Mafia Definitive Edition im Techniktest mit Benchmarks: Nie waren Familienangelegenheiten so episch!
Mit Mafia Definitive Edition legt der Mafia-3-Entwickler Hangar 13 den ersten Teil der Reihe komplett neu auf. Neben einer behutsamen Modernisierung des Gameplays und des Missions-Designs stand offensichtlich insbesondere das grafische Update im Zentrum der Entwicklung. Die deutlich aufgewertete Optik ist sehr gefällig, die Performance zudem mehr als nur zufriedenstellend. Wir machen den Test und klären, mit welcher Hardware der verjüngte Spieleklassiker flüssig läuft.
In diesem Artikel
- Seite 1 Mafia: Definitive Edition - Bestandsaufnahme
- Seite 2 Mafia: Definitive Edition - Messwerte
- Seite 3 Bildergalerie
Der Entwickler Hangar 13 hat eine turbulente Zeit hinter sich: Das Studio wurde 2013 in Kalifornien gegründet und entwickelte daraufhin den dritten Teil der Mafia-Reihe mit Unterstützung des ehemaligen Mafia-Entwicklers 2K Czech (damals: Illusion Softworks). Der dritte Teil der Reihe wurde von Fans mit gemischten Gefühlen aufgenommen, was hauptsächlich an dem recht simplen und sich ständig wiederholenden Gameplay lag, doch auch der unrunde Launch war nicht ganz unschuldig. Positive Aspekte von Mafia 3 waren unter anderem die hübsch gestaltete, vom sumpfigen Südstaaten-Idyll New Orleans inspirierte Open World, das thematisch in den Bürgerrechtsbewegungen der 60er Jahre und während dem Vietnam-Krieg angesiedelte Szenario sowie der rockig-rebellische Soundtrack und die sehr gut inszenierte Story um den Afro-Amerikaner Lincoln Clay. Technisch basiert Mafia 3 tatsächlich auf der gleichen Engine, die bereits für Mafia 2 Verwendung fand, die Illusion Engine, die diesen Namen seit dem dritten Teil jedoch nicht mehr offiziell trägt. Selbstredend wurde die Engine für Mafia 3 umfassend modernisiert, was eventuell auch den etwas unschönen Launch von Mafia 3 im Jahre 2016 erklären könnte: Das verhältnismäßig kleine Studio Hangar 13 musste sowohl die alte Engine mächtig aufmöbeln und zugleich ein neues Spiel samt Open-World-Szenario erschaffen.
Seit Mafia 3 hat Hangar 13 weitere Umstrukturierungen erfahren. Zwischenzeitlich wurde 2K Czech in Hangar 13 integriert, obendrein wurde 2018 ein weiteres Studio in Brighton eröffnet. Mit dem neuen Studio in Großbritannien sowie den beiden ehemaligen, zu 2K Czech gehörigen Studios in Tschechien (in Brünn und Prag) sowie dem ursprünglichen Sitz in Novato, Kalifornien, beschäftigt Hangar 13 aktuell rund 150 Mitarbeiter - ein noch immer relativ kleiner Entwickler, also. Mafia Definitive Edition zeigt jedoch klar, dass es bergauf geht - das Spiel ist technisch und inhaltlich sehr gut gelungen.
Mafia Definitive Edition im Techniktest: Inhalt & Technik
Das klassische Gameplay des originalen Mafia (Jahrgang 2002) wurde für die Definitive Edition behutsam modernisiert. Einige Gameplay-Elemente und Missionsstrukturen wurden angepasst, die - größtenteils in Echtzeitgrafik laufenden und schick inszenierten - Zwischensequenzen neugestaltet und mit umfangreichen Mocap-Aufnahmen veredelt, der Soundtrack neu eingespielt und die komplette Welt von Grund auf frisch erschaffen. Dabei ist es den Entwicklern gelungen, sowohl den klassischen Look & Feel des Originals einzufangen als auch eine moderne Spielerfahrung zu bieten.
Diese Erfahrung kann im Optionsmenü auch noch angepasst werden, zum Beispiel lässt sich konfigurieren, wie aggressiv sich die Polizei verhält oder besser: welche Straftaten die KI als verfolgungswürdig ansieht. Steht diese Option auf "Simulation", so müssen Sie sich während der Fahrten tatsächlich an die Verkehrsregeln und Geschwindigkeitsbegrenzungen halten - eine klare Verbeugung vor dem Original, das in Hinsicht Verkehrsregeln und Ahndung durch die Polizei sehr rigide war. Außerdem kann das Fahrmodell zwischen "Simulation" und "Normal" umgeschaltet sowie eine manuelle statt automatischer Schaltung genutzt werden. Mafia Definite Edition ist also keine 1:1-Umsetzung des Originals mit frischer Optik, sondern eine Neuinterpretation, die sich allerdings nahe am Vorbild hält. Einen Test samt ausführlicher Abhandlungen zum Gameplay finden Sie bei den Kollegen der PC Games.
Die offensichtlichste und für uns spannendste Änderung betrifft indes die Technik. Die von Hangar 13 genutzte DirectX-11-Engine ist nach dem Erscheinen von Mafia 3 sichtlich und merklich gereift. Ein Teil dieses Reifeprozesses ist in Form von Patches für Mafia 3 geschehen, das anfänglich - und auch mehrere Wochen nach dem Launch - insbesondere bei den vielen temporalen Effekten, der Globalen Beleuchtung und der volumetrischen Wolkendarstellung Auffälligkeiten zeigte. So zeigten die Screen-Space-Reflections häufige Grafikfehler und an den Rändern hässliche weiße Artefakte, der Himmel wirkte aufgrund irritierend kräftiger und wilder Farben ausgesprochen psychedelisch. Die damaligen Framelocks auf zuerst 30 und später 60 Fps begünstigten starkes Ghosting insbesondere bei der temporalen Kantenglättung, der Bewegungsunschärfe sowie der Umgebungsverdeckung. Obendrein gab es Probleme bei der CPU-Performance, kräftige Ruckler zogen sich gerade bei Autofahrten durch das Geschehen.
