KI in Spielen: Valve will künstlich generierte Inhalte auf Steam zukünftig nicht unterbinden
Erst vor wenigen Tagen hatte Valve angekündigt, keine Spiele mit KI-Inhalte mehr auf seiner Spiele-Vertriebsplattform Steam zu veröffentlichen. Jetzt relativiert das US-Unternehmen seine Aussagen in Bezug auf künstlich generierte Inhalte, sogenannte Assets, denn die Entwickler beschäftigen sich bereits seit längerem mit dieser Thematik und einige der Schwergewichte der Branche planen bereits eigene KI-gestützte Tools.
Auch Valve kann und will sich der aktuellen Entwicklung hin zu mehr KI in Spielen nicht gänzlich versperren und auch seine Spiele-Vertriebsplattform Steam gegenüber künstlich generierten Inhalten, den sogenannten Assets, nicht vollständig nach außen hin abschotten. Denn auch dem US-Unternehmen ist bekannt, dass unter anderem Schwergewichte wie Ubisoft beispielsweise mit der "Ghostwriter AI" bereits den Grundstein für Künstliche Intelligenz in ihren Spielen gelegt haben. In der Spielindustrie wird KI in Spielen und der Entwicklung zunehmen.
Valve möchte KI auf Steam nicht unterbinden
Neben Ubisoft, die beispielsweise KI-gestützte NPC-Dialoge als ein mögliches Einsatzgebiet der Technologie sehen, hat auch das Entwicklerteam von Squanch Games, welches unter anderem für High of Life verantwortlich war, erste Erfahrungen mit KI-Development-Tools gemacht und damit die Sprachdialoge von Videospielen erstellt. Auch Valve weiß um die zunehmende Bedeutung und relativierte daher bisherigen Standpunkt daher in einem Statement gegenüber der Eurogamer.
"Wir wissen, dass es sich um eine sich ständig weiterentwickelnde Technologie handelt, und unser Ziel ist es nicht, die Verwendung von KI auf Steam zu unterbinden; stattdessen arbeiten wir daran, sie in unsere bereits bestehenden Überprüfungsrichtlinien zu integrieren."
"Um es ganz klar zu sagen: Unser Überprüfungsprozess spiegelt die aktuellen Urheberrechtsgesetze und -richtlinien wider und ist nicht eine zusätzliche Ebene unserer Meinung. So wie sich diese Gesetze und Richtlinien im Laufe der Zeit weiterentwickeln, wird sich auch unser Prozess weiterentwickeln."
Valve via Eurogamer
Bereits im Rahmen der Ankündigung, keine Spiele mit KI-generierten Spieleinhalten mehr auf Steam zu veröffentlichen, wurde schnell klar, dass das Unternehmen ganz offensichtlich noch kein Standardverfahren besitzt, um mit den mit der Hilfe von KI erstellten Spielen umzugehen und diese entsprechend zu prüfen.
Die Frage nach den Rechten muss geklärt sein
"Unsere Priorität ist es wie immer, so viele Titel wie möglich über Steam auszuliefern", sagte Valve gegenüber Eurogamer und merkte an, dass die Einführung von KI diesen Prozess deutlich erschweren könnte, da es nicht immer einfach sei zu wissen, wann ein Entwickler "ausreichende Rechte für die Verwendung von KI zur Erstellung von Assets, einschließlich Bildern, Text und Musik" habe.
Valve nimmt die Entwickler in die Pflicht
Valve ging zum Schluss des Statements auf die Rechtsunsicherheit bei der Verwendung bestimmter KI-generierter Inhalte ein und erklärte, dass es in der Verantwortung des Entwicklers liege, sicherzustellen, dass er auch über die entsprechenden Rechte für die Veröffentlichung seines Spiels verfüge.
KI ist gekommen, um zu bleiben
Wie in vielen anderen Bereichen des täglichen Lebens und innerhalb der Berufswelt, wird auch die Spieleentwicklung zukünftig immer stärker auf Automatisierung und die Unterstützung durch Künstliche Intelligenz setzen. Auch in Spielen selbst wird KI ein immer größeres Thema werden. All das ist auch Valve nicht verborgen geblieben.
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Quelle: Valve via Eurogamer

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