"Ein Menschenleben am Tag": Nvidia soll für KI-Training heimlich Videos abgegriffen haben
Nvidia soll laut einem Leak heimlich Unmengen an Videos von verschiedenen Quellen für KI-Training abgegriffen haben, um so pro Tag den visuellen Gegenwert eines Menschenlebens zu erreichen.
Nachdem 404 Media kürzlich aufgedeckt hatte, dass ein KI-Startup illegale Inhalte auf Youtube genutzt hat, wurden jetzt Interna von Nvidia in Form von Slack-Nachrichten und E-Mails veröffentlicht, wonach das Unternehmen ebenfalls Videos von Youtube, Netflix und anderen Plattformen zum heimlichen KI-Training genutzt habe.
Das Ganze soll den Projektnamen "Cosmos" getragen haben und dem Bericht nach wurden Nvidia-Mitarbeiter angewiesen, Millionen von Videos mithilfe automatisierter Tools herunterzuladen. So sollten "Trainingsdaten im Wert einer visuellen Erfahrung eines Menschenlebens pro Tag" zusammengetragen werden, was bei einer angenommenen Lebensdauer von 80 Jahren (inklusive Schlaf) etwa 464.000 Stunden entsprechen würde, wie die Kollegen von Golem bezugnehmend berichten.
Die verwendeten Inhalte sollen beispielsweise von Film-Trailern bis hin zu selbst kreierten Videos von normalen Usern reichen. Mitarbeiter hätten darüber hinaus auch den Einsatz virtueller Maschinen diskutiert, um die Download-Beschränkungen von YouTube zu umgehen, und Filmmaterial aus Videospielen in Erwägung gezogen.
Manche Nvidia-Mitarbeiter hatten Bedenken
Einige Nvidia-Mitarbeiter hätten laut den veröffentlichten Konversationen aber auch Bedenken hinsichtlich Rechtmäßigkeit und Ethik der Verwendung urheberrechtlich geschützter Inhalte für das KI-Training gehabt, die jedoch oft von Projektmanagern abgetan worden sein sollen, da man eine "umfassende Genehmigung" von Führungskräften habe.
Das Unternehmen habe sein Vorgehen derweil dem Bericht nach damit erklärt, dass alles "in voller Übereinstimmung mit dem Wortlaut und dem Geist des Urheberrechts" stehe. Der Rechtfertigung nach schütze das Urheberrecht Ausdrucksformen, aber nicht Fakten oder Ideen, während die Verwendung der Daten zudem unter die "Faire Use"-Klausel für transformative Zwecke falle.
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Aber das wissen ja nicht mal manchen Menschen.
Also - Frage: Eine sehr gute KI brauch EXTREM viele Daten. Wie soll man sie füttern ???
Und an die KI Hater: Hängt Euch einen Knoblauchkranz an die Tür und macht diese von innen zu !
Genau so stehen Content-Produzenten vor "KI": Man hat vor Jahren etwas hochgeladen, gekoppelt an eine explizit eingeschränkte Nutzungslizenz. Eine Nutzung im übrigen, für die z.B. über Werbung angemessen bezahlt wurde. Jetzt kommt ein Konzern daher mit einem neuen Verwendungszweck, der in den alten Lizenzen nicht erlaubt war und in neueren sogar ausdrücklich verboten wird und der darauf hinausläuft, dass Content-Produktion dieser Art sogar ersetzt werden soll, und diesen Missbrauch seines Materials hat der Ersteller hinzunehmen? Gegen diese einseitige Aufhebung des Urheberrechts durch jemanden, der mit unbezahlter Nutzung fremder Inhalte Milliarden verdienen will, laufen derzeit nicht ohne Grund weltweit diverse Klagen.