All diese Problemstellen wurden über Wochen und Monate nach dem Launch von Mafia 3 durch Hangar 13 angegangen und erfreulicherweise ist keiner dieser störenden Umstände in der Definitive Edition sowohl von Teil 1 als auch Teil 3 ein Faktor - mit einer kleinen Ausnahme: Die temporale Berechnung vieler Effekte und das insbesondere bei niedrigen Bildraten auffällige Ghosting ist auch in der Mafia Definite Edition enthalten. Doch dieser Umstand ist durch die zeitliche Berechnung technisch gegeben. Werden mehrere Bilder verrechnet, so entsteht durch die Abweichungen dieser Bilder eine Unschärfe. Diese ist umso größer, je weiter die Bilder inhaltlich auseinanderliegen. Werden viele Bilder mit kleiner Abweichung verrechnet, so ist die Unschärfe geringer, als wenn wenige Bilder mit großer Abweichung vermischt werden. Haben Sie also wenige Fps und bewegen sich schnell fort, so ist das Ghosting sehr deutlich (siehe Bildvergleich unten). Haben Sie hohe Fps, so schwinden die Unterschiede zwischen den Einzelbildern. Ghosting, Verwischen und temporales Einblenden von Effekten werden gemindert. Die Bildrate ist also mit ausschlaggebend für die Bildqualität. Zu den temporalen Effekten zählen die bereits genannte Umgebungsverdeckung und das TAA, die Globale Beleuchtung, die geschickt aus dynamisch berechneten Cube-Maps und Screen-Space-Reflections erzeugten Spiegelungen und die Bewegungsunschärfe.
Mittels Grafiktuning noch "definitiver"
Unter dem Strich ist Mafia Definitive Edition ein bildhübsches Spiel - doch auch Gutes kann noch besser werden. Während sich temporale Artefakte wie besagtes Ghosting abseits von höheren Bildraten nicht beheben lassen, können wir einen anderen Nebeneffekt der Bildglättung effektiv bekämpfen. "Entschärfen" wäre das falsche Wort, denn wir machen das Gegenteil - Nachschärfung per Treiber. Dazu können Sie entweder auf Radeon Image Sharpening zurückgreifen (AMD-Grafikkarte) oder sich Geforce Image Sharpening zu Nutze machen (Nvidia-Grafikkarte). Beiden Verfahren ist gemein, dass sie vorhandene Kontraste hervorheben und damit die bei Temporal-AA stets vorherrschende Unschärfe mehr oder minder kompensieren. Doch Vorsicht: Schärfe-Algorithmen verstärken auch Flimmern jeder Art und führen im schlimmsten Fall zu neuen Artefakten wie Ringing (helle Umrandungen um Objekte). Es muss, wie so oft im Leben, ein Kompromiss gefunden werden.
Eine gute Möglichkeit, das Bild mehr in Richtung Perfektion zu schieben, ist, Sharpening mit Downsampling zu kombinieren. Auf diese Weise erhalten alle Oberflächen nicht nur mehr "Knack", sondern werden außerdem feiner abgetastet, was Flimmern mindert und weitere Details herauskitzelt. Bilder sagen mehr als Tausend Worte, daher haben wir zwei pixelidentische Vergleiche angefertigt, selbstverständlich verlustfrei komprimiert. Bild 1 zeigt stets den Auslieferungszustand von Mafia Definitve Edition. Bild 2 wendet eine leichte Treiber-Nachschärfung an. Bild 3 zieht schließlich alle Register: Wir schärfen stärker nach, lassen das Bild intern höherauflösend berechnen und jagen anschließend noch FXAA (ebenfalls per Treiber forciert) über das Bild. Sehen Sie selbst (unbedingt auf "Full-HD Vergleich" klicken!):
Interessant ist, was das Sharpening am Boden anrichtet: Zwar profitieren die Kiesel enorm von der kontrastbasierten Nachschärfung, allerdings verändert sich dabei auch stellenweise die Beleuchtung und die Screen-Space-Reflexionen werden dezenter. Die Mischung aller Aufwertungen lässt das Spiel nicht nur knackiger aussehen, sondern beseitigt auch kleinere Texture-LOD-Artefakte - die Texturen werden dank höherer interner Auflösung flächendeckender mit maximaler Auflösung dargestellt (MIP 0).

Das Problem betrifft ein Kumpel von mir.
Der hat folgendes Probleme mit den Spiel:
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Das Spiel läuft bei ihn trotz alle Settings eher mässig. Er bekommt trotz 45-60FPS immer wieder ruckler die zu spüren sind.
Sein PC:
I5 7500
1060 6GB
16Gb DDR4 Ram
Win 10 neuste Version.
HDD
Meine Vermutung liegt das es entweder an der HDD liegt die viell. nicht nachkommt mit den Streamen oder sein 4kerner I der ja fast durchgehend 100% ist.. Nur auf YT sehe ich ebenfalls viele I5 4Kern CPUs die weit aus flüssiger laufen als bei ihn. Jemand ein Plan woran das liegt? Über Google habe ich bei manchen ähnliches Problem gelesen.
Kommt immer auf das Spiel an, mal bringts was, mal bringts nix.
Ich würds versuchen.