PikaOS: Gaming-Distribution mit Linux 6.16, Tweaks und FSR 4

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PikaOS: Gaming-Distribution mit Linux 6.16, Tweaks und FSR 4
Quelle: Sven Bauduin

PikaOS ist eine dedizierte Gaming-Distribution, welche auf Debian GNU/Linux und dem neuesten Linux-Kernel 6.16 basiert. Das freie Betriebssystem adressiert insbesondere Spieler und bietet besondere Features, wie eine FSR-4-Implementierung.

CachyOS, die momentan wohl populärste aller Linux-Distribution, das sehr ausgereifte Nobara Linux 42 und das etwas experimentellere Bazzite sind aktuell die Platzhirsche unter den Gaming-Distributionen, doch die jüngsten Erfolge von Linux haben noch weitere Herausforderer auf den Plan gerufen, die Spieler ansprechen wollen.

PikaOS Quelle: Sven Bauduin PikaOS, welches soeben auf den neuesten Stand aktualisiert wurde, ist eine dedizierte Gaming-Distribution, die auf Debian GNU/Linux Unstable ("Sid") sowie dem neuesten Linux 6.16 basiert. Das quelloffene Betriebssystem adressiert dabei insbesondere Spieler und bietet besondere Features, wie eine FSR-4-Implementierung, welche potenziell sämtliche Spiele mit FSR 3.1 einfach auf FSR 4 hochstufen kann.

FSR 4 unter Linux mit Mesa 25.2.0

Mit dem neuen freien Grafikstack Mesa 25.2.0, welcher im August in der finalen Version vorliegen soll, wird FSR 4 final implementiert und erfordert keine Anpassungen mehr seitens der Distribution.

PikaOS, dessen neuer Build am 3. August erschienen ist, setzt als Fixed-Release, anders als ein Rolling Release, auf einen festen Release-Zyklus und bringt in seiner neuesten Version alles mit, was Spieler unter Linux erwarten. Neben dem aktuellsten Mesa-Grafikstack samt neuester Vulkan-Grafiktreiber für Radeon-Grafikkarten ist auch der Nvidia-Grafiktreiber in der Version 570.172.08 mit an Bord. Über das intuitiv zu bedienende Kompatibilitätswerkzeug Proton Plus lässt sich Valves Proton-API entsprechend auf dem neuesten Stand halten und bis ins Detail anpassen.

Mit dem neuen freien Grafikstack Mesa 25.2.0, welcher im August in der finalen Version vorliegen soll, wird die Raytracing-Leistung von RDNA-4-Grafikkarten wie der Radeon RX 9070 XT unter Linux dank mehrerer neuer Patches noch einmal signifikant angehoben. Wie erste Ergebnisse auf GitLab belegen, ist von einem Leistungsplus von 10 bis 15 Prozent zu rechnen. PikaOS hingegen wird aktuell mit der neuesten stabilen Version 25.1.7 ausgerollt und soll im nächsten Monat auf Mesa 25.2 aktualisiert werden. Sämtliche Pakete sind auf dem neuesten Stand.

PikaOS Quelle: PikaOS PikaOS Quelle: PikaOS

Neben Proton GE Custom ("Proton-GE"), welches auch für Nobara Linux 42 zum Einsatz kommt, stehen auch Proton-CachyOS, bekannt aus der Gaming-Distribution CachyOS, Proton-EM und weitere optimierte Varianten zur Auswahl bereit, welche in der Regel auf dem neuesten Proton Experimental basieren und diese mit weiteren Features wie beispielsweise FSR 4 ausbauen. Als Basis für diese weitreichend optimierten Ableger dienen das aktuelle Proton 10 und Wine 10.

PikaOS Quelle: PikaOS Als Arbeitsumgebungen stehen die beiden bekannten freien Desktops Gnome 48.4 und KDE Plasma 6.3.6 bereit und werden in Form eigener Systemabbilder zum Download angeboten.

Neben weiteren Versionen mit unterschiedlichen Fenstermanagern haben die Entwickler jetzt erstmals auch eine entsprechend optimierte Handheld-Version angekündigt, welche demnächst erscheinen soll.

