Mit Salz zum Erfolg: Tiktoker experimentiert mit Haushaltsmitteln als Alternative zur Wärmeleitpaste
Ein Tiktok-Nutzer lässt derweil seine Zuschauer an seinen kuriosen Kreationen von Wärmeleitpasten teilhaben. Sein Ziel dabei ist es, den Einfluss auf die Temperaturen der CPU zu beobachten, indem er gewöhnliche Haushaltsmittel benutzt, darunter unter anderem Puderzucker oder Ahornsirup. Viele Alternativen sind nicht von Erfolg gekrönt, doch mit Salz konnte die Temperatur tatsächlich gesenkt werden.
Bekanntlich wird auf dem handelsüblichen Prozessor Wärmeleitpaste aufgetragen, um für eine bessere Ableitung der Wärme zu sorgen. Zu den gängigen Inhaltsstoffen gewöhnlicher Wärmeleitpasten gehören entweder eine Kombination aus Zinkoxid und Silikon oder eine Art flüssiges Metall. Diese Inhaltsstoffe finden deshalb Anwendung, da sie besonders leitfähig sind.
Ein Tiktok-Nutzer entschied sich nun dazu, einen kreativen Umgang mit Wärmeleitpasten zu pflegen und experimentiert derweil damit, gewöhnliche Haushaltsmittel darin zu verarbeiten oder sie als Ersatz zu verwenden. Dabei möchte er herausfinden, welchen Einfluss dies auf die Temperaturen der CPU hat und ob somit eine bessere Kühlleistung erzielt werden kann.
Puderzucker und Ahornsirup versprechen wenig Erfolg, Salz umso mehr
Der Tiktoker ist unter dem Namen "Mryeester" bekannt und hat bereits mehrere Videos produziert, in denen er seinen Zuschauern neue Wärmeleitpasten-Kreationen vorstellt. Erwartungsgemäß sorgen die allermeisten Haushaltsmittel als Alternativen nicht für den gewünschten kühlenden Effekt , sondern für einen gegenteiligen. Neben anderen Substanzen experimentierte Mryeester auch mit der Platzierung der Wärmeleitpaste auf der CPU und formte beispielsweise ein Discord-Logo.
Beim Versuch, die CPU mit Puderzucker statt Wärmeleitpaste zu kühlen, musste er feststellen, dass die Temperatur deutlich höher gelegen hat. Ein ähnlich negativer Effekt offenbarte Ahornsirup. Hierbei erreichte die Intel-CPU im BIOS direkt 69 °C. Allerdings stach eine Zutat besonders positiv hervor, die praktisch jeder zu Hause haben sollte, nämlich Salz.
Zuerst versuchte Mryeester jodiertes Salz mit Wärmeleitpaste zu mischen, was aber keinen positiven Effekt auf die Temperatur hatte. Danach ging er den Weg, das Salz zu einem feinen Pulver zu zermahlen und es erneut mit der Wärmeleitpaste zu vermischen. Dieser Versuch war dann letztlich von Erfolg gekrönt, denn während die CPU mit gewöhnlicher Wärmeleitpaste eine Temperatur von 49 °C erreichte, waren es mit der Salzmischung zwei bis drei Grad Celsius weniger. Das ließe sich damit erklären, dass Salz eine höhere Leitfähigkeit haben soll als die meisten auf dem Markt erhältlichen Wärmeleitpasten.
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Selbstverständlich ist mit diesem Versuch nicht unbedingt bewiesen, dass Salz in der Wärmeleitpaste in jedem Fall für niedrigere CPU-Temperaturen sorgt, da nicht klar ist, wie die Anteile an Wärmeleitpaste und Salz verteilt gewesen sind. Möglicherweise hatte Mryeester auch nicht die hochwertigste Wärmeleitpaste verwendet, die der ausschlaggebende Faktor hätte sein können. Nichtsdestotrotz ist Kreativität beim Umgang mit PC-Hardware gern gesehen und vielleicht entdeckt irgendjemand doch einmal eine Wärmeleitpastenzusammensetzung, die besser funktioniert als die auf dem Markt erhältlichen Produkte.
Quelle: Mryeester via Tom's Hardware

Ich frage mich nur, ob man als etablierte Hardware und Gamingseite auf Tik Tok Schmutz eingehen muss.
Da muss man schon klare Ziele haben, um sich auf seine Inhalte zu konzentrieren und nicht abzuschweifen, ansonsten am besten gleich ganz fern bleiben, wenn eine Blamage droht.
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Nur wer sich darauf einlassen kann ohne sich selbst zu zerstören, hat unendlich viel Spaß. Solche Bastelvideos bergen, soweit ich das von Bekannten mitbekommen habe, die Schwierigkeit es nicht nachmachen zu können auf Anhieb. Entweder die How-To Video Ersteller sind unglaublich talentiert oder erwähnen nicht bis ins Detail, was sie in Fehlversuchen alles durchgemacht haben, wobei Wärmeleispaste aus Salz auftragen braucht wohl keine 100 Versuche.
Aber an der praktischen Relevanz ändert es ohnehin nichts - Nudeln werden bei 98°C genauso weich wie bei 102°C.
Btw - wie wärs denn mit nem Tropfen Olivenöl als WLP Ersatz (für maximal dünne Schicht), wer fancy will noch mit ner Prise Graphitstaub zum Erhöhen der Leitfähigkeit?
Ja ich weiß das hat zig Nachteile gegenüber normalen WLPs aber es würde funktionieren (wenn der Anwender nicht kleckert...) Und ein Video "Grillabend für neues Rig genutzt!!" mit anständigem Clickbait Thumbnail würde bestimmt gut steil gehen in sensationsgeilen sozialen medien.
Für mich sind dise Temperaturunterschiede zu herkömmlichen WLB´s zu irrelevant.