Linux 7.1: Was bringt der neue Kernel für Gaming, AMD und Intel?
Linus Torvalds hat am 14. Juni 2026 den Linux-Kernel 7.1 freigegeben. An Bord sind ein neugeschriebener NTFS-Treiber, Intel FRED für Panther Lake sowie Treiber-Verbesserungen für Radeon- und Arc-Grafikkarten.
Spiele, welche ein Rolling-Release wie Arch Linux oder aber die darauf basierende Gaming-Distribution CachyOS einsetzen, bekommen den Kernel meist binnen weniger Tage; auf Ubuntu, Fedora oder Mint dauert es bis zum nächsten Distributions-Update. Den Weg von Linux 7.0 über die Release Candidates haben wir bereits begleitet, zuletzt mit unseren Gaming-Benchmarks zu Kernel 7.0 und Proton 11.0.
Linux 7.1: NTFS-Neustart, FRED und frische Grafiktreiber
Linus Torvalds hat den stabilen Kernel in etwa einen halben Tag früher als geplant freigegeben und das mit seinen Reiseplänen begründet. Der Zyklus umfasste sieben Release Candidates und bündelt dabei laut Phoronix etwa 13.000 Änderungen von mehr als 2.000 Beteiligten, darunter mehr als 300 Erstbeitragende. Das Merge-Fenster für den kommenden Linux-Kernel 7.2 ist inzwischen ebenfalls geöffnet und gibt die Marschrichtung für den nächsten freien Betriebssystemkernel im August vor.
Neuer NTFS-Treiber: Frischer Code für Microsofts Dateisystem
Der mainline-eigene NTFS-Treiber kehrt nach jahrelanger Überarbeitung zurück und beherrscht nun modernes Lesen und Schreiben, bleibt jedoch optional. Bislang greifen die meisten Distributionen über Paragons NTFS3 auf NTFS-Partitionen zu; dieser Treiber funktioniert zwar, gilt gemeinhin aber als ziemlich fehleranfällig.
Der aufgefrischte NTFS-Treiber zog rund vier Jahre nach Entwicklungsbeginn in den neuen Linux-Kernel ein und lässt sich manuell einschalten. Paragons NTFS3 bleibt bis auf Weiteres aber der Standard unter Linux.
Xe, Arc und FRED: Mehr Tempo auf Intel-Plattformen
FRED ist mit Linux 7.1 standardmäßig aktiv und soll vor allem auf Intels kommender Core-Ultra-Generation ("Panther Lake") die Reaktionszeiten beim Wechsel der Privileg-Ebenen senken. Die Abkürzung steht für Flexible Return and Event Delivery und beschreibt Intels Ansatz für schnellere Ring-Transitions.
Aktiviert wird die Funktion zunächst für Panther Lake; später sollen weitere Prozessoren folgen, darunter Intel Diamond Rapids und AMDs Zen-6-Architektur. Für den Xe-Treiber führt der Kernel sogenannte purgeable buffer objects ein, die Speicherbereiche bei Knappheit als löschbar markieren und so die Leistung stabil halten.
Hinzu kommen Optimierungen für mehr Tempo auf Arc-Grafikkarten ("Battlemage") sowie eine erste Unterstützung der Xe3P-Grafikeinheit in Intels kommenden Desktop-Prozessoren ("Nova Lake-S").
AMDGPU für alte APUs: Besserer Treiber für Kaveri und GCN
Dank Vorarbeit von Valves Grafikteam laufen mit Linux 7.1 auch AMDs erste GCN-APUs wie "Kaveri" offiziell unter dem moderneren AMDGPU-Treiber. Die frühen GCN-Generationen waren lange auf den älteren Radeon-Treiber angewiesen, weil AMDGPU mit ihnen Probleme bereitete.
Nachdem diese Fehler ausgeräumt wurden, profitieren nun auch die betagten APUs von der besseren Kompatibilität. Grafikkarten der Radeon-HD-7000-Serie hatten den Wechsel bereits zuvor vollzogen.
Steam Deck OLED, Lenovo und Tuxedo: Weiterer Hardware-Support
Für das Steam Deck OLED behebt der Mainline-Kernel die bekannten Audio-Probleme, weil der zuständige Treiber nun fester Bestandteil ist. Bislang mussten Distributionen den Patch separat nachpflegen; mit Linux 7.1 wandert er in den Hauptzweig.
Zahlreiche Notebooks von Lenovo erhalten zudem eine Lüfterüberwachung, der deutsche Hersteller Tuxedo bekommt erweiterten Zugriff auf die Telemetrie und Hardware-Funktionen. Beim Netzwerk steht mit dem Realtek RTL8157 ein neuer Treiber für 5-Gbit/s-USB-Adapter bereit.
i486-Aus und aufgeräumter Code: Was Linux 7.1 streicht
Mit Linux 7.1 fliegt die Unterstützung für 486er-Prozessoren raus und entfernt damit über 140.000 Zeilen Altlasten aus dem Kernel. Betroffen sind ausschließlich sehr alte Spezialsysteme, nicht aber gängige Desktop- oder Server-Hardware der vergangenen Jahre. Im Netzwerk-Stack entfallen UDP-Lite und der Modul-Modus für IPv6, was Admins mit eigenen Kernel-Konfigurationen vor dem Update prüfen sollten.
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Quelle: Kernel.org via Techjunkie Aman

Warum? Ganz einfach ich hab keine 9 TB frei um die Platte leer zu räumen
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Paragons NTFS3 auf NTFS-Partitionen zu; dieser Treiber funktioniert zwar, gilt gemeinhin aber als ziemlich fehleranfällig.
Vieleicht ja auch einfach weil jemand Lust zu der Überarbeitung hatte?