PikaOS im Detail

Der neueste Build von PikaOS setzt sich aus den folgenden Hauptkomponenten zusammen:

Basis und Abstammung

  • GNU/Linux →
    • Debian GNU/Linux
      • Debian Unstable ("Sid")
        • PikaOS Build 20250803

Arbeitsumgebung und Desktop

  • Gnome 48.4
  • KDE Plasma 6.3.6
    • KDE Frameworks 6.16
    • KDE Gear 25.04.2
  • Qt 6.9.1

Betriebssystemkernel

  • Linux 6.15

Grafikstack

  • Mesa 3D 25.1.7
  • Nvidia 570.172.08
  • Wayland 1.24.0

Um den sogenannten "FSR-4-Switcher" zu verwenden, welcher potenziell sämtliche Spiele mit FSR 3.1 auf FSR 4 upgraden kann, müssen zum einen die Git-Pakete für Mesa entsprechend aktualisiert und anschließend wahlweise Proton-CachyOS beziehungsweise Proton-EM über das Tool Proton Plus installiert werden.

FSR 4 Quelle: PikaOS Anschließend lässt sich FSR 4 über Steam in allen Spielen aktivieren, welche zuvor nur FSR 3.1 unterstützt haben. Spiele, die kein FSR 3.1 anbieten, können hingegen über den OptiScaler dazu befähigt werden. Wie das funktioniert, hat die Redaktion entsprechend schon im März dieses Jahres erläutert.

PikaOS geht aber noch weiter und kombiniert die neuesten Systemtreiber mit einem optimierten Betriebssystemkernel für mehr Leistung in Spielen. Auch sämtliche Softwarepakete erfahren eine Optimierung mit O3, LTO und ACX2.

PikaOS kombiniert aktuelle Treiber mit einem individuell optimierten Kernel für Geschwindigkeit. Wir optimieren auch jedes Paket mit O3, LTO und AVX2 für zusätzliche Geschwindigkeit! - PikaOS -

Der auf Linux spezialisierte YouTube-Kanal "Linux Next" hat sich PikaOS einmal im Detail angesehen und liefert entsprechende Impressionen.

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Weitere Informationen und entsprechende Downloads zu PikaOS liefern die offizielle Website und die Projektseite auf DistroWatch.

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Quelle: PikaOS

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    • Kommentare (31)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Waylinkin Software-Overclocker(in)
        Natürlich ist Gaming nicht alles. Das habe ich auch nie behauptet. Es ist eine Last für den Anwender, über den Einsatz einer Distribution nachdenken zu müssen? Wofür hat der Mensch ein Gehirn? Wir müssen über ALLES, was wir uns anschaffen nachdenken!
        Wenn ich mir ein Haus baue, muss ich Nachdenken. Wenn ich mir ein Auto kaufe, muss ich nachdenken. Wenn ich mir einen PC kaufe, muss ich nachdenken. Wenn ich mir Klamotten kaufe, muss ich nachdenken. Sogar wenn ich mir was zu essen kaufe, muss ich nachdenken, zumindest, wenn mir meine Gesundheit lieb ist.
        Oh Gott! Denken ist ja so eine Last! Ernsthaft jetzt? Es ist eine Last, sich über einzusetzende Software Gedanken zu machen? Deine Sicht ist äußerst beschränkt...

        Natürlich gibt es Dinge, die man mit Linux nicht machen kann. Das hab ich nie bestritten. Aber das trifft eben nicht auf alles zu. Der größte Hinderungsgrund für einen Wechsel ist die (Denk)Faulheit.
        Man will alles auf dem Silbertablet präsentiert haben. Bloß nur ja nichts denken, das ist ja anstrengend. Bloß nie nachdenken. Uh... Denken ist ja so schrecklich.

        Ja, und dann kommen eben Monopole wie MS dabei heraus. Selber schuld, sag ich da nur.

