Gewaltig: Stromverbrauch von Nvidias H100-GPUs soll bald einige Länder übertreffen

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Gewaltig: Stromverbrauch von Nvidias H100-GPUs soll bald einige Länder übertreffen
Quelle: Nvidia

Der Gesamtverbrauch von Nvidias H100-GPUs soll bis Ende kommenden Jahres höher als der von einigen europäischen Ländern sein. Die Schätzung ist dabei zwar nur sehr grob, die Größenordnung dürfte aber stimmen.

Der aktuell laufende KI-Hype sorgt insbesondere bei Nvidia für hohe Verkaufszahlen: KI-Beschleuniger wie etwa der H100 werden in immensen Stückzahlen verkauft, sodass die Produktion kaum hinterherkommt. Nachdem die GPUs dabei vermutlich überwiegend unter hoher oder sogar Volllast laufen, kommt so ein gigantischer Stromverbrauch zusammen.

Hohe Stückzahlen, hoher Verbrauch

Paul Churnock, der als leitender Ingenieur Microsofts Rechenzentren verwaltet, schätzt beispielsweise, dass alle H100-GPUs zusammen inzwischen so viel Strom wie eine amerikanische Großstadt brauchen. Dabei geht er davon aus, dass die KI-Beschleuniger in 61 Prozent der Zeit mit Volllast laufen und damit jeweils so viel Energie wie ein durchschnittlicher US-Haushalt benötigen. Zusammen mit den für 2024 gemachten Stückzahl-Prognosen - Nvidia will im kommenden Jahr 1,5 bis 2 Millionen Stück verkaufen - soll dann die besagte Schätzung entstanden sein.

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Die Website Tom's Hardware hat diese Rechnung noch etwas ergänzt. Unter der Annahme, dass bis Ende 2024 insgesamt 3,5 Millionen H100-GPUs im Einsatz sind, käme so ein jährlicher Gesamtverbrauch von rund 13.092 GWh zustande. Die genannten Stückzahlen sind dabei aber natürlich nur eine Schätzung, ebenso wie die Auslastungsrate. Gerade in Rechenzentren dürften sich die Betreiber bemühen, die H100-GPUs deutlich häufiger auszulasten - zumal KI-Anwendungen auch jederzeit länger trainiert werden können. Andererseits muss dabei natürlich nicht immer der volle TDP-Wert anliegen.

Das Ergebnis ist damit reichlich ungenau und zeigt in jedem Fall nur die grobe Größenordnung. Diese ist allerdings gewaltig: Mit knapp über 13 GWh wären die gesammelten H100-GPUs auf Platz 89 der Länder - zwischen Uruguay und Syrien. Mit Blick auf europäische Nationen würden die KI-Beschleuniger damit Litauen, Bosnien und Herzegowina und Moldau überholen und nur knapp hinter Slowenien liegen.

Passend zum Thema: Nvidia H100: 500.000 KI-Beschleuniger pro Quartal reichen nicht aus, um die exorbitante Nachfrage zu decken [Bericht]

Angesichts der immensen Nachfrage nach KI-Hardware von allen Herstellern dürfte der Stromverbrauch der gesamten Branche dabei immer weiter anwachsen. Denn auch wenn sich die Effizienz der genutzten Beschleuniger erhöht, ist der Leistungsbedarf von entsprechenden Anwendungen kaum gedeckelt. Dafür entstehen aber immerhin wissenschaftlich und auch wirtschaftlich interessante Werkzeuge, die in Zukunft die Arbeit erleichtern und die Produktivität steigern können.

Quelle: Tom's Hardware

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    • Kommentare (36)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Ich trete gerne zum Gegenbeweis an.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Ich trete gerne zum Gegenbeweis an.
      • Von SilentHunter Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        (Jeder, der das anders sieht, möge mir bitte einen "Tropfen auf den heißen Stein" überweisen. )
        Für Menschen mit kurz Sichtweise mag das wohl so aussehen. Aber was glaubst Du was sich nach den 20 Mon. ohne Sorgen dann verändert hat ? Ich kanns dir jetzt schon sagen. Nix !!! Die alleralleraller wenigstens werden mit dem Geld etwas sinnvolles gemacht haben das ihre Situation verbessert und auch auf lange Sicht so bleibt.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Atma
        Als Bubble würde ich AI nicht bezeichnen. Bei Kryptowährungen will sich jeder Normalo ohne Rücksicht auf Verluste bereichern, hinter AI stehen große Konzerne die ein Produkt abliefern wollen.
        Bislang besteht auch dieses Produkt fast ausschließlich aus Spekulation. Zwar gibt es ein paar Gründe mehr anzunehmen, dass KI mal einen gewissen Wert darstellen wird. Aber aktuell verbrennen die großen Marktakteure genauso Geld ohne Ende, wie es die Kryptominer gemacht haben. Es werden Abermilliarden in KI investiert, aber abseits von ein paar mäßigen Unterhaltungsbespaßungen, für die Leute eher wenig zu zahlen bereit sind, steckt die Monetarisierung noch in den Kinderschuhen und an immer mehr Stellen gibt es Zweifel, dass die Qualität mittelfristig ausreichen wird, um sich auf KI zu verlassen. Sicher: Bei ein paar Bots, die Support-bedürftige Kunden abwimmeln sollen, wird das allen egal sein und Spam-Verbreiter nutzen schon heute KI. Aber in den Segmenten, in denen das große Geld gewittert wird, könnte KI ebenso ein Flop werden wie das autonome Taxi des Jahres 2019. In sofern ist die Bezeichnung als Bubble durchaus legitim, auch wenn es im Moment 50:50 steht, ob die Blase platzt oder ob sie noch mit Inhalt gefüllt wird. Aktuell wird bei KI jedenfalls in ein "könnte werden" investiert, nicht in ein "ist".

        Zitat von SilentHunter
        Du nennst mich Snake die Klapperschlange nur Freunde dürfen Plisken zu mir sagen.

        Wenn man das was die 1000 reichsten des Planeten zusammengeraft haben zusammen nimmt scheint es nicht nur auf den ersten Blick auch wirklich sehr viel Geld zu sein. Ich könnte deren Gesamtvermögen noch nicht mal mega grob pi mal Daumen schätzen.
        Aber gehen wir einfach mal von ca. 5 Milliarden Menschen auf unserem Planeten aus die aufgrund ihres Einkommens als Arm eingestuft werden. Auf 5 Milliarden verteilt ist aber selbst das größte Gesamtvermögen nicht viel mehr wie der kurzer Tropfen auf den berühmten heissen Stein und es würde wohl auch genauso schnell verdampft sein.
        Also Forbes' Milliardärs-Liste gibt für die ersten 1.000 Einträge ein Gesamtvermögen von 9,32 Billionen US-Dollar an. Wiki wiederum listet, für 2019, 47 Prozent der Weltbevölkerung mit einem Tageseinkommen von unter 6,85 US-Dollar, 24 Prozent unter 3,65 US-Dollar. Das ergäbe im Mittel für die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung ein Tageseinkommen von 3,78 US-Dollar. Diesen gut 4 Milliarden Menschen könnte man vom Vermögen der 1.000 Reichsten also pro Kopf knapp 20 Monatseinkommen schenken und ich glaube niemand wird "20 Monatseinkommen geschenkt" als "Tropfen auf den heißen Stein" bezeichnen.
        (Jeder, der das anders sieht, möge mir bitte einen "Tropfen auf den heißen Stein" überweisen. )
      • Von Krabonq Volt-Modder(in)
        Zitat von EnCore
        Wieso sollte, wenn es so kommen würde, die Maschinen auf biologische Gehirne zurückgreifen, wenn sie die Technik der Quanten- Berechnung beherrschen? Da steckt um den Faktor X (mind. tausendfach wahrscheinlich) mehr Rechenleistung dahinter als in tausenden menschlichen Hirnen zusammen.
        Quantencomputer sind nicht für alle Arten von Prozessen hilfreich.
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        ja ich bin jünger,habe mit älteren Filmen kein Problem,weil die haben irgendwas wo durchaus nen charm hat wie ich so sehe.
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