Gen Z: Immer weniger "Digital Natives" können mit der herkömmlichen Tastatur umgehen [Bericht]
Die Generation Z gilt als die erste, denen die PC-Technik gewissermaßen in die Wiege gelegt wurde. Ein US-Bericht suggeriert jedoch Verblüffendes: Viele der "Digital Natives" können nicht mit einer physischen Tastatur umgehen.
Eigentlich wird die Generation Z zu den ersten "echten Digital Natives" gezählt; also die erste Generation, die von Kindesbeinen an mit Technik und deren Bedienung aufgewachsen ist. Entsprechend könnte man meinen, dass für die überwiegende Mehrzahl der Gen-Z-Angehörigen jegliche Eingabegeräte am PC zumindest intuitiv nachvollziehbar ist. Ein vor wenigen Tagen veröffentlichter Bericht des Wall Street Journals (hinter Bezahlschranke) nimmt dieser These allerdings den Wind aus den Segeln: "Die Digital Natives verblüffen Lehrer und Eltern mit ihren mangelnden Tippfähigkeiten" auf der klassischen, physischen Tastatur, heißt es hier.
Laut einer Datenerhebung des US-Bildungsministeriums sollen im Jahr 2000 rund 44 Prozent der Highschool-Absolventen einen Tastaturkurs absolviert haben. 2019 sei dieser Wert hingegen auf nur noch 2,5 Prozent abgestürzt. Mit der eingangs erwähnten These, dass Gen Z solche Kurse nicht benötige, habe dieser Trend allerdings nichts zu tun: Mehrere dem Bildungssektor zugehörige Personen klagen darüber, dass diese Generation nicht in der Lage sei, eine Tastatur zu bedienen - und in großen Teilen schlicht kein Interesse daran haben.
Dies habe auch Auswirkungen auf die in den USA standardisierten Tests, die derzeit sukzessive auf computergestützte Prüfungen umgestellt werden. So seien die Schüler unsicher in der Handhabung einer physischen Tastatur, was dazu führe, dass diese öfter nach der richtigen Taste suchen müssen und folglich mehr Aufmerksamkeit auf die Bedienung als die eigentliche Beantwortung der gestellten Frage verwenden.
Der Grund für die fehlenden Tastaturkenntnisse könnte einer Umfrage des nicht staatlichen Meinungsforschungsinstituts "Pew Research Center" zufolge darin liegen, dass die Schüler und Studenten ihre Tippfähigkeiten auf natürliche Weise durch dauerhafte Gerätenutzung erlernen; im Falle der Gen Z also von Smartphone und Tablet. Beide Geräte verfügen von Haus aus allerdings nur über eine Bildschirmtastatur via Touchscreen, welcher laut dem WSJ-Bericht wohl von Digital Natives präferiert wird.
Diese Aussage wird durch einzelne Anekdoten vom Artikel als wahrscheinlich betrachtet; eine 18-jährige Studentin erzählt etwa, dass sie eine achtseitige Hausarbeit ausschließlich per iPad-Tastatur geschrieben hat und diese Eingabemethode bevorzugt benutzt. Die Onlineplattform Canvas zur Erstellung visueller Inhalte gab in diesem Kontext an, dass zwischen März und Mai 2024 rund 39 Prozent der zur Verfügung gestellten Inhalte per Mobilgerät hochgeladen wurden. Konkrete wissenschaftliche Studien zum Zusammenhang zwischen Digital Natives und den mangelnden Kenntnissen zur herkömmlichen Tastatur werden allerdings nicht zitiert.
Quelle: Wall Street Journal

Ich benutze es hauptsächlich als Autoschlüssel (Carsharing) oder zur Authentifizierung.
Für "richtige" Anwendungen ist mir der Bildschirm eines Handys viel zu klein. Selbst das Tablet ist schon grenzwertig.
Deren Kinder können dann gar nichts mehr schreiben, die machen das alles nur noch via Sprache zu Text... wenn die mal einen Text schreiben müssten, würde sie ein heutiges Kleinkind locker überholen
Allerdings würde ich sagen, dass die Anzahl an Kursteilnehmern in Tastaturkursen nicht unbedingt aussagekräftig ist. Ich schreib mit 10 Fingern und >500 Anschlägen pro Minute, ohne jemals einen solchen Kurs besucht zu haben. Und bin da sicher nicht der Einzige.
Deren Kinder können dann gar nichts mehr schreiben, die machen das alles nur noch via Sprache zu Text... wenn die mal einen Text schreiben müssten, würde sie ein heutiges Kleinkind locker überholen
*notetoself*
Daddelkiste für den Sohnemann bauen ASAP!
Der goldene Erziehungstip lautet also, fürs Lesen etabliert man schlaue Bücher (von mir aus auf dedizierten Lesegeräten ohne Hintergrundbeleuchtung, und bloss kein Kindle) und gepflegte "Killerspiele" goutiert man mit Maus & Tastatur.