        Ja... Diese Gedankenlosigkeit in der Gesellschaft. Das ist die Ursache für fast alle Probleme, die wir so haben. Auch Abseits der IT.
      • Von Waylinkin Software-Overclocker(in)
        Natürlich ist Gaming nicht alles. Das habe ich auch nie behauptet. Es ist eine Last für den Anwender, über den Einsatz einer Distribution nachdenken zu müssen? Wofür hat der Mensch ein Gehirn? Wir müssen über ALLES, was wir uns anschaffen nachdenken!
        Wenn ich mir ein Haus baue, muss ich Nachdenken. Wenn ich mir ein Auto kaufe, muss ich nachdenken. Wenn ich mir einen PC kaufe, muss ich nachdenken. Wenn ich mir Klamotten kaufe, muss ich nachdenken. Sogar wenn ich mir was zu essen kaufe, muss ich nachdenken, zumindest, wenn mir meine Gesundheit lieb ist.
        Oh Gott! Denken ist ja so eine Last! Ernsthaft jetzt? Es ist eine Last, sich über einzusetzende Software Gedanken zu machen? Deine Sicht ist äußerst beschränkt...

        Natürlich gibt es Dinge, die man mit Linux nicht machen kann. Das hab ich nie bestritten. Aber das trifft eben nicht auf alles zu. Der größte Hinderungsgrund für einen Wechsel ist die (Denk)Faulheit.
        Man will alles auf dem Silbertablet präsentiert haben. Bloß nur ja nichts denken, das ist ja anstrengend. Bloß nie nachdenken. Uh... Denken ist ja so schrecklich.

        Ja, und dann kommen eben Monopole wie MS dabei heraus. Selber schuld, sag ich da nur.

        Ja... Diese Gedankenlosigkeit in der Gesellschaft. Das ist die Ursache für fast alle Probleme, die wir so haben. Auch Abseits der IT.
      • Von tokenrider Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Waylinkin
        Natürlich hat Microsoft mit Windows Standards gesetzt. Aber [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] , Du sagtest selber, dass Windows sich jetzt in eine Richtung bewegt, die Dir nicht geheuer ist. Da bist Du ja bei weitem nicht der einzige. Und warum kann MS das einfach ignorieren? Weil sie ein Quasi-Monopol haben.
        Ein jedes System hat Vor- und Nachteile. Windows hat den Vorteil, dass es standardisiert ist und jeder damit umgehen kann, weil man es in der Schule schon lernt. Zumindest heutzutage.
        Der Nachteil ist aber, dass Windows nicht quelloffen ist, und MS ein Monopol hat. Und somit fast alles tun kann, was WIR als Benutzer nicht wollen.
        Von wegen quelloffen. Ich verwende viele kommerzielle Programme. Die meisten, wenn nicht alle Firmen, leben von ihrer intellectual property. Man kann nicht immer alles quelloffen machen.

        Zum Punkt Monopol. Auch der größte Monopolist ist von Verkaufs oder Nutzungszahlen abhängig.

        Hätten sich die Leute mal vorher besser überlegt, ob man überhaupt auf Windows 11 migrieren sollte oder auch keine Software zu kaufen, die unnötig hohe Anforderungen an die Mindestversion vom Betriebssystem stellt.
        Dann wären wir höchstwahrscheinlich schon viel weiter, was anwenderfreundlichere Angebote anbelangt,
        denn alle Firmen hängen von Vertrieb und Stückzahlen ab.

        Momentan werden wir Anwender von mehreren Seiten in die Zange genommen:
        1. Microsoft, die einen zu Windows 11 drängen
        2. Online Magazine, die ins gleiche Horn blasen
        3. Zu hohe Anforderungen seitens der Hersteller, was die Mindest-Betriebssystem-Version für ihre Produkte anbelangt und diese grundlos hochsetzen. Beispiel: DxO Photolab 8.7. Erfordert mindestens Windows 10 22H2, obwohl es nachweislich auch auf einer Win10 22H2 perfekt funktioniert.
        4. Der Trend zu Abo Software, wo einem nichts mehr gehört, egal wie viel Geld man schon reingesteckt hat.

        Mit Open Source lässt sich leider nicht alles lösen.
        Davon profitieren nur diejenigen, die keine kommerziellen Lösungen benötigen.

        Zitat von Waylinkin
        Linux hat den Vorteil, dass es quelloffen ist.
        Und damit hört es aber schon auf, wenn man einen Ersatz für Windows und kommerzielle Applikationen sucht.

        Zitat von Waylinkin
        Und es hat den Vorteil der Diversität.
        Diversität hat im Umfeld von IT oder auch Produktentwicklung und Support noch nie einen Vorteil gehabt.
        Das ist totaler Unsinn, was Du hier erzählst.

