KI-Forschung: Führender Google-Mitarbeiter prognostiziert millionenfach höhere Intelligenz durch Nanobots
Menschliche Intelligenz bis 2029, die "Singularität" bis 2045: Ein führender KI-Forscher von Google sagt voraus, wie sich die Künstliche Intelligenz in den nächsten 20 Jahren entwickeln wird.
Seit geraumer Zeit dominiert in der Technikwelt vorrangig ein Thema die Forschungsziele: künstliche Intelligenz. Nahezu jeder namhafte Hersteller und Entwickler führt inzwischen "KI-getriebene" Produkte im Portfolio, von Vorreitern wie OpenAI mit ChatGPT bis Nvidias KI-Beschleuniger wie dem GB200-Chip ist jeder an Bord; selbst Fast-Food-Ketten wie McDonald's lassen sich vom KI-Hype anstecken und wollen künftig Bestellungen in Partnerschaft mit Google entgegennehmen.
Vom (Un-)Sinn entsprechender Lösungen einmal abgesehen, ist zweifelsohne festzustellen, dass KI gekommen ist, um zu bleiben. Ein Mann hat einen solchen Boom bereits vor rund 20 Jahren vorhergesagt: Ray Kurzweil, der als "führender KI-Forscher und -Visionär" bei Google arbeitet, erklärte 2005 in seinem Buch "The Singularity Is Near", dass Künstliche Intelligenz bis 2029 das Level menschlicher Intelligenz erreichen soll. Bis zum Jahr 2045 solle schließlich die "Singularität" stattfinden, womit Kurzweil die Verschmelzung von KI mit dem menschlichen Gehirn meint.
Diese Vorhersagen bekräftigte Kurzweil nun in einem Interview mit The Guardian im Zuge der Vorstellung seines neuen Buches "The Singularity Is Nearer". Den Aufschluss von KI zu menschlicher Intelligenz präzisiert er indes: So solle die Maschine 2029 in der Lage sein, "die besten Menschen in Schlüsselqualifikationen wie dem Schreiben von Oscar-prämierten Drehbüchern" zu übertreffen. Möglich mache dies die immer weiter steigende KI-Rechenleistung, die Kurzweil zufolge in der Lage sein wird, diesen Punkt in den kommenden Jahren zu erreichen.
Aufmerksamkeitserregender - immerhin bewirbt Kurzweil innerhalb des Guardian-Interviews auch sein neues Buch - ist da die Aussage zur "Singularität", die in rund 20 Jahren stattfinden soll. Im Gegensatz zu den wissenschaftlichen Definitionen des Begriffs erklärt Kurzweil hierzu, dass der Mensch künftig eine "Kombination aus natürlicher und kybernetischer Intelligenz" aufweisen wird. Gelingen soll dies mithilfe von Nanorobotern, die in der "Größe eines Moleküls nicht-invasiv durch die Kapillaren in unser Gehirn gelangen" sollen. Hiermit werde die menschliche Intelligenz bis 2045 "um ein Millionenfaches gesteigert und unser Bewusstsein vertieft".
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Der "Kipp-Punkt" könnte früher eintreten als von vielen gedacht.
Beim Teil mit den Nanobots wird's etwas SF.
Neben moralischen, gesetzgeberischen Gründen gibt es auch noch viele medizinische und technische Hürden.
Einen Microroboter in eine Vene zu spritzen ist noch "etwas" entfernt von Nanorobotern die im Gehirm herum schwimmen.
Die "Borg" lassen schon mal schön grüßen.
Die Kritik das technologische Posthumanismus mit relevanten politischen und vor allem ethischen Fragen ignoriert, lässt er komplett außen vor. Die Möglichkeit der Manipulation von Menschen ist für viele Einrichtungen verlockend und durch geringen Aufwand umsetzbar. Da die Manipulation sehr viele Anreiße bietet, werden nicht nur Diktaturen die Technik für ihre Zwecke missbrauchen. Auch NGO werden großen Gebrauch davon machen. Es gib auf der anderen Seite keine Möglichkeit den sozialen Druck zu entkommen und ohne Augmentationen einen Teil der Gesellschaft zu sein.
Es wird zu einer moralische und ethische Grundsatzdiskontion kommen, die zu eine komplett neue Ausrichtung des Miteinander würden wird. Wenn wir es nicht schaffen ein Konzens schneller zu finden als das Erreichen der Singularität, wird eine Zukunft wie in Deus Ex sehr wahrscheinlich, da das Konfliktpotenzial sehr hoch ist.