Adobe Photoshop unter Linux: Open-Source-Entwickler schafft Installation über Wine

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Adobe Photoshop unter Linux: Open-Source-Entwickler schafft Installation über Wine
Quelle: WineHQ / Montage: Sven Bauduin

Ein neuer Patch für Wine ermöglicht die Installation von Adobe Photoshop auf Linux-Betriebssystemen. Das funktioniert zwar offenbar recht gut, bei der Veröffentlichung gibt es aber noch ein paar Hürden.

Zwar können weiterhin nicht alle Windows-Anwendungen unter Linux ausgeführt werden, in den vergangenen Jahren hat sich die Kompatibilitätsschicht Wine aber deutlich verbessert. Ein frisch entwickelter Patch könnte nun für einen weiteren Fortschritt sorgen: Einem Entwickler namens "PhialsBasement" ist es mit ein paar Änderungen an dem Open-Source-Projekt gelungen, den Installer der Adobe Creative Cloud lauffähig zu machen. Laut Phoronix können dadurch ab sofort auch Photoshop 2021 und Photoshop 2025 gestartet werden.

Nicht ganz problemlos

Zumindest Photoshop 2021 läuft angeblich weitgehend problemfrei. Einzig die Drag-and-drop-Funktion wollte noch nicht korrekt arbeiten. Dieses Problem ist aber mit Sicherheit nicht unlösbar. Und auch wenn das Ziehen von Bildern direkt ins Programm komfortabel ist, wäre die produktive Nutzung selbst ohne dieses Feature möglich.

Leider ist unklar, ob und wann der Patch mit Wine ausgeliefert wird. Bedauerlicherweise hat PhialsBasement die Code-Änderungen an der falschen Stelle eingereicht, nämlich bei Valves Wine-Ableger und nicht direkt beim Hauptprojekt. Zudem fehlen offenbar noch Tests, damit die Änderungen automatisch auf ihre korrekte Funktion geprüft werden können. Es dürfte aber hoffentlich nicht lange dauern, bis PhialsBasement oder ein anderer Entwickler die Änderungen an der richtigen Stelle einreicht und entsprechend ergänzt. Dann wird Wine hoffentlich bald in der Lage sein, Photoshop auf Linux auszuführen.

Auch spannend: Wine 11.0: Windows-Anwendungen unter Linux werden schneller

Eine wirklich breite, gute Kompatibilität zu Adobe-Produkten lässt sich aber wohl nur erreichen, wenn das Unternehmen ein Interesse daran zeigt - und zumindest momentan ist das nicht abzusehen. Besser sieht die Situation hingegen im Gaming-Markt aus: Durch Valves vermehrten Fokus auf SteamOS haben die Entwickler einen Anreiz, ihre Spiele nativ auf Linux zu portieren oder zumindest die Wine-Kompatibilität nicht unnötig zu torpedieren.

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Quelle: Phoronix via Videocardz

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    • Kommentare (21)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von inhuman_nature Software-Overclocker(in)
        Zitat von x2K
        Ich kann ja nicht alles alleine machen. Dann helft mal Fleißig mit 😉
        I try my very best! Zumindest in dem Rahmen, was ich kann: für Linux begeistern, auf Datenschutzproblematik hinweisen, eigene Erfahrung weitergeben ... IT-, Software-Mensch bin ich nicht.
      • Von inhuman_nature Software-Overclocker(in)
        Zitat von x2K
        Ich kann ja nicht alles alleine machen. Dann helft mal Fleißig mit 😉
        I try my very best! Zumindest in dem Rahmen, was ich kann: für Linux begeistern, auf Datenschutzproblematik hinweisen, eigene Erfahrung weitergeben ... IT-, Software-Mensch bin ich nicht.
      • Von x2K Freizeitschrauber(in)
        Zitat von inhuman_nature
        Die jammern lieber auf Plattformen wie dieser hier.
        Ich kann ja nicht alles alleine machen. Dann helft mal Fleißig mit 😉
      • Von inhuman_nature Software-Overclocker(in)
        Zitat von x2K
        Die entwicklergemeinde fasst sowas aber nur mit spitzen fingern an und behandelt es wie kinder Lebertran. Für den normalen end user ist das aber zweitrangig.
        Verständlicherweise.

        Zitat von x2K
        das ändert sich nur wenn genug leute denen die Ohren voll Jammern. Dazu sind sie die meisten windows nutzer aber zu fein.
        Die jammern lieber auf Plattformen wie dieser hier.
      • Von x2K Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Misanthrop68
        Wie wir Adobe reagieren? Der Laden ist ja nicht für seine Open Source Gedanken bekannt. Ich kann mir gut vorstellen, das die Maßnahmen ergreifen, um die Installation zu verhindern.
        An deren Produkt ist ja nichts verändert worden. Unter linux gibt es auch Programme die von anfang an closed source sind und problemlos laufen. Die entwicklergemeinde fasst sowas aber nur mit spitzen fingern an und behandelt es wie kinder Lebertran. Für den normalen end user ist das aber zweitrangig. Adobe bietet die Software aber auch nur deswegen nicht für linux an weil sie dort zu wenig kunden haben. Was daran lieg das es keine version gab die drauf lief.. das ändert sich nur wenn genug leute denen die Ohren voll Jammern. Dazu sind sie die meisten windows nutzer aber zu fein.
      • Von Schori Volt-Modder(in)
        Wenn jetzt noch profiCash funktionieren würde...
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