Garuda Linux: Gaming-Distribution mit neuestem Zen-Kernel
Garuda Linux ist eine ganz auf Spieler zugeschnittene Linux-Distribution mit optimiertem Zen-Kernel, die neben den neuesten Softwarepaketen, Treibern und Grafik-APIs auch sehr interessante Detaillösungen und nützliche Tweaks zu bieten hat.
Garuda Linux basiert auf dem bekannten Arch Linux und ist eine auf Spieler und deren Bedürfnisse zugeschnittene Linux-Distribution, welche als Rolling Release neben den aktuellsten Softwarepaketen, Treibern und Grafik-APIs auch äußerst interessante Detaillösungen und nützliche "Tweaks" zu bieten hat. Auch die Alleinstellungsmerkmale, wie ein eigenes GUI-Design, stechen heraus.
Mit dem neuen Release, Garuda Linux Build 260115, optimiert das freie und quelloffene Betriebssystem seine noch sehr junge Designsprache "MOKKA" auf der Basis der pastellfarbenen Themes von Catppuccin, welches wiederum auf einem aktuellen KDE Plasma 6.5 aufsetzt. Mit dem Avant Window Navigator ("AWN"), einem Programm-Dock im Stile von macOS, sowie Conky, einem Tool für Desktop-Widgets, wird der Desktop ergonomisch weiter aufgewertet. Als Basis für die Distribution fungiert der neueste Betriebssystemkernel Linux 6.18, welcher mit seinen Leistungsoptimierungen Spieler mit moderner Hardware adressiert.
Die Ausrichtung auf Spieler zeigt sich unter anderem durch "Garuda Gamer", eine GUI zur Installation kuratierter Gaming-Software, die neben der zu Windows-kompatiblen Laufzeitumgebung Wine in der Version 10.0 und dem FOSS-Spiele-Manager Lutris auch Steam, PlayOnLinux sowie entsprechende Konfigurationswerkzeuge bietet, mittels derer beispielsweise auch Valve Proton exakt angepasst werden kann.
Quelle: Garuda
Auch der Heroic Games Launcher, welcher GOG und den Epic Games Store verfügbar macht, itch, Bottles und Minigalaxy lassen sich über diese GUI mit wenigen Klicks installieren. Auch die für Spieler essenziellen Apps wie CoreCtrl und Goverlay installieren sich auf Wunsch ohne Umwege aus Garuda Gamer heraus.
Quelle: Minigalaxy
Ebenso stehen Wine, Winetricks und verschiedene Abspaltungen ("Forks") von Proton, wie beispielsweise Proton GE Custom ("GE-Proton") zur Auswahl und können gleich weitreichend konfiguriert und angepasst werden.
Quelle: Garuda
Als Standard-Dateisystem kommt BTRFS zum Einsatz, welches über Timeshift automatisch Schnappschüsse des Systems anfertigen kann und diese auf Wunsch direkt während des Bootvorgangs per GRUB zur Verfügung stellt. Damit lässt sich das Risiko eines nicht mehr funktionierenden Systems deutlich senken, insbesondere bei einem Betriebssystem, welches von Haus aus als Rolling Release ausgelegt ist.
Basis und Abstammung
- GNU/Linux
- → Arch Linux
- → Garuda Linux
- → Build 260115
- → Garuda Linux
- → Arch Linux
Desktop und Arbeitsumgebung
Das Projekt stellt insgesamt 12 Systemabbilder als Download mit verschiedenen Desktop-Umgebungen und Fenstermanagern zur Verfügung, die zusätzlich durch diverse Lite-Versionen ergänzt werden.
- KDE Plasma 6.5.5
- Cinnamon 6.6.4
- Gnome 49.2
- Xfce 4.20.1
- Sway 1.11
- i3 4.24.0
Für versierte Anwender und Entwickler stehen zudem besonders leichtgewichtige Fenstermanager wie WORM, Sway, i3, Openbox, Qtile und BSPWM bereit und lassen sich schnell und unkompliziert nachinstallieren.
Betriebssystemkernel und Grafikstack
Wie für ein Rolling Release auf Basis von Arch Linux typisch befindet sich Garuda Linux nach einer kurzen Aktualisierung über die hauseigene GUI für den bekannten Pacman-Paketmanager auf dem neuesten Stand.
Systemkernel
- Linux 6.18.5
- Linux 6.18.5-Zen1
Grafikstack & Treiber
- Mesa 3D 25.3.3
- KDE Frameworks 6.22.0
- KDE Gear 25.12.0
- Qt 6.10.1
- Nvidia 590.48.01
Softwarepakete und Grafiktreiber
- Garuda Linux kommt wie Arch Linux als Rolling Release out of the box mit den aktuellsten Softwarepaketen daher.
- Anwendungen und Tools wie der quelloffene Browser Mozilla Firefox 147.0 und der E-Mail-Client Thunderbird 147.0 sind auf dem aktuellsten Stand.
- Gleiches gilt für Laufzeitumgebungen und Bibliotheken wie Mesa 3D v25.3.3 sowie die Grafiktreiber von AMD und Nvidia.
Download und Installation
Die Installation erfolgt mittels der grafischen Installationsroutine Calamares v3.3.14 und geht schnell und unkompliziert von der Hand, ein Linux-Profi muss man hierfür bei Weitem nicht sein. Anschließend begrüßt Garuda Linux den Anwender mit seinem aktuellen Plasma-Desktop und es kann losgehen.
Weitere Informationen liefern die offizielle Website und die Projektseite auf der Entwicklerplattform GitLab. Um Hilfe kümmert sich das offizielle Support-Forum, während der YouTube-Kanal eBuzz Central entsprechende Impressionen zur Installation, Einrichtung und Nutzung von Garuda Linux bereitgestellt hat.
Auch innerhalb der Linux-Community des PCGH-X-Forums ist Garuda Linux im Einsatz, auch wenn CachyOS, Linux Mint und Ubuntu die aktuell beliebtesten Distributionen unserer Leserschaft sind.