        Zitat von Waylinkin
        Damit ist eine Monopolbildung ausgeschlossen.
        Und viele andere Dinge auch.
        Darum gibt es ja so wenige kommerzielle Anwendungen/Lösungen für Linux.
        Im Windows Bereich ist vieles deutlich standardisierter.
        Firmen laufen nicht Gefahr in einem Support Chaos zu stranden.
        Diversität bedeutet schlicht und ergreifend mehr Entwicklungs, Test und Support-Efforts.

        Zitat von Waylinkin
        Wenn eine Distri Dir nicht mehr passt, sagst Du Ade und wechselst zu einer anderen.
        Das ist eine ziemlich beschränkte Sicht auf die Dinge, die man sich nur dann erlauben kann,
        wenn das System nur zum Internet Browsen und Mail Lesen verwendet wird.

        Bei komplexeren Systemen hast Du weder Zeit noch Lust, wechseln zu müssen.

        Darum sage ich auch immer wieder, Linux ist im Grunde genommen über diesen Bastlerstatus nicht hinaus.
        Die Leute, die Diversität so toll finden haben anscheinend genug Zeit mit dem Rechner einfach nur rumzuspielen oder Linux als Selbstzweck zusehen. Mal diese, mal jene Distribution ausprobieren, wenn einem was nicht gefällt.

        Das ist doch alleine schon der größte Schwachsinn überhaupt.
        Man installiert sich ein OS, Programme und wechselt dann am besten nur noch die Programme,
        wenn einem eines nicht gefällt.

        Das ganze Betriebssystem / Distribution zu wechseln ist doch der größte Unsinn überhaupt.

        So divers wie Installation, Maintenance, GUI, Shell environment, alles unter /etc, sind, macht es einfach zu viel unnötige Arbeit, als dass man tatsächlich Distributionshopping betreiben sollte.

        So wie Du argumentierst, ist das auf reinem Hobby Level .. das macht man vielleicht in jungen Jahren zu seiner Sturm und Drang Zeit, bis man kapiert hat, das das einfach nur verlorene Zeit ist.

        Zitat von Waylinkin
        Der Nachteil ist eben die Quelloffenheit. Das sorgt dafür, dass Firmen, die proprietäre Produkte verkaufen und in Konkurrenz stehen könnten, Linux nur ungern oder gar nicht unterstützen, weil man eben Dinge wie DRM und/oder Kopierschutzmaßnamen nicht einfach durchdrücken kann.
        Der Satz macht für mich keinen Sinn.
        Der eine kann halt Quelloffen anbieten.
        Kommerzielle Firmen haben eine ganz andere Firmen Struktur, da muss noch eine Menge Zeug mit durchgefüttert werden, Du hast eine wesentlich höhere Verantwortung für die Mitarbeiter und Deine Kunden.
        Da kannst Du nicht einfach darauf setzen, dass irgendjemand was über PayPal spendet oder Dich sponsert.

        Zitat von Waylinkin
        Die Vielfalt an Distributionen ist kein Nachteil. Denn im Prinzip liegt doch jeder Distri das gleiche Linux zu Grunde. Im Kern ist Linux also sehr wohl standardisiert. Das Einzige, was nicht standardisiert ist, ist das Aussehen, und welche Pakete (bzw. Paketquellen) mitgeliefert werden.
        Einige Dinge dazu:

        1. Es ist für jeden Anwender eine völlig unnötige Last zunächst einmal überlegen zu müssen, welche der Distributionen für die eigenen Anforderungen am besten geeignet ist. Auch was die spätere Maintenance oder auch Updates anbelangt.

        2. Dann der Wechsel zwischen Distributionen. Kostet nur unnötig Zeit und erneute Einarbeitungszeit in die Eigenheiten der anderen Distribtion und bis alles wieder so läuft wie vorher.

        3. Hinzu kommt auf technischer Ebene hinsichtlich Qualität ...

        Die verschiedenen Distributionen haben alle eine eigene Idee von Installern, Paketzusammenstellungen, Maintenance und Look & Feel.
        Es werden verschiedensten Release Stände von
        - Kernelversionen
        - Entwicklungssystem
        - System- und Shell Environment gemischt
        Das alles ermöglicht schon eine Vielzahl neuer Fehlerbilder, weil nicht immer alles 100 %ig zusammenpasst.

