsächlich der Mehrwehrt und evtl. RMA Ausfälle mit umgelegt werden.
      • Von elmobank Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Das Velocitá hat drei Lüfter und alle MSI MEG einen, siehe Video:
        https://www.pcgameshardwa...

        Allerdings kühlen diese jeweils nur die Spannungswandler, keine Intel-Chips, und das auch nur auf den High-End-Platinen, während in der Mittelklasse durchgängig Vollpassivbetrieb ansteht. Auch Asus kommt, außer beim ITX-Modell ohne Lüfter aus. Das ist ein deutlich Unterschied zu X570, wo alle Mainboards unter 750 Euro die aktive Kühlung eines AMD-Produkts mitbringen.


        Was ich nur nicht verstehe, warum setzt man im Highendsegment auf einen Lüfter, anstatt entsptechend effektivere Spannungswandler zu nehmen, die weniger Wärme entwickeln...?
        Das würde den hohen Preis ja wenigstens rechtfertigen, wie es z.B. Gigaybyte beim Aorus Xtreme vorgemacht hat?
        Der verbaute Lüfter heißt somit nur, dass man an den SpaWa gespart hat...

        Der X570 Chipsatz ist da nicht schön, aber es geht auch passive, wenn man sich gedanken macht und evtl. etwas mehr Oberfläche auf den Chipsatzkühlern bereitstellen würde...
        Einen kleinen Luftstrom gibt es ja eigentlich immer im Case...?
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