Steam und KI: Valve will keine KI-generierten Inhalte mehr veröffentlichen
Künstliche Intelligenz zieht weiter seine Kreise und macht auch vor der Videospielbranche keinen Halt. Gerade in letzter Zeit sind immer wieder (kleine) Videospieltitel erschienen, die sich auf KI-generierte Inhalte (sei es Text oder Grafiken) stützen. Da die Urheberrechtsfrage in solchen Fällen noch nicht endgültig geklärt ist, will Valve jetzt keine KI-Inhalte mehr auf seiner Spieleplattform Steam veröffentlichen.
Vor Kurzem wandte sich ein Solo-Entwickler an die Reddit-Community mit seinem spezifischen Fall zum Thema KI-generierte Inhalte. Entwickler und Reddit-Nutzer "Potterharry97" wollte vor ein paar Wochen einen eigenen Titel auf Steam veröffentlichen, bekam dann aber ein Schreiben von Valve, dass das Unternehmen einen Release auf der Plattform nicht zulassen könne. Im Reddit-Beitrag berichtet der Entwickler, dass er in seinem Spiel "ziemlich offensichtlich KI-generierten Inhalt" genutzt habe. Nach einer Prüfung durch Valve wurde die Begründung aufgeführt, dass das verwendete Material "offenbar auf urheberrechtlich geschütztem Material Dritter beruht".
Valve hat offenbar noch kein Standardverfahren
Der Entwickler bekam von Valve eine Alternative vorgelegt: Wenn er keine Rechte an dem Ausgangsmaterial (mit denen die KI gefüttert wurde) vorweisen könne, bliebe nur die Möglichkeit, die entsprechenden Inhalte zu entfernen. Der Entwickler modifizierte die Grafiken nach eigenen Angaben in der Art, dass "es keine offensichtlichen Anzeichen von KI mehr gab" und reichte den ungenannten Titel wieder bei Steam ein.
Doch auch hier erreichte ihn wieder eine Absage seitens Valve. Der Solo-Entwickler glaubt, dass sein Spiel bereits gekennzeichnet wurde und dadurch automatisch immer wieder abgelehnt werde. Auf der anderen Seite habe er beim Durchstöbern von Steam durchaus noch andere Spiele bemerkt, die offensichtlich mit der KI-Nutzung bei der Entwicklung werben. Ein klarer Standardansatz für das Problem sei von Valve aber nicht erkennbar. Das wurde auch von Indie-Entwickler Jake Birkett (Ancient Enemy, Shadowhand) auf Twitter kritisiert, der schlussfolgert, dass "KI-Kunst effektiv verboten" werde, weil effektiv niemand genug eigene Grafiken besäße, um eine KI ausreichend füttern zu können.
Quelle: Reddit via ComputerBase

Ich habe es so verstanden, dass sie kein Spiel veröffentlichen wollen, bei dem nicht klar ist, ob das "KI Material" von Ursprungsmaterial mit Copyright generiert wurde.
Ich habe es so verstanden, dass sie kein Spiel veröffentlichen wollen, bei dem nicht klar ist, ob das "KI Material" von Ursprungsmaterial mit Copyright generiert wurde.