        Die ganzen Support-Efforts sollten besser in ein System gehen, als dass hunderte von Teams einfach nur neue Distributionen schnüren und damit u.a. auch andere/neue Fehlerbilder generieren.

        Hier kommt Standardisierung ins Spiel.

        Microsoft wäre mit 800 Versionen von Windows auch nicht so erfolgreich geworden, da kannst Du mir erzählen was Du willst. Standardisierung ist das A und O in der IT.

        Zitat von Waylinkin
        Du kannst auch mit dem ganz stinknormalen SUSE Linux Spiele zocken, genauso wie Du mit Nobara auch arbeiten könntest. Der einzige Unterschied ist eben, wie die Distris von Beginn an ausgerichtet sind.
        Du vergisst eines. Es gibt für einen Rechner noch viele andere Einsatzgebiete, nicht nur gaming.
        Das muss Linux aber auch abdecken.
        Darum ist es ja leider so, dass Linux in vielen Fällen keine Alternative zu Windows (oder macOS) ist.

        Zitat von Waylinkin
        Du kannst also entweder gleich eine Distri nehmen, die das von Dir gewünschte direkt mitbringt, oder eine x-beliebige und das, was Du brauchst, selber nachinstallieren. Es gibt ja auch Distris, die kaum mehr als den Kernel mitbringen und die Du dann komplett selber einrichten kannst.
        Gaming ist nicht alles ...
        Aber es wäre für alle ein Vorteil, nicht unnötig Zeit in die Distributionsfrage stecken zu müssen
        und wenn es kommerzielle Produkte in einem ähnlichen Umfang wie bei Windows gäbe.

        Wenn jemand gerne Spielt profitiert er auch von EINER stabilen Betriebssystem Version, bei der alle people resourcen daran arbeiten, diese Eine Version möglichst Bugfree hinzubekommen.

        Welche Applikationen nachher installiert werden oder meinetwegen auch noch die Personalisierung der GUI ist aufgabe eines Paket Managements, nicht im total schwachsinnigen Schnüren von über 800 Distributionen.
      • Von Waylinkin Software-Overclocker(in)
        Natürlich hat Microsoft mit Windows Standards gesetzt. Aber [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] , Du sagtest selber, dass Windows sich jetzt in eine Richtung bewegt, die Dir nicht geheuer ist. Da bist Du ja bei weitem nicht der einzige. Und warum kann MS das einfach ignorieren? Weil sie ein Quasi-Monopol haben.
        Ein jedes System hat Vor- und Nachteile. Windows hat den Vorteil, dass es standardisiert ist und jeder damit umgehen kann, weil man es in der Schule schon lernt. Zumindest heutzutage.
        Der Nachteil ist aber, dass Windows nicht quelloffen ist, und MS ein Monopol hat. Und somit fast alles tun kann, was WIR als Benutzer nicht wollen.

        Linux hat den Vorteil, dass es quelloffen ist. Und es hat den Vorteil der Diversität. Damit ist eine Monopolbildung ausgeschlossen. Wenn eine Distri Dir nicht mehr passt, sagst Du Ade und wechselst zu einer anderen.
        Der Nachteil ist eben die Quelloffenheit. Das sorgt dafür, dass Firmen, die proprietäre Produkte verkaufen und in Konkurrenz stehen könnten, Linux nur ungern oder gar nicht unterstützen, weil man eben Dinge wie DRM und/oder Kopierschutzmaßnamen nicht einfach durchdrücken kann.

        Die Vielfalt an Distributionen ist kein Nachteil. Denn im Prinzip liegt doch jeder Distri das gleiche Linux zu Grunde. Im Kern ist Linux also sehr wohl standardisiert. Das Einzige, was nicht standardisiert ist, ist das Aussehen, und welche Pakete (bzw. Paketquellen) mitgeliefert werden.

