"Menschen von KI abhängig machen": Interne Microsoft-Pläne sorgen für Diskussionen

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"Menschen von KI abhängig machen": Interne Microsoft-Pläne sorgen für Diskussionen
Quelle: Microsoft

Auf der Microsoft Build 2026 stand Künstliche Intelligenz im Fokus der Keynotes. Darunter auch der neue, auf OpenClaw basierende KI-Agent Scout, der Einzug in die Office-Suite halten soll. In einem internen Schreiben von Microsoft heißt es dazu, dass "Nutzer abhängig gemacht" werden sollen.

Auf der Entwicklerkonferenz Build 2026 hat der Technologiekonzern Microsoft den neuen KI-Assistenten Scout offiziell vorgestellt. Der digitale Helfer basiert auf OpenClaw und soll zukünftig als autonomer, permanent im Hintergrund aktiver KI-Autopilot-Agent fungieren. Er kann laut der Entwickler unter anderem Dateien automatisiert lesen und schreiben, Shell-Befehle eigenständig ausführen, E-Mails vorformulieren und Termine koordinieren. Dafür soll Scout tief in Microsoft 365, speziell Word, Excel, OneDrive, Outlook und Teams, integriert werden, um wie ein menschlicher Kollege im Unternehmen erreichbar zu sein.

Die Interaktion mit dem Agenten erfolgt über Microsoft Teams oder eine Desktop-App für Windows und macOS. Für den professionellen Unternehmenseinsatz optimiert, agiert das System unter einer eigenen Entra-ID und verlangt zur Sicherheit vor sensiblen Aktionen (etwa dem Senden von E-Mails) eine menschliche Freigabe. Bevor der KI-Agent für alle ausgerollt wird, soll Scout in einer experimentellen Version von einer ausgewählten Kundengruppe getestet werden. Eines der Ziele von Scout ist es, den Nutzerkreis von KI in Microsoft-Produkten durch mehr Zugänglichkeit und Einfachheit zu erweitern.

Im Vorfeld der offiziellen Veröffentlichung nutzen bereits rund 1.000 Microsoft-Angestellte das Tool seit März 2026 intern unter dem Projektnamen ClawPilot. Ein durch 404 Media bekannt gewordenes Strategiepapier mit dem Titel "ClawPilot: Overview and Plan with Project Lobster" gibt nun Einblick in die geplante Markteinführungsstrategie. Das interne Dokument beschreibt eine dreiphasige Veröffentlichungsstrategie für den Software-Assistenten Scout. Für die erste Phase der Verteilung wird darin wörtlich das Ziel formuliert, "Nutzer von der Anwendung abhängig zu machen" ("make people addicted"), bevor in späteren Phasen weitere Funktionen implementiert werden sollen.

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404 Media sprach mit einem Mitarbeiter, der diese Formulierungen kritisch sah und seine Bedenken vergeblich seinem Arbeitgeber gegenüber äußerte. Der verantwortliche Manager Omar Shahine hingegen freute sich über eine "tägliche intensive Nutzung" des Tools durch die Mitarbeiter. Es sei eines der meistgefragten internen Tools bei Microsoft geworden. In einer späteren Phase soll Scout Einzug in weitere Microsoft-Anwendungen finden. Welche genau, ist bislang unklar. Eines dürfte jedoch sicher sein: Die Zukunft sieht Microsoft in Künstlicher Intelligenz.

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Quelle: Microsoft (via 404media)

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    • Kommentare (42)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Was nicht alles abhängig machen kann? Internet, Social Media, Spiele und jetzt auch noch die achso bösen KIs.
        Es kommt so oft auf das Maß an .Jeder erwachsene Mensch sollte selber gucken das er nicht übertreibt.
        Und so lange nicht andere (wichtige) Dinge vernachlässigt werden, spricht man auch noch nicht von einer Sucht.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Was nicht alles abhängig machen kann? Internet, Social Media, Spiele und jetzt auch noch die achso bösen KIs.
        Es kommt so oft auf das Maß an .Jeder erwachsene Mensch sollte selber gucken das er nicht übertreibt.
        Und so lange nicht andere (wichtige) Dinge vernachlässigt werden, spricht man auch noch nicht von einer Sucht.
      • Von Poulton Volt-Modder(in)
        Zitat von Herr_M
        Hat jemand einen Link zum Dokument?
        Nein, denn:
        Zitat
        404 Media granted Microsoft employees anonymity to talk about private internal products and documents.
        Zitat
        The document seen by 404 Media lists Shahine and another executive, Jakob Werner, as its authors.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Aber es gibt ja schon eine Reaktion von Nadella:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Diese erinnert einen aber an die von Big Tobacco mitte der 90er Jahre, als ein Whistleblower die ganze Liste an Zusatzstoffen mit ihren Wirkungen und wie es von den Führungsetagen abgesegnet wurde, veröffentlicht hat. Zwei unterschiedliche Branchen aber am Ende des Tages nicht minder (sehr gelinde gesagt) fragwürdig.
      • Von Gast1781730603
        Zitat von Poulton
        Dann hast du die letzten Jahre in einer abgeschiedenen Holzhütte verbracht. Seit Jahren wird sich regelmäßig mit süchtig machendes Design, Verhalten etc. von Social Media sowie glücksspielähnlichen Mechanismen in Computerspielen beschäftigt und findet sich mittlerweile sogar in (geplanten) Gesetzen wieder, um dagegen vorzugehen.
        Ginge es um IRGENDWAS anderes als KI, würde sich keiner deswegen aufregen weils normales marketing geschwätz it. Aber da es hier um KI geht, verlieren alle ihren verstand.
      • Von Idefix Windhund BIOS-Overclocker(in)
        Also wenn das schon Anstoß zur Unmut ist, dann sollte man sich nie interne Schulungen zu Lootboxen und P2W Games geben. Außer man hat was übrig Spieler mit Meereslebewesen zu vergleichen.
      • Von Poulton Volt-Modder(in)
        Zitat von oatmealwithprotein
        Da redet doch keiner von den "bösen Konzernen, die uns abhängig machen",
        Dann hast du die letzten Jahre in einer abgeschiedenen Holzhütte verbracht. Seit Jahren wird sich regelmäßig mit süchtig machendes Design, Verhalten etc. von Social Media sowie glücksspielähnlichen Mechanismen in Computerspielen beschäftigt und findet sich mittlerweile sogar in (geplanten) Gesetzen wieder, um dagegen vorzugehen.
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