Kaufberatung: Kabelmaus
In diesem Artikel
Auf dieser Seite
Kaufberatung: Wichtige Kriterien beim Kauf einer Kabelmaus
Bei uns finden Sie einen passenden Ratgeber zum Thema Gaming-Maus mit Kabel zusammengestellt. Hier finden Sie alle Kriterien, die Sie benötigen, um sich beim Kauf für die Kabelmaus zu entscheiden, die auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist.
Welche Vorteile hat eine Kabel-Gaming-Maus?
Das Hauptargument für eine Kabel-Gaming-Maus ist die Tatsache, dass diese über ihr Kabel mit USB-Typ-A- oder USB-Typ-C-Anschluss vom PC mit Strom versorgt wird. Sie muss nie geladen werden, benötigt keine Ladestation oder Batterien und ist so jederzeit! einsetzbar. Energieengpässe gibt es nicht und gerade die Freunde der bunten Beleuchtungstricks könnte diese bei einer Kabel-Gaming-Maus in voller Pracht und ohne die Helligkeit zu reduzieren, immer eingeschaltet lassen. Dazu kommt, dass Kabel-Gaming-Mäuse verglichen mit den kabellosen Modellen meist über die umfangreichere RGB-Beleuchtung verfügen, da hier kein Energiemanagement notwendig ist.
Bei der Präzision der Abtastung gibt es schon seit vielen Jahren keinen Unterschied mehr zwischen einer Kabelmaus und einer kabellosen Gaming-Maus. Das gilt auch für die Übertragung der Daten zum PC via 2,4-GHz-(Nano)-Receiver oder Bluetooth (LE), die genauso verzögerungsfrei ausgeführt wird wie bei einer Kabel-Gaming-Maus. Bei der als Polling-Rate bezeichneten Frequenz der Datenübertragung ist die Kabel-Gaming-Maus allerdings im Vorteil.
Den Polling-Rate-Standard von 1.000-Hertz, bei dem 1.000 Signale in der Sekunde zum PC gesendet werden und die Latenz 1,0 ms beträgt, beherrschen auch kabellose Gaming-Mäuse schon seit mehreren Jahren. Die mit der Razer Viper 8K eingeführte Hyperpolling-Technik mit 8.000 Hz, bei der 8.000 Abfragen in der Sekunde ausgeführt werden (Latenz: 0,125 ms), ist allerdings mit der schnurlosen Übertragungstechnik nicht realisierbar. Diese technische Innovation ist aber vorwiegend für E-Sportler und Profilspieler konzipiert und erfordert zusätzlich einen aktuellen Gaming-Monitor, der mit einer Bildwiederholfrequenz von 240 Hz oder 360 Hz darstellt.
Was sind die wichtigsten Kriterien beim Kauf einer Kabelmaus
Wenn Sie sich eine neue Kabel-Gaming-Maus gönnen möchten, sollte Sie auf die Ausstattung, die Eigenschaften und eine optimale und mithilfe der Software modifizierbare Abtastleistung des Wunschmodells achten. Bei der Ausstattung ist es zuerst einmal wichtig, dass Sie die angebotenen Features der Kabel-Gaming-Maus auch wirklich benötigen. Auf Extras wie eine im Idealfall auf zwei Tasten verteilte Dpi-Umschaltung (Roccat Kone XP, Razer Basilisk V3), ein interner Speicher für Profile und Makros und mindestens zwei bis drei meist in der Griffmulde platzierte Sondertasten sollten Sie auf keinen Fall verzichten.
Wer dann auch noch eine besondere Optik wünscht, der wählt eine Kabel-Gaming-Maus mit einer RGB-Beleuchtung, die wie im Falle der Roccat Kone XP besonders auffällig ist. Die bunte Beleuchtung könne Sie zusätzlich dazu nutzen, die eingestellte Dpi-Stufe oder des gewählten Profils optisch zu signalisieren.
Optionale, aber wenn benötigt sehr nützliche Ausstattungsmerkmale einer empfehlenswerten Kabel-Gaming-Maus sind dagegen Dinge wie ein geringes Gewicht, eine Tastenverdoppelungsfunktion (Razer Hypershift/Roccat Easy Shift), ein Vier-Wege-Scrollrad mit besonderen Funktionen (4D-Scrollrad bei der Razer Basilisk V3) oder eine separate Profilwahltaste (Roccat Kone XP). Ein ebenfalls nicht zwingend notwendig, aber gerade für Vielspieler und E-Sportler von großem Vorteil sind optische Schalter für die beiden Haupttasten.
