Echte Grafik statt ASCII: KI wandelt Spiel in Echtzeit um - mit Kompromissen
Der Software-Entwickler Jeff Schomay hat versucht, sein ASCII-Spiel mithilfe von KI mit einer hübscheren Grafik auszustatten. Das ist zwar in Echtzeit möglich, die KI-Umwandlung hat aber auch deutliche Probleme.
Der Einsatz von KI in Spielen stößt zwar immer wieder auf Ablehnung. Gleichzeitig werden entsprechende Tools aber trotzdem immer weiter entwickelt und auch genutzt. Unter anderem versuchte jüngst der Software-Entwickler Jeff Schomay, ein von ihm entwickeltes ASCII-Rollenspiel namens Thunder Lizard per KI mit einer richtigen Spiel-Grafik zu versehen. Dazu nutzte er den KI-Dienst fal.ai, um die vom Spiel "gerenderten" Bilder mit einer Bild-zu-Bild-KI aufzuhübschen.
Verschönerung mit Problemen
Das größte Problem bei der Auswahl des Modells war dabei die Latenz: Nur wenige Modelle konnten das übertragene Bild mit 512 × 512 Pixeln in 100 ms umwandeln und damit die vom Spiel angestrebte Bildrate von 10 Fps erreichen. Am Ende soll das mit fast-lcm-diffusion auf Basis von Stable Diffusion 1.5 gelungen sein. So konnte die ASCII-Grafik in Echtzeit in eine Landschaft mit erkennbaren Hügeln, Gewässern und Lavagebieten umgewandelt werden - genau wie in der ASCII-Vorgabe dargestellt.
Quelle: Jeff Schomay (Blog)
Jeff Schomay hat die Bildumwandlung mit verschiedenen Generatoren ausprobiert. Problematisch war dabei vor allem die Rechenzeit.
Grafisch lässt das Ergebnis allerdings stark zu wünschen übrig. Es sieht zwar in Standbildern besser aus als die reine ASCII-Darstellung, moderne 2D-Spiele bieten aber einen deutlich höheren Detailgrad. Mit einem speziell auf diese Ansichtsart trainierten Modell konnte Schomay zwar noch eine deutlich schönere Optik erzielen. Dann benötigt das Modell aber deutlich zu lange - stolze vier Sekunden pro Bild. Zudem dürfte auch das nicht gegen die typischen KI-Probleme helfen: Es mangelt an Bildkonsistenz, Details werden laufend entfernt oder dazu erfunden.
Quelle: Jeff Schomay (Blog)
Besonders gute Ergebnisse lieferte ein passend angelerntes Modell. Dieses für den Praxiseinsatz aber zu langsam.
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Die Umwandlung gelingt so zwar, und das Ergebnis ist durchaus erkennbar. Um das Spiel zu spielen, wäre die originale ASCII-Grafik aber wohl trotzdem besser. Und falls eine hübschere Grafik gewünscht ist, wäre auch das ohne die genannten Probleme möglich - mit einer klassischen, algorithmischen Lösung. Diese dürfte der hier angestrebten Umwandlung problemfrei gewachsen sein, indem vorgefertigte Texturen geschickt auf Basis der Eingangsdaten kombiniert werden. Das Experiment von Schomay bleibt also genau das - ein Experiment, das zwar funktioniert, aber auch zeigt, dass KI noch lange kein Allheilmittel ist.
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Quelle: Jeff Schomay (Blog, Youtube) via Tom's Hardware

Das sieht besser aus als das Original (imho)
Texture-Packs kommen ja meist von dort
Hast überhaupt schonmal mit KI gearbeitet?
Scheinst ja ein Profi zu sein.
Zeig uns mal, was du aus dieser Textur zauberst
Man fragt sich, wie die Entwickler von WoW das vor über 25 Jahren alles so geschafft haben. Ganz ohne KI.
Aber man bummelt ja auch nicht mehr durch die Stadt, sondern nutzt E-Roller/ E-Scooter.
Gruß T.
Außerdem tötet die KI-Grafik imo die Fanatsie im Kopf und damit das eigentliche Interesse an der Sache ... ähnliches Phenomän wie bei heutiger immer realistischer werdender Computergrafik in Spielen, die dadurch zwar hübscher aber nicht ansatzweise mehr so geil sind wie frühere, wo man sich noch vieles dazudenken mußte, oder für die älteren: der Film zum gelesenen Buch, der dann überhaupt nicht zur schon im Kopf gebildeten Vorstellung paßt.