Ausfahrt auf der virtuellen Nordschleife und Test-Fazit
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Leistungscheck: Für den virtuellen Rennsport gemacht!
Nach den vielen Informationen zu den einzelnen Komponenten kommt nun der Leistungstest. Was hier zählt, ist allein die Performance auf dem virtuellen Asphalt. Dazu fahre ich in der schon etwas älteren Racing-Sim Assetto Corsa (PC) mit einem Mercedes-Benz AMG GT3 auf der Nordschleife des Nürburgrings (siehe Video). Dabei liefert das Paket aus der Logitech G Pro DD11 Wheel Base, den Pro Racing Pedals und dem RS Wheel Hub + RS Track Wheel eine echt begeisternde Leistung ab. Die Nuancen der Trueforce-Feedback-Details werden gerade bei maximalem Drehmoment mit einer beeindruckenden Klarheit und sehr hoher und somit realistischer Kraftentwicklung übertragen. Die beim Pilotieren eines GT3-Boliden auftretenden Kräfte wie die Fliehkraft, die Traktionskraft, die Gewichtsverlagerung beim Bremsen oder das Aufschaukeln bei Problemen mit der Radaufhängung und den Stoßdämpfern werden äußerst wirklichkeitsgetreu simuliert. Dank meines selbst zusammengestellten Logitech-G-Racing-Setups habe ich bei meinen Nordschleifenrunden stets das immersive Gefühl, in einem echten Rennwagen zu sitzen.
Es fehlt zwar das bei Sim-Racing nur in kostspieligen, hydraulischen Sim-Rigs vorhandene "Popometer". Trotzdem spüre ich dank Logitechs voll Sim-Racing-tauglicher Peripherie den Punkt, an dem mein GT3-Fahrzeug die Traktion verliert. Außerdem nehme ich das Ausbrechen in Kurven voll und vor allem frühzeitig wahr und kann dies durch ein noch rechtzeitiges, kurzes Antippen der Bremse und die daraus resultierende Gewichtsverlagerung verhindern.
Weitere Höhepunkte sind die realistische Abbildung der Pistenbeschaffenheit, des Reifenhaftungsverlusts bei Aquaplaning, der Reifenreibung/-verformung sowie die Fliehkraftsimulation. Hier leistet Trueforce-Feedback dank interner Frequenz von 4.000 Hz ganze, sehr präzise Arbeit, die sogar das Fahren im Grenzbereich ermöglicht. Auch die Vorzüge der Direct-Drive-Technologie sind bei der Logitech G Pro DD11 Wheel Base direkt spürbar, und das maximale Drehmoment von 11 Nm fordert vom virtuellen Rennfahrer viel Kraft. Den Unterschied zum Konkurrenten Fanatec CSL DD Boost Kit 180, der 3 Nm weniger am Volant reißt, merke ich sofort.
Das Lenkrad liegt gut in der Hand
Die beiden Schaltwippen mit Magnettechnologie und ihrem harten, direkten Druckpunkt und hohen Widerstand eignen sich optimal für schnelle und dabei kontrollierte Schaltvorgänge. Da ihre Position auf der horizontalen Ebene geändert werden kann, sind diese stets optimal erreichbar. Die sehr griffige, atmungsaktive Gummierung des RS Track Wheel schmiegt sich gut in die Handinnenflächen. Griffpartien für die Daumen und Ablageflächen für die Ringfinger sowie kleinen Finger sorgen dazu für einen sehr festen Halt.
Der ist gerade bei 11 Nm Drehmoment in Verbindung mit hektischen Lenkbewegungen sowie kräftigen Korrekturen beim Aufschaukeln oder Ausbrechen der Pixelkarosse von großem Vorteil. Dazu liegt das Lenkrad auch ausgezeichnet in der Hand und ist ergonomisch. Will man jedoch die funktionalen und nützlichen Drehschalter mit Knopf im unteren Bereich des RS Wheel Hubs bedienen, muss man diese Handhaltung aufgeben.
Quelle: PCGH
Sowohl die Logitech G Pro DD11 Wheel Base als auch die Racing Pedals liefern auf der virtuellen Nordschleife des Nürburgrings ab. Beiden bescheinige ich uneingeschränkte Sim-Racing-Tauglichkeit.
Auch die Logitech G Pro Racing Pedals liefern auf der virtuellen Piste ab, sodass ich ihnen uneingeschränkte Sim-Racing-Tauglichkeit bescheinige. Das Gaspedal ermöglicht ein gefühlvolles und wohldosiertes Beschleunigen. Dabei ist es vorteilhaft, dass die Position der Pedalplatte und die des Pedalmoduls verändert werden können. So werden auch die verschiedenen Arten, das Pedal auszulösen, sowie die Fuß- respektive Schuhgröße berücksichtigt. Dazu kommt ein nicht zu weicher Pedalwiderstand, sodass wir unseren Mercedes-AMG GT3 mit viel Feingefühl beschleunigen können.