Tastenschalter, die nicht durch einen elektrischen Kontaktschluss, sondern mithilfe einer Lichtschranke auslösen, sodass die Prellzeit des Schalter wegfällt, sind auf jeden Fall weniger anfällig gegen Verschleiß. Außerdem lösen diese Taster gemessen noch ein paar Millisekunden schneller aus, als Schalter mit klassischer Technik.
Quelle: Razer
Eine RGB-Beleuchtung ist ein nettes Extra, eine optimale Ergonomie unverzichtbar. Liegt die gerade neu gekaufte Kabel-Gaming-Maus nicht optimal in Ihrer Hand, kommt es zu Verkrampfungen im Handgelenk oder Unterarm.
Die beste Ausstattung und Technik hilft Ihnen aber nicht weiter, wenn Ihre gerade neu gekaufte Kabelmaus nicht optimal in Ihrer Hand liegt und Sie Schwierigkeiten haben, alle Tasten mit dem dafür vorgesehenen Fingern zu erreichen. Bei der Ergonomie und der Griffigkeit dürfen Sie keine Kompromisse eingehen. Nur dann können Sie die Kabel-Gaming-Maus mit ihrem bevorzugten Griffstil perfekt führen, ohne dass es dabei zu Verkrampfungen im Handgelenk oder gar im Unterarm kommt.
Dabei müssen die Bereiche des Gehäuses, an denen Sie Ihren Finger zur Mausführung ansetzen, rutschfest sein, unabhängig, ob Sie den Palm-, Claw- oder Fingertipp-Grip (Einzelheiten siehe Abschnitt "Griffarten im Detail") nutzen. Daher empfehlen wir nur Kabel-Gaming-Mäuse, deren Daumenmulde und Ablage für den kleinen Finger und den Ringfinger gummiert oder mit einer Struktur versehen ist.
Das für die Leistung einer Kabel-Gaming-Maus entscheidende Bauteil ist der Sensor. Der ist nur dann empfehlenswert, wenn er mit einer sehr minimalen Verzögerung im Millisekundenbereich abtastet und ihm eine ARM-MCU beim Abtastvorgang assistiert. Mithilfe dieses Mikroprozessors und der passenden Optionen in der Software können Sie beispielsweise die Lift-Off-Distanz (Hubhöhe) minimieren, das Angle-Snapping (Pfadbegradigung) ein- oder ausschalten und die Abtastung auf den Untergrund, respektive die Oberfläche des Mauspads optimieren (Oberflächenkalibrierung).
Quelle: Razer
Razer: Zusammen mit dem Asus ROG AimPoint-Sensor (36.000 Dpi, modifizierter PixArt PMW 3399) gehört der mit 30.000 Dpi abtastende Focus-Pro-30K-Sensor (PixArt PAW-3950) zu den technisch am weitesten entwickelten optischen Abtasteinheiten auf dem Markt.
Da sich die in Dpi (Dots per Inch) angegeben Abtastrate mit jedem neuen Sensormodell erhöht - die Pole Position halten aktuell Asus mit dem ROG-Aimpoint-Sensor mit 36.000 Dpi und Razer mit der Focus-Pro-30K-Abtasteinheit mit 30.000 Dpi - fällt es schwer hier eine konkrete Empfehlung zu geben. Jeder Spieler bevorzugt eine andere Empfindlichkeit bei der Abtastung und schon ab 19.000 Dpi regiert eine Gaming-Maus so direkt, dass nur noch Mikrobewegungen nötig sind, um den Mauszeiger von einer Bildschirmseite zur anderen zu manövrieren.
E-Sportler beispielsweise spielen mit einer Dpi-Rate von gerade einmal 400 Dpi bis ca. 1600 Dpi. Es schadet aber nicht, wenn Sie sich primär mit Hinblick auf die Präzision und die manuellen Modifikationsmöglichkeiten bei der Abtastung via ARM-MCU, für eine Kabel-Gaming-Maus mit der neuesten Sensorvariante des Herstellers entscheiden.
