KI-Forschung: Führender Google-Mitarbeiter prognostiziert millionenfach höhere Intelligenz durch Nanobots

4
News Jusuf Hatic Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
KI-Forschung: Führender Google-Mitarbeiter prognostiziert millionenfach höhere Intelligenz durch Nanobots
Quelle: Geralt via Pixabay

Menschliche Intelligenz bis 2029, die "Singularität" bis 2045: Ein führender KI-Forscher von Google sagt voraus, wie sich die Künstliche Intelligenz in den nächsten 20 Jahren entwickeln wird.

Seit geraumer Zeit dominiert in der Technikwelt vorrangig ein Thema die Forschungsziele: künstliche Intelligenz. Nahezu jeder namhafte Hersteller und Entwickler führt inzwischen "KI-getriebene" Produkte im Portfolio, von Vorreitern wie OpenAI mit ChatGPT bis Nvidias KI-Beschleuniger wie dem GB200-Chip ist jeder an Bord; selbst Fast-Food-Ketten wie McDonald's lassen sich vom KI-Hype anstecken und wollen künftig Bestellungen in Partnerschaft mit Google entgegennehmen.

Vom (Un-)Sinn entsprechender Lösungen einmal abgesehen, ist zweifelsohne festzustellen, dass KI gekommen ist, um zu bleiben. Ein Mann hat einen solchen Boom bereits vor rund 20 Jahren vorhergesagt: Ray Kurzweil, der als "führender KI-Forscher und -Visionär" bei Google arbeitet, erklärte 2005 in seinem Buch "The Singularity Is Near", dass Künstliche Intelligenz bis 2029 das Level menschlicher Intelligenz erreichen soll. Bis zum Jahr 2045 solle schließlich die "Singularität" stattfinden, womit Kurzweil die Verschmelzung von KI mit dem menschlichen Gehirn meint.

Diese Vorhersagen bekräftigte Kurzweil nun in einem Interview mit The Guardian im Zuge der Vorstellung seines neuen Buches "The Singularity Is Nearer". Den Aufschluss von KI zu menschlicher Intelligenz präzisiert er indes: So solle die Maschine 2029 in der Lage sein, "die besten Menschen in Schlüsselqualifikationen wie dem Schreiben von Oscar-prämierten Drehbüchern" zu übertreffen. Möglich mache dies die immer weiter steigende KI-Rechenleistung, die Kurzweil zufolge in der Lage sein wird, diesen Punkt in den kommenden Jahren zu erreichen.

Aufmerksamkeitserregender - immerhin bewirbt Kurzweil innerhalb des Guardian-Interviews auch sein neues Buch - ist da die Aussage zur "Singularität", die in rund 20 Jahren stattfinden soll. Im Gegensatz zu den wissenschaftlichen Definitionen des Begriffs erklärt Kurzweil hierzu, dass der Mensch künftig eine "Kombination aus natürlicher und kybernetischer Intelligenz" aufweisen wird. Gelingen soll dies mithilfe von Nanorobotern, die in der "Größe eines Moleküls nicht-invasiv durch die Kapillaren in unser Gehirn gelangen" sollen. Hiermit werde die menschliche Intelligenz bis 2045 "um ein Millionenfaches gesteigert und unser Bewusstsein vertieft".

Wie stehen Sie zu den Prognosen von Kurzweil? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln.

4
    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Acgira BIOS-Overclocker(in)
        Tiktok arbeitet mit Vehemenz daran den Westen dümmer zu machen, und das ziemlich erfolgreich. KI wird dann auch nicht mehr helfen.
      • Von Acgira BIOS-Overclocker(in)
        Tiktok arbeitet mit Vehemenz daran den Westen dümmer zu machen, und das ziemlich erfolgreich. KI wird dann auch nicht mehr helfen.
      • Von ich558 Volt-Modder(in)
        Nanobots? Was hat Iron Man damit zu tun?
      • Von DarkWing13 BIOS-Overclocker(in)
        Beim ersten Teil stimme ich Herrn Kurzweil noch zu.
        Der "Kipp-Punkt" könnte früher eintreten als von vielen gedacht.
        Beim Teil mit den Nanobots wird's etwas SF.
        Neben moralischen, gesetzgeberischen Gründen gibt es auch noch viele medizinische und technische Hürden.
        Einen Microroboter in eine Vene zu spritzen ist noch "etwas" entfernt von Nanorobotern die im Gehirm herum schwimmen.
        Die "Borg" lassen schon mal schön grüßen.
      • Von Misanthrop68 Volt-Modder(in)
        Kurzweil als bekennender Posthumanist hat er schon eine doch sehr einseitige Sichtweise, was an Technische-Entwicklung möglich ist. Er ist aber durch seine Arbeit bei Alphabet sehr tief in der Materie drin und hat Maßgeblich den Fortschritt mitgestaltet. In seinen Bücher hat er deutlich beschrieben wie er die Folgen der Singularität in der KI-Forschung seht. Für ihn ist es klar das alle Menschen durch die Verschmelzung vom Menschen und Technik ein besser Leben erwartet. Übermenschliche Fähigkeiten und das Heilen aller Krankheiten sind nur eine Frage der Zeit.

        Die Kritik das technologische Posthumanismus mit relevanten politischen und vor allem ethischen Fragen ignoriert, lässt er komplett außen vor. Die Möglichkeit der Manipulation von Menschen ist für viele Einrichtungen verlockend und durch geringen Aufwand umsetzbar. Da die Manipulation sehr viele Anreiße bietet, werden nicht nur Diktaturen die Technik für ihre Zwecke missbrauchen. Auch NGO werden großen Gebrauch davon machen. Es gib auf der anderen Seite keine Möglichkeit den sozialen Druck zu entkommen und ohne Augmentationen einen Teil der Gesellschaft zu sein.

        Es wird zu einer moralische und ethische Grundsatzdiskontion kommen, die zu eine komplett neue Ausrichtung des Miteinander würden wird. Wenn wir es nicht schaffen ein Konzens schneller zu finden als das Erreichen der Singularität, wird eine Zukunft wie in Deus Ex sehr wahrscheinlich, da das Konfliktpotenzial sehr hoch ist.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk