Nvidia H100: 500.000 KI-Beschleuniger pro Quartal reichen nicht aus, um die exorbitante Nachfrage zu decken [Bericht]
Im gerade abgelaufenen dritten Geschäftsquartal 2023 hat Nvidia rund 14,5 Milliarden US-Dollar allein mit Datacenter-Hardware umgesetzt, während Gaming-Hardware mit rund 2,9 Milliarden US-Dollar mittlerweile nur noch eine Nebenrolle einnimmt. Wie ein Bericht des britischen Analysten- und Beratungsunternehmens Omdia jetzt darlegt, reichen auch die im vorangegangenen Quartal ausgelieferten 500.000 KI-Beschleuniger weiterhin nicht aus, um die exorbitant hohe Nachfrage zu decken. Erstmals wird jetzt auch bekannt, welche Großkunden die mit weitem Abstand größten Abnehmer für Nvidias H100 und dessen Derivate sind.
Nachdem Nvidia allein im dritten Quartal des aktuell laufenden Geschäftsjahres 2023 - Nvidia spricht selbst vom Q3/2024 - mehr als 14,5 Milliarden US-Dollar mit Hardware für Rechenzentren verdient hat, muss das US-Unternehmen ganz offensichtlich eine riesige Menge seiner H100-Beschleuniger ("Hopper") und dessen Derivate für die Berechnung von künstlicher Intelligenz ("KI"), maschinelles Lernen ("ML") und Hochleistungsrechnen ("HPC") verkauft haben. Hierzu hat das britische Beratungsunternehmen Omdia eine eigene Analyse veröffentlicht.
Nvidia setzt 2023 mehr als 500.000 KI-Beschleuniger ab
Laut Omdia hat Nvidia allein im dritten Quartal 2023 rund 500.000 KI-Beschleuniger verkauft. Die Nachfrage nach diesen Produkten sei derzeit so exorbitant hoch, dass die Vorlaufzeit aktuell zwischen 36 und 52 Wochen betragen soll, so das in London ansässige Beratungsunternehmen. Über diese sich damals bereits abzeichnende Entwicklung hatte PCGH schon im August dieses Jahres ausführlich berichtet.
Wie die Analysten von Omdia weiter anführen, reichen die Absatzzahlen von rund einer halben Million KI-Beschleuniger derzeit noch immer nicht aus, um die exorbitant hohe Nachfrage nach solchen KI-Produkten auch nur ansatzweise zu bedienen. Das macht sich unter anderem auch bei den Gaming-Grafikkarten bemerkbar, wo die Geforce RTX 4090 zu Tausenden als KI-Beschleuniger missbraucht wird.
Allein die beiden größten Abnehmer der H100-Beschleuniger haben demnach im Jahre 2023 bislang rund 300.000 KI-GPUs bei Nvidia bestellt.
Meta und Microsoft sollen Führungsposition einnehmen
Das britische Analysten- und Beratungsunternehmen geht davon aus, dass Meta und Microsoft die größten Abnehmer der H100-GPUs von Nvidia sind. Diese sollen jeweils bis zu 150.000 Beschleuniger der Serie H100 und A100 gekauft haben und damit deutlich mehr als Google, Amazon, Oracle und Tencent, auf die jeweils 50.000 Bestellungen entfallen sollen.
Es sei besonders bemerkenswert, dass die meisten Server-GPUs an Hyperscale-Cloud-Service-Anbieter ausgeliefert werden. Server-OEMs wie Dell, Lenovo und HPE könnten aktuell gar nicht genug KI- und HPC-Beschleuniger bekommen, um ihre Serverbestellungen zu erfüllen, so Omdia.
Der KI-Hype soll erst einmal anhalten
Der Analyse des Beratungshauses nach wird der KI-Hype erst einmal weiter anhalten. Omdia geht davon aus, dass der Absatz von Nvidias H100- und A100-Compute-GPUs im aktuell laufenden vierten Geschäftsquartal 2023 die Verkaufszahlen von einer halben Million Einheiten noch einmal deutlich übersteigen werden. Diese Sicht unterstreicht auch TSMC-Chef Dr. Mark Liu, der Nvidia noch für 2023 als Weltmarktführer unter den Halbleiterunternehmen eingestuft hat.
Ihre Meinung ist gefragt!
Wie stehen Sie zu diesem Thema? Die PCGH-Redaktion freut sich über Ihre fundierte Meinung in den Kommentaren zu dieser Meldung. Um zu kommentieren, müssen Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie bisher noch keinen Account haben, könnten Sie sich hier unverbindlich registrieren. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die geltenden Forenregeln.
Quelle: Omdia via AI Business via Tom's Hardware

C.H.A.N.T.A.L
Aber sie können auch mißbraucht werden oder vielleicht sogar irgendwann ein Eigenleben entwickeln.
Stellt NV die GPU´s eigentlich selber her oder lassen sie diese produzieren ?