Realistisches Bremsverhalten!
Quelle: Simucube ActivePedal
Das Simucube Activepedal für ca. 2.370 Euro ist die aktuell technisch am weitesten entwickelte Pedaleinheit. Das Pedal erlaubt es, Parameter wie Bremskraft, Weg oder Dämpfung ohne mechanische Umbauten, rein per Software anzupassen. Dazu liefert es telemetriebasierte Force-Feedback-Effekte (z. B. ABS, Vibrationen).
Das Bremspedal mit seinem Loadcell-Sensor reagiert genauso präzise und feinfühlig wie das Gaspedal. Dazu kommt, dass Sie auch hier die Position der Platte und des ganzen Moduls verstellen und den Druckwiderstand mithilfe der drei Elastomer-Elemente und der Option "Bremskraft in kg" sehr genau an Ihre bevorzugten Settings anpassen können. Darüber freuen sich besonders Sim-Racer, die wie ich eine sehr direkt reagierende, harte Bremse ohne Bremskraftverstärkung bevorzugen. Insgesamt vermittelt das Load-Cell-Bremspedal einen realistischen Eindruck des Bremsverhaltens eines GT3-Rennwagens sowie eine optimale Kontrolle über mein Fahrzeug. Rennfahrern, die das Maximum wollen und somit eine Pedalerie, bei der statt Elastomer oder Federn eine hydraulische oder prozessorgesteuerte Dämmung zum Einsatz kommt, schlage ich die folgenden, deutlich kostspieligeren Pedalsets vor: Heusinkveld Ultimate+ 3 Pedal Set, Asetek Simsports Invicta S Sim Racing Gas- und Bremspedal oder Simucube Activepedal (Force Feedback Pedale)
Die Pedalerie des Pakets kommt übrigens nicht zuletzt dank ihres Gewichts von rund 5 kg bei Nutzung am Boden nur selten ins Rutschen. Absolut rutschfest ist sie aber nur bei der Montage im Sim-Rig. Ein Tipp zum Fixieren der Pedaleinheit am Boden: Platzieren Sie diese vor einer (Bier-)Kiste oder Box, die direkt an einer Wand steht.
Logitech G Pro DD11 Wheel Base + Racing Pedals: Das Testfazit
Mein Logitech-G-Pro-Sim-Racing-Setup, das ich mir mit dem Logitech G Sim Racing Configurator zusammengestellt habe, ist nicht nur für Einsteiger im virtuellen Rennsport interessant. Es ist auch ein empfehlenswertes Eingabegerät für jemanden wie mich, der schon aktiv am Sim-Racing-Zirkus teilnimmt. Die Ausstattung des Pakets, sowohl die der mit dem Wheel Hub bestückten Pro DD11 Wheel Base als auch die der Pro Racing Pedals ist klasse. Dazu überzeugen die Materialqualität sowie die Haptik von Lenkrad und Pedalen.
Der Direct-Drive-Motor und Logitechs Trueforce-Feedback agieren sehr kräftig und dazu noch äußerst präzise. Dazu stellen sich 11 Nm Drehmoment als optimal heraus, um alle beim Rennsport auftretenden Kräfte perfekt zu vermitteln. Man kann zu Recht von einer realistischen Simulation sprechen, die mir das Gefühl gibt, wirklich einen 600-PS-Boliden zu steuern. Dazu kann mein Setup mit der Konkurrenz von Fanatec, Moza oder Asetek mithalten, und das auch preislich. Rund 1.300 Euro sind für ein Set aus Wheel Base, Racing-Lenkrad und Pedalerie auch nicht zu teuer, zumal hier das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Daher lautet mein Fazit: voll tauglich für den virtuellen Rennsport!

Wenn man Simracing intensiver/ernster betreiben möchte kommt man eh nicht am lokalen PC vorbei und da würde (habe ich) ich mir auch etwas Anderes kaufen als ein Logi Set für 1,2k. Falls o.g. Support gegeben ist ,ist das zumindest mal eine Alternative zu den üblichen Einsteigergeräten/Spielzeugen wenn auch eine sehr Teure.
Thrustmaster war auf der Messe mit einem riesigen Stand vertreten, aber man hat sofort den Unterschied zu all den anderen Ständen gesehen. Selbst arme kleine Firmen hatten eine bessere Ausrüstung als Thrustmaster. Die hatten ihre 1.000 EUR Wheelbases einfach an eine Tischplatte geklemmt und die Pedale auf den Teppichboden bestellt. Man saß an einem mini 27" Bildschirm auf einem f*cking Bürostuhl.
Es gab aber doch Logitech Lenkräder an einem Stand. Aber die haben Entry-Level-Playseats ausgestellt.
Für den Casual Racer würde ich immer noch "günstige" Wheels von Thrustmaster (T300) oder auch Logitech (G920) empfehlen. Aber wenn man sich was richtiges zulegen möchte, dann sind die beiden Hersteller nicht mehr die richtige Adresse.