        Du kannst auch mit dem ganz stinknormalen SUSE Linux Spiele zocken, genauso wie Du mit Nobara auch arbeiten könntest. Der einzige Unterschied ist eben, wie die Distris von Beginn an ausgerichtet sind.
        Du kannst also entweder gleich eine Distri nehmen, die das von Dir gewünschte direkt mitbringt, oder eine x-beliebige und das, was Du brauchst, selber nachinstallieren. Es gibt ja auch Distris, die kaum mehr als den Kernel mitbringen und die Du dann komplett selber einrichten kannst.
      • Von Zik7 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von bitsbytes
        Sie wollen noch nicht mal, dass es kommerzielle Software in genügendem Umfang gibt, dass man bei
        Windows endlich mal den Stecker ziehen könnte, wenn es einem mal zu bunt wird.
        Ach, das glaube ich so nicht. Es sind mit Sicherheit nicht alle gleich.

        Zitat von bitsbytes
        Linux ist schließlich kein Selbstzweck, es ist etwas für die Anwender.
        Gerade jetzt, wo Microsoft uns so tolle Dinge aufzwängen möchte, wäre es ein Segen gewesen, auf Linux umsteigen zu können. Nur, mangels kommerzieller Applikationen geht es nicht. Jammerschade.
        Ich glaube, das ist zu schwarz/weiß gedacht. Für einige funktioniert es ja schon.
        Ich brauche Windows nur noch für VR. Und das wird irgendwann vorbei sein.
        Man könnte auch beides nutzen und das ist das schöne daran.
        Es wird keiner gezwungen nur Windows oder nur Linux zu nutzen.

        Ich persönlich würde nur Windows für Sachen hochfahren, die unter Linux nicht laufen.
        Ich würde falls es Linux nicht mehr geben würde und ich zu Windows zurückkehren müsste.
        Aber jeder so wie er mag!
      • Von tokenrider Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Zik7
        Ich kann [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] schon in gewisser Weise verstehen. Aber so funktioniert es leider nicht! Wie auch ?
        Sollen sich alle Entwickler auf eine einzige Version konzentrieren ? Dann gibt es nur noch Ubuntu ? Oder für was entscheidet man sich ? Die Leute, die Distros zusammenstellen, arbeiten eh nicht am Grundgerüst.
        Tja, ein Versäumnis aus der Anfangszeit, das uns heute noch verfolgt.
        Linus Torvalds hätte damals Linux nicht nur als Kernel, sondern als vollumfängliches Unix herausgeben sollen.
        Er hätte einfach nur fragen müssen, es hätte mit Sicherheit Leute gegeben, die ihn dabei unterstützt hätten.

        Zitat von Zik7
        Was halt fehlt, ist die weite Verbreitung von Linux. Dann klappt es auch mit der kommerziellen Software und den Treibern.
        Und dann ist es auch völlig egal, welche Distro man verwendet. Die Auswahl ist wirklich nicht das Problem.
        Zu der weiten Verbreitung von Linux wird es aber nicht kommen.
        Dafür fehlen einfach in vielen Bereichen kommerzielle Applikationen.
        Im Serverbereich weniger ein Problem, aber auf dem Desktop.
        (Wenn man nicht gerade bescheidene Bedürfnisse hat und mit Open Source Software hinkommt).

        Linux ist auch zu sehr divers / verbastelt. Installation, Shell Environment, GUI, update/maintenance Prozeduren.
        Das gibt zu viele Probleme bei Anwendern, vor allem aber bei Firmen, die neben Ihren Applikationen immer auch
        das Betriebssystem mit unterstützen müssen.

        Was auch ein ziemlicher Hemmschuh ist, das ist die Linux community selbst.
        Wenn Du die Leute fragst, sie möchten noch nicht mal mit Windows in irgendeiner Form konkurrieren.
        Sie wollen noch nicht mal, dass es kommerzielle Software in genügendem Umfang gibt, dass man bei
        Windows endlich mal den Stecker ziehen könnte, wenn es einem mal zu bunt wird.

        Darum kann ich Linux im Desktop Bereich einfach nur kritisieren.
        Das ist konzeptlos und ohne jegliche Vision.
        Linux ist schließlich kein Selbstzweck, es ist etwas für die Anwender.
        Gerade jetzt, wo Microsoft uns so tolle Dinge aufzwängen möchte, wäre es ein Segen gewesen, auf Linux umsteigen zu können. Nur, mangels kommerzieller Applikationen geht es nicht. Jammerschade.
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