Konkurrenz für Microsoft Bing mit ChatGPT: Google Bard zieht in Google-Suche ein und zeigt Deepfake

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Google-Suche mit KI-Tool Bard
Quelle: Google

Auf der Entwicklerkonferenz Google I/O wurde die Google-Suche mit KI-Tool Bard gezeigt. Zudem können Deepfakes mit Universal Translator erstellt werden.

Am 7. Februar zeigte Microsoft das neue Bing mit ChatGPT. Die Konkurrenz wollte möglichst schnell reagieren, doch bei der eiligst einberufenen Präsentation am 8. Februar enttäuschte Google Bard. So verlor der Aktienkurs von Alphabet nach dem KI-Vorstellungsevent 100 Milliarden US-Dollar. KI-Tools leben von der Eingabe der Nutzer und der Bewertung der Antworten, um im Laufe der Zeit besser zu werden. Rund um den 22. März startete Google dann die Testphase für registrierte Betatester zu Bard. Zur Entwicklermesse Google I/O hat das Unternehmen aus Mountain View nun angekündigt, dass das KI-Tool direkt in die Google-Suche integriert und auch App-Entwicklern zur Integration bereitstehen wird. Laut Google handelt es sich bei Bard weiterhin um ein Experiment, jede gegebene Antwort sollte daher von Nutzern explizit geprüft werden, indem man etwa auf die angegebenen Quellen klickt.

KI-Tool Google Bard noch nicht in der Google-Suche in der EU, aber in Google-Apps

So lassen sich neben der klassischen Linkliste auch Chats mit Bard führen, wobei das KI-Tool immer eine Quellenangabe angibt. Neben der textuellen Antwort zeigt die neu gestaltete Google-Suche Webseitenlinks mit Titel und Aufmacherbild sowie passende Youtube-Videos an. Unterhalb des Chats findet sich dann die gewohnte Linkliste der Google-Suche. Die neue Suche mit KI-Chatbot ist weiterhin ein Experiment, an dem Nutzer aus über 180 Ländern teilnehmen können, solange die Sprachen Englisch, Koreanisch oder Japanisch sind. Laut Google kommt Search Labs, wie die experimentelle Suche genannt wird, erst dann in die EU, wenn rechtliche Fragen zur DSGVO geklärt sind. Folglich gibt es noch keine KI-gestützte Google-Suche in der EU. Via VPN-Tool lässt sich die neue Suche jedoch auch hierzulande testen, wobei derzeit nur englische Sprache unterstützt wird. Die Konkurrenz von Microsoft kann hingegen regulär innerhalb der EU und auf Deutsch genutzt werden. Seit 4. Mai lässt sich Microsoft Bing mit ChatGPT von jedem mit einem Microsoft-Konto nutzen. Im Gegensatz zu ChatGPT setzt Google Bard auf PaLM2 als Large Language Model. Google will als Trainingsdatensätze 540 Milliarden Parameter genutzt haben, Konkurrent Open AI mit ChatGPT hat GPT-4 dagegen mit 100 Billionen Parametern trainiert.

Bildergalerie

In den kommenden Monaten wird die KI in zahlreiche Google-Tools Einzug halten, wobei diese App-Updates auch in der EU verfügbar sein werden. Hierzu gehört etwa die App Google Fotos, die, nachdem bereits verfügbaren Magic Eraser weitere Fotobearbeitungsfunktionen unter dem Namen Magic Editor erhalten wird. So lassen sich beispielsweise Objekte ergänzen. In Google Maps wird es in einigen Städten immersive View für Routen geben. Hierbei wird unter anderem der aktuelle Verkehr animiert und das Wetter angezeigt. In Gmail soll das KI-Tool Textvorschläge unterbreiten können. Mit Universal Translator arbeitet Google derzeit an einer Nachvertonung von Videos durch KI. Anhand eines Ausgangsvideos wird Sprache transkribiert, dann via Google Übersetzer in eine andere Sprache übersetzt und dann eine Audio-Datei in der gewählten Sprache erstellt. Im Video gibt es eine Lippensynchronisation, sodass der Darsteller eine neue Sprache dank KI erlernt hat. Noch befindet sich diese Funktion im Versuchsstadium. Google möchte Wasserzeichen integrieren, um Missbrauch vorzubeugen.

