Blattgold statt Wärmeleitpaste? Leserbrief der Woche
Tag für Tag erhält PC Games Hardware Anfragen, Vorschläge und Kritik von Lesern. In der Rubrik "Leserbrief der Woche" stellen wir Ihnen wöchentlich einen ausgewählten Leserbrief und bei Bedarf die Antwort eines Fachredakteurs vor. Beachten Sie, dass der Leserbrief der Woche nicht zwangsläufig in der Woche an die Redaktion geschickt wurde, in der er Ihnen an dieser Stelle präsentiert wird.
PCGH-Leser Frank fragt sich, ob Blattgold zwischen Prozessor und Kühlerboden eine sinnvolle Alternative zu Wärmeleitpaste darstellt. Was meint der Fachredakteur dazu?
Der Leserbrief:
"Als Leser der ersten Stunde freue ich mich immer, wenn ihr neue Wärmeleitpasten testet. Mich würde mal interessieren, wenn ihr anstelle einer Paste mal Blattgold probiert. Es ist dünn, weich und sehr leitfähig. Aufgrund der Dünne benötigt man vielleicht mehrere Lagen. Vielleicht könntet ihr das mal ausprobieren."
Die Antwort von Torsten Vogel (Fachbereich Luft- und Wasserkühlung):
"Dieses Konzept habe ich seinerzeit auch für meinen nicht ganz so ernsten Test alternativer Wärmeleitmittel (PCGH 06/2012) in Betracht gezogen, dann aber verworfen. Gold ist nur im Vergleich mit Hartmetallen "weich", seine Oberflächenhärte liegt sogar über der von reinem Aluminium. Hier darf nicht die weitreichende Verformbarkeit dieses duktilen Materials mit dem für die Verformung nötigen Kraftaufwand verwechselt werden. Ebenfalls gegen den Einsatz als Wärmeleitmittel spricht die Empfindlichkeit von Blattgold. Die typischen, hauchdünnen Ausführungen lassen sich nur mit Trenn- und Anlegemitteln verarbeiten. Man würde also weitere Materialien mit schlechter Wärmeleitfähigkeit zwischen Gold und Heatspreader beziehungsweise CPU-Kühler einbringen. Dickere Goldfolien, die sich möglicherweise mit viel Geschick so verarbeiten lassen, sind dagegen ausgesprochen teuer. (Ich habe seinerzeit circa 40 Euro für ein nur 10 µm dickes Stück in Heatspreadergröße recherchiert.)"
Leserbriefe können Sie an redaktion@pcgameshardware.de senden. Der Leserbrief der Woche wird jeden Samstag um 15:30 Uhr vorgestellt. Der Leserbrief gibt nicht die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich außerdem vor, Leserbriefe zu kürzen.


Einfach 2 mal falten, so groß ist die DIE nicht.
An den Schwaben: auf den Nutellagläsern ist immer so goldene Folie, damit ließen sich die Kosten um ein vielfaches drücken.
Aber ja: Organisieren ließe sich so ein Test. Die Frage ist nur, ob sich der Aufwand für ein Ergebnis lohnt, bei dem man vorher schon weiß, dass es für Leser unattraktiv ist? In der Regel fehlt es uns nicht an Artikelideen, sondern an Zeit diese umzusetzen. Aber für den Fall, dass wir irgendwann noch einmal einen (April-)Test alternativer Wärmeleitmittel machen, habe ich mir das Gold noch einmal notiert.
Und das Nutella auch
Nee, mal im Ernst, das dürfte doch klar sein, das dass eh nix bringt,
wozu also dieser Aufwand?