Asus Zeus: Sockel 2011, Dual-Thunderbolt, zwei Radeon-Grafikchips onboard, WiFi und acht RAM-Bänke [Update]
Das Konzept-Mainboard setzt auf den Sockel 2011 samt X79-Chipsatz und bietet neben Dual-Thunderbolt, acht RAM-Bänken, onboard-WiFi, SATA 6GB/s sowie USB 3.0 noch zwei Grafikchips mit auf der Platine - dafür gibt's keinen einzigen PCI-Express-Slot.
Update vom 06.06.2012:
Die Kollegen von Techpowerup konnten etwas mehr über die Hintergründe des Zeus erfahren. So sollen die verwendeten GPUs nicht von Desktop-Grafikarten stammen, vielmehr kämen GPUs aus der Southern Island-Familie zum Einsatz. Das bedeutet, dass mobile Varianten verwendet wurden. Das würde auch Sinn ergeben, da die Möglichkeiten einer Kühlung arg begrenzt sind und gerade mobile GPUs eine geringere TDP aufweisen. 28-Nanometer-Pitcairn-Modelle werden vermutet. Beide arbeiten als Crossfire-Verbund zusammen. Doch sei laut Asus nicht diese (durchaus neue) Änderung das Highlight. Asus verweist auf die erstmalige Verwendung der Thunderbolt-Schnittstelle auf einem X79-Mainboard - und davon sind gleich zwei vorhanden. Es wurde zudem bestätigt, dass dieses Mainboard nicht auf dem freien Markt erhältlich sein wird. Es bleibt bei einer Konzept-Studie.
Quelle: Techpowerup
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Original-Artikel vom 05.06.2012:
Nahezu jedes Jahr präsentiert Asus ein zumeist ziemlich abgefahrenes Konzept-Mainboard, also eine Art Prototyp, welcher alle möglichen Idee vereint und einige davon später den Weg in den Massenmarkt finden. Dieses Jahr muss der Göttervater Zeus seinen Namen hergeben, die Sockel-2011-Platine samt X79-Chipsatz aber wird ihm gerecht - das Board trägt die Bezeichnung aufgrund der beiden Thunderbolt-Anschlüsse ("thunder" ist Donner), denn Zeus besiegt in der Mythologie die Titanen mit Blitz und Donner. Weiterhin stehen WiFi, Dual-LAN, zehn Mal SATA 6GB/s und zwölf Mal USB 3.0 bereit.
Die acht RAM-Bänke sind angesichts der fehlenden PCI-Express-Slots zwar keine Alternative, dafür bietet das Board zwei Grafikchips und aus diesem Grund eine äußerst aufwendige Stromversorgung. Die GPUs verfügen zudem über dedizierten Speicher, wenngleich Asus die genutzten Modelle nicht preis geben wollte - da die beiden aber an je 16 Lanes der CPU hängen, dürften es zwei GCN-Radeon-Chips sein (Nvidia erklärt die SNB-EP Plattform als nicht PCI-E-3.0-tauglich). Hier könnte man gar auf zwei HD 7970 spekulieren (wie es die Kollegen von VR-Zone tun), denn diese nutzen 8+6 Pin; allerdings macht das die Kühlung nicht mit - daher wohl eher zwei HD 77x0.
Beide Grafikeinheiten können auf einen direkt zugeteilten Grafikspeicher zugreifen, der auch auf den Bildern sehr gut zu erkennen ist. Ebenso erkennt man südlich des VRAMs noch die vier Anschlüsse (2x 6-PIN, 2x 8-PIN) zur Stromversorgung der GPUs. Die Grafikeinheiten sollen direkt per PCI Express 3.0 über die beiden x16-Leitungen des Boards mit dem Hauptprozessor kommunizieren können. An die übrigen Leiterbahnen für PCI Express 3.0 x8 sind weitere Onboard-Komponenten angebunden. Oberhalb des LGA2011 befindet sich der 10-phasige Digi+VRM zur Spannungsregelung der CPU, unterhalb im Süden machen es sich die Spannungsregler der beiden GPUs gemütlich. Die bringen ihr Videosignal übrigens über zwei mini-DP+ Thunderbolt-Anschlüsse an externe Displays, daneben wirken die Standardanschlüsse für Displayport und HDMI schon beinahe veraltet.
Für genügend Laufwerkskonnektivität sorgen acht SATA-Buchsen mit 6 GB/s. Davon werden zwei Anschlüsse vom X79-PCH gesponsort, die restlichen sechs werden von zusätzlichen Controllern versorgt. Rechnet man noch die vier SATA-Anschlüsse mit 3 GB/s ein, kommt man summa summarum auf zehn interne und zwei externe eSATA-Anschlüsse. An der mit einer Hartplastik ummantelten Anschlussblende stehen acht USB-3.0-Ports für bandbreitenhungrige Peripherie bereit, mittels Slot-Blende erweitert sich die Zahl derer sogar auf insgesamt 12. Ins Netz verbindet sich die Platine mit einem Gigabit-Ethernet-Anschluss, auf die Ohren gibt's was vom 8+2-Kanal-Soundchip.
Asus stellte während der Messepräsentation deutlich klar, dass es sich hierbei um eine reine Konzeptstudie handelt. Dennoch ist es wieder einmal beeindruckend, was mit Ideenreichtum und einer Portion gesundem Pioniersgeist auch in der ansonsten stark standardisierten Hardware-Branche noch möglich ist.

Wäre nett wenn die beiden Grafikchips mit einer APU zusammenarbeiten könnten, und so an aktuelle Karten rankämen, dafür wird die Technologie aber bei weitem nicht ausgereift sein -
alleine schon was Mikroruckler betrifft.
Da es aber ja bisher nur eine Studie ist, brauchen wir uns darüber zum Glück recht wenig Gedanken machen.
Ist doch ne kluge Vermarktung. Geht ein Grafikchip kaputt , so Kann Asus entweder direkt ein neues evl überteuertes Board mit grafikeinheit VK oder ein neues Board + Graka.
Sorry aber das ist evtl ne schöne neue Hardware für nen neuen Aldi-Komplett PC
Sieht nach einem FTW-Board aus, die Infos nach hört es sich aber wie ein WTF-Board an.
Auf jeden Fall ne interessante Konstruktion, mangels jeglicher PCI/e Steckplätze aber eher schwer zu verkaufen
Bei Komplett-Pcs könnte ich mir eigentlich sowas eher vorstellen, wobei es da schon die APUs gibt.