Ebenfalls lesenswert: Konkurrenz für ChatGPT: Google startet Test zu KI-Tool Bard

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Sammlung zu Google Bard in der Suche und Co.:

  • Zur Google I/O hat das Unternehmen die neue Google-Suche mit KI-Tool Bard vorgestellt. Die Testphase läuft in 180 Ländern in den Sprachen Englisch, Koreanisch und Japanisch.
  • In der EU wird es die neue KI-gestützte Suche vorerst nicht geben, weil rechtliche Fragen rund um die DSGVO aktuell ungeklärt sind. Die Konkurrenz, etwa ChatGPT, ist dagegen regulär in der EU nutzbar.
  • Neben der klassischen Linkliste verfügt die neue Google-Suche über einen Chat mit Bard, wobei das KI-Tool immer eine Quellenangabe angibt.
  • Google integriert die KI auch in weitere Produkte. So gibt es in der App Google Fotos künftig den Magic Eraser mit KI-basierten Fotobearbeitungsfunktionen. In Gmail soll das KI-Tool Textvorschläge unterbreiten können.
  • Mit Universal Translator kann ein KI-Tool Deepfakes in Videos erstellen. Im Video gibt es eine Lippensynchronisation, sodass der Darsteller eine neue Sprache dank KI erlernt hat.

Quellen: Google (1), Google (2), Google (3), Google (4), Winfuture, AXSemantics

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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        Diese ganze KI Sache ist das ideale Feuerwerk für alle Schwurbler, (religiöse) Fanatisten und Diktatoren/Despoten der Welt.
        So kann jeder jetzt seine eigene Weltanschaung zur "Wirklichkeit" werden lassen.
        Das war die beste Erfindung seit Skynet in Terminator und sonstige Filme, die man eigentlich als Warnung hätte ernst nehmen sollen, anstatt dem nachzueifern.
        Man braucht die strenge Gesetzgebung und Kontrolle vor dem Einsatz solcher Sachen, nicht erst nachträglich, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist.
        Ganz schlimm ist es, wenn man den Großkonzernen allzu gerne komplett freie Hand dabei lässt, was sie auf die Menschheit loslassen.
        Hat man sich eigentlich schon Gedanken darüber gemacht, was passiert, wenn man tatsächlich mal irgendwann den Mars betreten und ggf. Kolonialisieren möchte?
        Thema Raubbau und Besitzansprüche etc., siehe Mars die Serie, die gleichzeitig eine Dokumentation ist. (Vorsicht, enthält Musk auf der anscheinend guten Seite).
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        Diese ganze KI Sache ist das ideale Feuerwerk für alle Schwurbler, (religiöse) Fanatisten und Diktatoren/Despoten der Welt.
        So kann jeder jetzt seine eigene Weltanschaung zur "Wirklichkeit" werden lassen.
        Das war die beste Erfindung seit Skynet in Terminator und sonstige Filme, die man eigentlich als Warnung hätte ernst nehmen sollen, anstatt dem nachzueifern.
        Man braucht die strenge Gesetzgebung und Kontrolle vor dem Einsatz solcher Sachen, nicht erst nachträglich, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist.
        Ganz schlimm ist es, wenn man den Großkonzernen allzu gerne komplett freie Hand dabei lässt, was sie auf die Menschheit loslassen.
        Hat man sich eigentlich schon Gedanken darüber gemacht, was passiert, wenn man tatsächlich mal irgendwann den Mars betreten und ggf. Kolonialisieren möchte?
        Thema Raubbau und Besitzansprüche etc., siehe Mars die Serie, die gleichzeitig eine Dokumentation ist. (Vorsicht, enthält Musk auf der anscheinend guten Seite).
      • Von Registrierzwang Software-Overclocker(in)
        D.h. jetzt kann ChatGPT bei/mit Bing mit Google Bard um die Wette "halluzinieren" (= Dinge erfinden oder einfach den Fragenden falsch informieren).
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