Bedeuten mehr Dpi eine höhere Präzision
Dpi steht für Dots per Inch und bezeichnet die Anzahl der Bewegungsschritte pro Inch oder Zoll. Auf eine Gaming-Maus übertragen, bedeutet dies die Zahl an Pixeln, die der Mauszeiger im 2D-Modus über den Bildschirm wandert, wenn die Maus um einen Inch (25,4 Millimeter) bewegt wird. Je höher also die Dpi-Zahl ausfällt, desto großer wird auch die Zahl der Pixel, um die sich der Mauszeiger bewegt, wenn Sie Ihre Maus um 25,4 Millimeter in eine Richtung manövrieren.
Fälschlicherweise wird landläufig immer noch angenommen, dass eine sehr hohe Dpi-Rate auch gleichzeitig bedeutet, dass die Maus dadurch noch genauer arbeitet oder sensibler abtastet. Es geht hier aber nicht um Präzision, sondern um die Mausgeschwindigkeit.
Quelle: PCGH
Wie ändert sich der Mausweg, wenn die Auflösung herabgesetzt wird?
Bei einer höheren Bildschirmauflösung mit doppelt so vielen Pixeln in der Horizontalen verdoppelt sich auch der Mausweg, wenn man den Cursor vom linken zum rechten Bildrand bewegt. Es ist ebenfalls zu sehen, dass bei einer höheren Dpi-Rate die Strecke, die der Spieler mit der Maus auf dem Pad zurücklegen muss, geringer wird, wenn er den Zeiger über die gesamte Bildschirmbreite manövriert.
Die Mausgeschwindigkeit nimmt also zu, während gleichzeitig der Weg abnimmt, um den Sie Ihre Gaming-Maus bewegen müssen, damit der Mauszeiger auf dem Bildschirm die Distanz von Punkt A nach Punkt B hinter sich bringt. Eine ideale Mausgeschwindigkeit für alle Gamer gibt es dabei nicht, da hat jeder seine ganz eigenen Präferenzen, die von Faktoren wie Armlänge, Handgröße, der eigenen Geschicklichkeit und nicht zuletzt auch von der Bildschirmauflösung abhängen.
Eine Art Faustregel lässt sich trotzdem formulieren, wenn ausgeschlossen werden kann, dass per ARM-CPU gesteuerte Finessen wie Pfadbegradigung, Interpolation oder Zeigerbeschleunigung zum Einsatz kommen: Je niedriger die Dpi-Rate ausfällt, desto weiter muss die Maus bewegt werden. Das wiederum erleichtert es, präzise Bewegungen auszuführen, was beim genauen Snipen auf feststehende Ziele beispielsweise in Ego-Shootern ein klarer Vorteil sein kann.
Im Gegenzug muss die Maus für diesen Zielvorgang über eine größere Strecke bewegt werden und das benötigt dann mehr Zeit als ein kurzer Mausweg beim Zielen. Daher raten wir Ihnen, mit den Dpi-Einstellungen zu experimentieren. Reagiert die Maus nicht genau, verringern Sie die Dpi-Rate. Haben Sie jedoch das Gefühl, das Fadenkreuz oder der Mauszeiger bewegen sich nicht schnell genug, setzen Sie die Dpi herauf.
Griffarten im Detail: So fassen Sie Ihre Gaming-Maus richtig an!
Bei unseren Tests sprechen wir oft davon, dass eine Gaming-Maus sehr gut in der Hand liegen muss, damit sie zum Handschmeichler wird. Das bedeutet, das Eingabegerät muss ein "gutes Gefühl" also eine ansprechende und gefällige Haptik vermitteln. Fühlt sich die Maus bequem oder zu sperrig und groß an? Ist das Gehäuse vielleicht zu breit, zu hoch oder gar zu kurz oder lang? Wir zeigen Ihnen hier die drei gängigsten Griffarten/Griffstile, die bei einer optimalen Ergonomie auf einen Großteil aller Maus-Designs anwendbar sind.
Es kann aber vorkommen, dass Gaming-Mäuse nur auf einen Griffstil hin optimiert werden, im Gegenzug fasst jeder Nutzer seine Maus individuell an und hält sich natürlich nicht sklavisch an die drei von uns vorgestellten Griffstile. Sie sollten also schon vor dem Kauf herausfinden, welcher Griff-Typ Sie sind und testen Sie nach Möglichkeit Ihr Wunschmodell beim Fachhändler.
