Generation Z unter Druck: KI räumt immer öfter klassische Einstiegsjobs ab

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Generation Z unter Druck: KI räumt immer öfter klassische Einstiegsjobs ab
Quelle: Gerd Altmann unter Pixabay-Lizenz

Einstiegspositionen fallen zunehmend der KI zum Opfer - ausgerechnet jene Jobs, auf die die Generation Z beim Berufseinstieg angewiesen ist.

Die Gen Z steht am Anfang ihres Berufslebens - und blickt direkt in den Abgrund der Automatisierung. Künstliche Intelligenz übernimmt zunehmend jene Aufgaben, die traditionell Berufseinsteigern den Weg ins Arbeitsleben ebneten. Offenbar besonders betroffen: einfache Routinetätigkeiten in Softwareentwicklung, Recht, Verwaltung oder Kundenservice.

Aneesh Raman, Chief Economic Opportunity Officer bei LinkedIn, vergleicht die Lage mit der Deindustrialisierung der 1980er-Jahre. Damals brach die Fertigungsindustrie weg, heute trifft es den Büroarbeitsplatz. "Breaking first is the bottom rung of the career ladder", schreibt er - also genau die Sprosse, auf der die Gen Z eigentlich den ersten Fuß fassen will.

Die Situation wird durch tarifinduzierte Unsicherheiten und schwankende Marktbedingungen zusätzlich erschwert. Gleichzeitig verändert KI die Spielregeln. Tools wie ChatGPT übernehmen nicht nur Texteingaben oder Code-Fragmente, sondern machen auch klar: Für viele Jobs zählen Fähigkeiten inzwischen mehr als Zertifikate. Dass sich ein Studium für junge Menschen zunehmend weniger lohnt, legen auch neue Daten aus den USA nahe.

Doch wer KI nutzt, steht nicht nur technisch, sondern auch sozial unter Druck. Eine aktuelle Studie zeigt, dass KI-Nutzer im Job oft als weniger kompetent wahrgenommen werden - ein Vorurteil, das selbst Bewerbungen negativ beeinflussen kann. Ein Paradoxon in Zeiten, in denen Effizienz eigentlich zählt.

Was Unternehmen jetzt tun

Unternehmen reagieren unterschiedlich: Einige streichen offenbar Einstiegsstellen, andere definieren sie neu. Jasper.ai-CEO Timothy Young etwa sucht bei jungen Bewerbern nicht mehr nach Titeln, sondern nach Neugier und Widerstandsfähigkeit.

Gleichzeitig wächst auf Arbeitgeberseite die Unsicherheit: Eine US-Umfrage zeigt, dass Angehörige der Gen Z sensible Unternehmensdaten in KI-Systeme eingeben. Gerade in Einstiegspositionen wird Vertrauen damit zur kritischen Ressource.

Trotz einzelner Rückzieher großer Techfirmen bei der Vollautomatisierung zeigt sich: Die Rolle von KI in Einstiegsberufen wird immer weiter wachsen. Ein Blick in Richtung Upskilling und Curricula-Anpassung ist bereits da. Doch die Gen Z, aufgewachsen mit Touchscreen statt Karriereplan, stellt andere Anforderungen - und benötigt andere Antworten. Raman fordert daher: mehr Verantwortung für Junior-Rollen, praxisnahe KI-Ausbildung und vor allem eines - neue Wege auf die Karriereleiter, auch wenn die unterste Sprosse gerade verschwindet.

Wie kann ein Berufseinstieg gelingen, wenn selbst der Einstiegspunkt verschwindet? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln. Folgen Sie uns außerdem für Neuigkeiten in der Hardware-Welt oder unsere exklusiven Inhalte gern auf Whatsapp und X. Unsere Video-Inhalte finden Sie bei Youtube, Instagram und Tiktok.

Quellen: New York Times via Fortune

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    • Kommentare (51)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Herr_M Software-Overclocker(in)
        Im Büro benötigt eine KI wenig Platz, im Lager gibt es bereits viel Platz. Auf einer Station im Krankenhaus aber ist es ohnehin schon gedrängt. Selbst wenn es unendlich viele Pflegekräfte gäbe, könnte man einen stationären Betrieb nur bis zu einer gewissen Anzahl umherlaufender Entitäten effizient praktizieren. Da laufen Physiotherapeuten mit sturzgefährdeten Patientinnen rum, Küchenpersonal, Konsilpersonal, Patiententransporte und mehrere Pflegekräfte überholen beidseits. Ein Robotor müsste hier erstens eine verdammt gute Wegfindung mitbringen, und zusätzlich auch schnell und für alle sicher agieren.

        Im Zimmer wird es unglaublich komplex, weil genau die Menschen, die Unterstützung oder gar Übernahme hinsichtlich Waschen, Kleiden, Ernährung, Ausscheidung und Sicherheit benötigen, ihre Bedürfnisse gar nicht unbedingt KI-adäquat kommunizieren können. Ein KI-gestützter Roboter müsste eine nicht nur schier menschliche sondern auch geschulte Achtsamkeit leisten, um nur halb so schnell abzupflegen, wie es Menschen können - glaub ich erst, wenn ich es sehe.

        Ergo hampeln da mehrere Roboter über die Station und stören. Die Technik bräuchte definitiv eine andere Infrastruktur, nicht nur eine Ladestation.
      • Von Herr_M Software-Overclocker(in)
        Im Büro benötigt eine KI wenig Platz, im Lager gibt es bereits viel Platz. Auf einer Station im Krankenhaus aber ist es ohnehin schon gedrängt. Selbst wenn es unendlich viele Pflegekräfte gäbe, könnte man einen stationären Betrieb nur bis zu einer gewissen Anzahl umherlaufender Entitäten effizient praktizieren. Da laufen Physiotherapeuten mit sturzgefährdeten Patientinnen rum, Küchenpersonal, Konsilpersonal, Patiententransporte und mehrere Pflegekräfte überholen beidseits. Ein Robotor müsste hier erstens eine verdammt gute Wegfindung mitbringen, und zusätzlich auch schnell und für alle sicher agieren.

