Nvidia Vera Rubin: Blackwell-Nachfolger für KI-Fabriken startet
Nvidia hat weitere Details zu Vera Rubin gezeigt. Die KI-Plattform kombiniert Rubin-GPU, Vera-CPU, NVLink 6 und neue Netzwerkbausteine für kommende KI-Fabriken.
Nvidia hat Vera Rubin während der Computex erneut prominent gezeigt und spricht inzwischen von einer Plattform, die in die Produktion für kommende KI-Fabriken übergeht. Nvidia beschreibt Vera Rubin nicht nur als Nachfolger von Grace Blackwell, sondern als zusammenhängendes System aus GPU, CPU, Netzwerk, Speicheranbindung und Infrastruktur-Software.
Die neuen Informationen, welche die Keynote bekannt gegeben hat, betreffen vor allem den Produktionsstand und die Plattformebene. Nvidia stellt Vera Rubin inzwischen als System für Agentic AI dar, bei dem Rechenleistung, Speicher, Vernetzung und Sicherheitsfunktionen auf Rack- und Pod-Ebene zusammengeführt werden.
Für den Vera-Rubin-NVL72-Rack nennt Nvidia 3,6 EFLOPS bei NVFP4-Inferenz und 2,5 EFLOPS bei NVFP4-Training. Hinzu kommen 54 TB LPDDR5X-Kapazität, 20,7 TB HBM4-Kapazität, 1,6 PB/s HBM4-Bandbreite und 260 TB/s Scale-up-Bandbreite. Gegenüber Blackwell spricht Nvidia damit von deutlichen Zuwächsen: Die NVFP4-Inferenzleistung soll um den Faktor 5 steigen, die Trainingsleistung um den Faktor 3,5. Auch bei der HBM4-Bandbreite nennt Nvidia einen Faktor von 2,8, während die Scale-up-Bandbreite verdoppelt werden soll.
Nvidia Keynote
Eine wichtige Rolle spielt dabei NVLink 6. Der neue Switch soll 3,6 TB/s All-to-All-Bandbreite pro GPU, 400G-Serdes und 108 Milliarden Transistoren bieten. Ergänzt wird die Plattform durch ConnectX-9, Bluefield-4 und Spectrum-X-Ethernet mit Co-Packaged Optics. Nvidia will damit nicht nur einzelne Server beschleunigen, sondern große KI-Cluster effizienter vernetzen.
Auch der DGX Superpod wurde konkreter eingeordnet. Nvidia spricht von acht Vera-Rubin-NVL72-Racks, kombiniert mit NVLink-6-Scale-up-Networking, Spectrum-X-Ethernet für Scale-out-Verbindungen, Inference Context Memory Storage und Mission-Control-Software. Vera Rubin wird damit nicht nur als Nachfolger bestehender Systeme präsentiert, sondern als Baukasten für komplette KI-Fabriken.
Diese Informationen sind für den klassischen Gaming-PC nicht sonderlich relevant, allerdings ist davon auszugehen, dass die Probleme auf dem Hardware-Markt weiter bestehen bleiben. Wenn Nvidia Vera Rubin in großen Stückzahlen für KI-Fabriken ausrollt, dürfte die Nachfrage nach fortschrittlichen Speicher- und Fertigungskapazitäten hoch bleiben. Besonders HBM4, LPDDR5X, moderne Packaging-Verfahren und komplexe Serverboards stehen damit weiter unter Druck. Welche konkreten Auswirkungen das auf Preise und Verfügbarkeit im Consumer-Segment haben wird, bleibt allerdings abzuwarten.
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Quelle: Nvidia