Palm-Grip (Handflächen-Griff):
Mehr als die Hälfte aller Mausnutzer verwendet den sogenannten Palm-Grip ("Palm" kommt aus dem Englischen und bedeutet "Handfläche"), der auch bei Gamern sehr beliebt ist. Dabei liegt die Handfläche locker auf dem Mausrücken auf, der Daumen sowie der Ringfinger und der kleine Finger werden leicht gegen die linke oder rechte Seite der Maus gedrückt oder, falls vorhanden, auf die dafür vorgesehenen Ablagen gelegt.
Seitliche Gummierungen oder gummierte Fingerablagen, wie sie viele Gaming-Mäuse bieten, sorgen dabei für rutschfesten Halt auch dann, wenn die Finger verschwitzt sind. Diese Haltung gewährleistet größtmöglichen Komfort, da die Maus oft nur aus dem Handgelenk heraus bewegt wird, das beugt Ermüdungserscheinungen vor.
Quelle: Steelseries
Beim Palm-Grip liegt die Handfläche locker auf dem Mausrücken auf und die Maus wird mit dem Daumen sowie dem Ringfinger und dem kleinen Finger geführt.
Claw-Grip (Klauen-Griff):
Im direkten Vergleich zum Palm-Grip ist der Claw-Grip weniger verbreitet, erfreut sich unter Gamern und E-Sportlern aber immer größerer Beliebtheit. Charakteristisch für diese Griffart ist die angewinkelte Stellung von Zeige-, Mittel- und Ringfinger, während die Handinnenfläche das Heck der Maus nicht berührt. Daher auch der Name, da diese Handstellung einer Tierklaue ähnelt.
Es entstehen dadurch weniger Kontaktpunkte zwischen Maus und Hand. Geübte Spieler können mit dieser Griffmethode sehr schnelle, kurze und präzise Bewegungen ausführen. Im Gegenzug muss die Gaming-Maus für den optimalen Grip mit gummierten oder zumindest angerauten Seitenteile ausgestattet sein. Außerdem wird bei diesem Griffstil der Unterarm stets mit bewegt.
Quelle: Steelseries
Die charakteristischen Merkmale des Claw-Grips sind die angewinkelte, klauenartige Stellung von Zeige-, Mittel- und Ringfinger sowie eine Handinnenfläche, die das Heck nicht berührt.
Fingertip-Grip (Fingerspitzen-Griff):
Bei dieser ausgefallenen Griffmethode, die nur von wenigen Gamern praktiziert wird, und oft beim Einsatz von verkleinerten Gaming-Maus-Standardmodellen wie der Razer Viper Mini oder Roccat Kone Pure genutzt wird, kommt es an nur wenigen Stellen zu einem Kontakt zwischen Maus und Hand. Geführt wird die Maus praktisch nur mit den Fingerspitzen.
Man kann sich den Fingertip-Grip auch als eine extreme und gestreckte Variante des Claw-Grips vorstellen, da die Finger sich anders als bei Claw-Griffstil kaum krümmen. Wer diese anspruchsvolle Griffart kontrolliert einsetzen kann, ist in der Lage, noch schnellere Manöver auszuführen. Gleichzeitig schont er seinen Unterarm, da viele Mausebewegungen aus dem Handgelenk erfolgen.
Quelle: Steelseries
Beim Fingertip-Grip, der häufig bei kleinen Mäusen zum Einsatz kommt, entsteht nur an den Fingerspitzen Kontakt mit der Gaming-Maus.

Das sollte auch mittlerweile ein Technischesmerkmal sein, welches in die Bewertung einfließen sollte. Die Preise dieser sonder Kategorie für Mäuse, hat nunmal mehr Ansprüche als konfigurierbare RGB-Beleuchtung, die letztendlich garkeinen Einfluss auf irgendwas hat, während man die Maus mit der Hand umschließt!
Habe gerade mal geschaut, gekauft habe ich sie im Februar 2018.
Funktioniert auch sonst noch tadellos, sieht halt nicht mehr so schön aus an der Daumen-Stelle und die "Füße" könnten mal neu.
Die gibt es aber als Ersatzteil.
Eine Seite Daumen, andere kleiner Finger.
Mal schauen wie lange sie es noch macht.