        Im Zimmer wird es unglaublich komplex, weil genau die Menschen, die Unterstützung oder gar Übernahme hinsichtlich Waschen, Kleiden, Ernährung, Ausscheidung und Sicherheit benötigen, ihre Bedürfnisse gar nicht unbedingt KI-adäquat kommunizieren können. Ein KI-gestützter Roboter müsste eine nicht nur schier menschliche sondern auch geschulte Achtsamkeit leisten, um nur halb so schnell abzupflegen, wie es Menschen können - glaub ich erst, wenn ich es sehe.

        Ergo hampeln da mehrere Roboter über die Station und stören. Die Technik bräuchte definitiv eine andere Infrastruktur, nicht nur eine Ladestation.
      • Von soulstyle Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von PCGH_Torsten
        heißt nicht, dass es nicht kommt.
        Ganz im Gegenteil.
        Vielleicht muss in manchen Bereichen ein umdenken stattfinden.
        Ich finde, manche Vorgänge sind nicht mehr Menschenwürdig, wenn man sie Automatisiert.

        Aber ja, im Moment rollt eine Automatisierungswelle 4.0 auf uns zu.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von soulstyle
        Also, im Grundsatz gebe ich Dir recht.

        Wenn ich mir das mal mit einer Tel. Hotline vergleiche, dann ist es grauenhaft sich mit der Telefonsoftware auseinander zu setzen.
        Drücken sie dies, drücken sie das, geben sie das ein, nein zurück zum Hauptmenü.

        Und das ist bei einem technischen Problem zu einem Gerät...schon sehr nerven zereibend.

        Das sich in der Pflege vorzustellen, ist nur noch grauenvoll!!

        Jeder freut sich heute über eine persönliche Beratung / Behandlung......prost Mahlzeit mit den Computern, Robotern und KI.

        Ein Pfleger und ein Roboter an seiner Seite wäre ok, aber ganz ohne Mensch uiiiiiii.

        Jeder wird dann, die Verantwortung von sich schieben, "ja ist das System in Schuld", kein Bock drauf, danke!

        Wir manövrieren uns selber in die Einsamkeit.....

        Luxus wird demnächst sein, wenn sich reiche, vom echten Menschen pflegen lassen.
        Ich sage nicht, dass ich das erstrebenswert finde.
        Aber meine Erfahrung mit Dingen wie DRM, Touch-only-Bedienung, Daten-Klaut, Reisetaschen-großen "Mobil"-Geräten und einer Vielzahl weiterer Beispiele von Verkehr über Politik bis Schokoladenrezepturen sagt mir: Das ich etwas nicht-erstrebenswert finde, heißt nicht, dass es nicht kommt.
        Ganz im Gegenteil.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Gerade in dem Bereich wird sehr intensiv an KI und Robotik geforscht. Altenpflege ist ein extremer Wachstumsmarkt mit nahezu Abnahme-Garantie und insbesondere Japan hat eine noch weitaus stärker überaltete und, dem vernehmen nach, noch einwanderungsfeindlichere Gesellschaft als wird. Denen bleibt gar nichts anderes übrig, als diese Aufgaben zu automatisieren, weil die benötigte Arbeitskraft schlicht nicht im Land verfügbar sein wird. (Unabhängig von Ausbildung und Bezahlung.)
        Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen dass das funktioniert.
        Betreuung und Dinge wie Essen zureichen ja.
        Körperliche Pflege wie säubern und umlagern eher nicht.
        Duschen und anziehen sowieso nicht.
        Und die Medikamentenausgabe würde ich auch keiner KI überlassen.
      • Von soulstyle Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von PCGH_Torsten
        Gerade in dem Bereich wird sehr intensiv an KI und Robotik geforscht. Altenpflege ist ein extremer Wachstumsmarkt mit nahezu Abnahme-Garantie und insbesondere Japan hat eine noch weitaus stärker überaltete und, dem vernehmen nach, noch einwanderungsfeindlichere Gesellschaft als wird. Denen bleibt gar nichts anderes übrig, als diese Aufgaben zu automatisieren, weil die benötigte Arbeitskraft schlicht nicht im Land verfügbar sein wird. (Unabhängig von Ausbildung und Bezahlung.)
        Also, im Grundsatz gebe ich Dir recht.

        Wenn ich mir das mal mit einer Tel. Hotline vergleiche, dann ist es grauenhaft sich mit der Telefonsoftware auseinander zu setzen.
        Drücken sie dies, drücken sie das, geben sie das ein, nein zurück zum Hauptmenü.

        Und das ist bei einem technischen Problem zu einem Gerät...schon sehr nerven zereibend.

        Das sich in der Pflege vorzustellen, ist nur noch grauenvoll!!

        Jeder freut sich heute über eine persönliche Beratung / Behandlung......prost Mahlzeit mit den Computern, Robotern und KI.

        Ein Pfleger und ein Roboter an seiner Seite wäre ok, aber ganz ohne Mensch uiiiiiii.

        Jeder wird dann, die Verantwortung von sich schieben, "ja ist das System in Schuld", kein Bock drauf, danke!

        Wir manövrieren uns selber in die Einsamkeit.....

        Luxus wird demnächst sein, wenn sich reiche, vom echten Menschen pflegen lassen.
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