Linux 6.18: Microsoft-Dateisystem wird um Faktor x16 schneller

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Linux 6.18: Microsoft-Dateisystem wird um Faktor x16 schneller
Quelle: Sven Bauduin

Der neue quelloffene Betriebssystemkernel Linux 6.18 ist erschienen und bietet einmal mehr zahlreiche Verbesserungen in vielen Bereichen. So wird das exFAT-Dateisystem von Microsoft bei kleinen Cluster-Größen um den Faktor x16 beschleunigt.

Der neue freie Betriebssystemkernel Linux 6.18 ist von Linus Torvalds freigegeben worden und bietet einmal mehr zahlreiche Verbesserungen in vielen Bereichen. Das Release adressiert dieses Mal unter anderem das exFAT-Dateisystem von Microsoft, welches insbesondere für USB-Speichermedien und SD-Speicherkarten eingesetzt wird, und beschleunigt dieses in einem Versuch um den Faktor x16. Während Extensible File Allocation Table ("exFAT") unter Linux besonders bei größeren Partitionen sowie kleineren Cluster-Größen faktisch ein "Bremsklotz" war, beschleunigt Linux 6.18 das 2006 eingeführte Dateisystem deutlich.

Linus Torvalds schmeißt Bcachefs raus

Ein anderes Dateisystem, nämlich Bcachefs von Chefentwickler Kent Overstreet, schmeißt Linus Torvalds hingegen mit Linux 6.18 ganz aus seinem Mainline-Kernel heraus. Dieses Copy-On-Write-Dateisystem wird zukünftig stattdessen in Form eines externen DKMS-Moduls gepflegt, nachdem es zuvor zu zahlreichen Konflikten und Meinungsverschiedenheiten mit dem Linux-Erfinder gekommen war.

TPM-Bus-Verschlüsselung wird deaktiviert

Die TPM-Bus-Verschlüsselung, die ursprünglich zum Schutz gegen Sniffing-Angriffe implementiert wurde, wird mit Linux 6.18 "out-of-the-box" deaktiviert, da diese zu Leistungseinbrüchen führen konnte. Über "TCG-TPM2_HMAC" lässt sich die Verschlüsselung auf Wunsch aber jederzeit wieder aktivieren.

M2-Prozessoren werden erstmals unterstützt

Die Entwickler von Asahi Linux haben für Linux 6.18 gleich mehrere Patches eingereicht, welche die M2-Prozessoren von Apples endlich auch unter Linux nutzbar machen. Bislang konnten Linux-Anwender einzig auf Mac-Systeme mit M1-Chips zurückgreifen. Der Support für PCIe-Hardware ist davon noch ausgeschlossen.

Radeon HD 7000 erfährt Liebe unter Linux

Während Grafikkarten, welche auf dermaßen alten GPU-Architekturen wie GCN 1.0 und 1.1 basieren, für gewöhnlich auch unter Linux im Legacy-Grafiktreiber gefangen und so von Neuerungen abgeschnitten sind, hat der Entwickler Timur Kristóf, welcher als Linux-Ingenieur für Valve tätig ist, dafür gesorgt, dass auch dermaßen alte GPUs mit Linux 6.18 die DC-Display-Unterstützung des neueren AMDGPU-Grafiktreibers erhalten werden. Demzufolge sollen die folgenden Optimierungen einfließen.

Diese Serie hat einige kleinere Patches, um einige SI-Probleme zu beheben.

Wenn ein 4K-Display mit 60 Hz an Tahiti oder Pitcairn angeschlossen ist, gibt es ein leichtes Flackern am unteren Rand des Displays. Das Deaktivieren des MCLK-Wechsels behebt das.

Beim Aktivieren von ASPM auf Zen 4 mit Tahiti und Oland treten zufällige Hänger auf, wenn die GPU-Auslastung niedrig ist.

Das Deaktivieren von ASPM behebt das. Derzeit weiß ich nicht, ob dies ein plattformspezifisches oder GPU-spezifisches Problem ist, und ich denke nicht, dass wir das vernünftig bestimmen können, ohne mehr Zeit aufzuwenden, als wir haben.

Schließlich gibt es einen DC-Patch, um die minimalen PLL-Teiler auf denselben Wert wie den Legacy-Code für nicht-DC-Displays zu ändern. Das behebt zwar kein sichtbares Problem, aber ich denke, es ist trotzdem gut, es zu haben, nur für den Fall.

- Timur Kristóf, Linux-Ingenieur bei Valve -

AMDs im Jahre 2011 erschienene Radeon-HD-7000-Serie alias "Southern Island" und deren Grafikprozessoren auf Basis der ersten Generation der GCN-Architektur erhalten so auch mehr als ein Jahrzehnt nach ihrer Markteinführung immer noch Liebe unter Linux in Form von Treiberpflege und verbesserten Features.

Linux 6.18 könnte LTS-Kernel werden

Eine vollständige Liste aller Neuerungen, Optimierungen und Fehlerkorrekturen in Linux 6.18 hat die Website Phoronix zusammengetragen. Linux 6.18 wird zudem als neuer LTS-Kernel gehandelt, während aktuell bereits die Arbeiten an Linux 6.19 und 6.20 laufen und auch Linux 7.0 schon langsam am Horizont auftaucht.

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Quelle: Linux Torvalds

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