Bericht: Versicherer setzen KI-Drohnen zur Überwachung bei Hausratversicherungen ein
"KI-gestützte Luftüberwachung" soll bei einem Hausbesitzer dazu geführt haben, dass die zugehörige Versicherung gekündigt wurde. Entsprechend wird über die Rechtmäßigkeit solcher KI-Einsätze diskutiert.
Vom Nutzen und den Gefahren künstlicher Intelligenz wird seit Monaten rege diskutiert. Eine kürzlich auf dem Online-Magazin Business Insider veröffentlichte Kolumne löst nun auf dem Privacy-Subreddit eine Grundsatzdiskussion aus.
Beim Autor des Berichts handelt es sich um Albert Cahn, der der Gründer des "Surveillancy Technology Oversight Project" (STOP) ist und unter anderem für den Schutz der Privatsphäre und Abschaffung der Massenüberwachung durch lokale Behörden steht. Einer solchen Überwachung scheint Cahn zum Opfer gefallen zu sein, denn seine Hausratsversicherung vom Unternehmen "Travelers" wurde plötzlich gekündigt. Der Grund: "KI-gestützte Luftüberwachung", wie der Travelers-Angestellte Cahn gegenüber erklärt hat.
Diese per Drohne durchgeführte Kontrolle soll wohl Moos auf dem Dach des Hausbesitzers entdeckt haben, was der KI-Algorithmus wohl als "erhebliches Risiko" eingestuft hat - zu erheblich, um das Versicherungsverhältnis fortzuführen. Entsprechend argumentiert Cahn, dass KI-gesteuerte Überwachung zu ungerechten Entscheidungen führen könne; immerhin hätten Versicherungen einen Anreiz zu einem solchen KI-Einsatz, um Ansprüche zu verweigern und potenziell unnötige Reparaturen zu erzwingen, da keinerlei Konsequenzen für den Versicherer zu befürchten sei.
Angesichts dessen fordert Cahn strengere und vor allem zeitnaher Regulierungen, um Verbraucher vor missbräuchlicher KI-Nutzung zu schützen. Travelers selbst wehrt sich allerdings gegenüber Business Insider gegen die Vorwürfe: "Die verwendeten hochauflösenden Luftaufnahmen stammen nicht von einer Drohne". Aussagen zum gemeldeten Einsatz von KI finden sich in der kurzen Stellungnahme allerdings nicht.
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also sowas versteh ich komplett
ich brauch aber den nervenkitzel
Eine Hausratversicherung ist auch nicht schlecht (und kostet sehr wenig), denn auch zu Miete bezahlt dir bei Feuer, oder Wasserschaden, keiner dein Zeugs in der Wohnung.
zum Thema:
Der Betroffene kann noch von Glück sagen, dass der Versicherer gekündigt hat und ihm weitere Beitragszahlungen erspart hat!
Die ganz findigen Versicherer lassen weiter bezahlen und legen im Schadensfall die Beweisfotos mit dem Moos von der Drohne vor und verweigern dann die Zahlung.
am ende bist eh immer der blöde esel
1. ich zur Miete ohne Wohneinheiten wohnen würde (Haus und eigentumsversicherungen)
2. ich kein Auto hätte (kfz Versicherung )
3. ich arbeitsloser bürgergeldempfänger wäre (berufsunfähigkeitsversicherung)
4. ich auf mein Erscheinungsbild und meine Gesundheit wenig geben würde (zahnzusstzversicherungen etc)
Wäre der anders gesagt: je mehr ich habe und je mehr ich erhalten will, desto mehr Versicherungen brauche ich.
Mit wenig Besitz und wenig Anspruch lebt es sich halt immer leichter - nicht nur wegen den Versicherungen.
Meine Fälle waren:
1. Freundin im strömenden Regen mit dem Auto abgeholt, noch mit ihr telefoniert um sie zu finden, Handy auf den Beifahrersitz geschmissen und sie hat sich drauf gesetzt. War im Eimer. Antwort der Versicherung: Handy gehört nicht auf den Beifahrersitz.
2. Fall: irgend ein Dude hatte ne Topfpflanze draußen auf dem Fensterbrett und die ist mir direkt aufs autodach gefallen. Riesen delle drin, aber uralter ford ka mit kaum noch Wert. Versicherung: höhere Gewalt.
3. Fall: kleines Kind von Freunden hat sich im Bad eingeschlossen, hat die Tür nicht mehr entriegelt bekommen. Also hat der Papa die Tür mit meinem Einverständnis aufgebrochen. Versicherung: hätte ich ihm ja nicht erlauben müssen. Hätte das Kind halt warten müssen bis die Feuerwehr (!) da ist.
Nur um zu zeigen dass das keine völlig absurden Fälle waren wo die Schuldfrage jetzt uneindeutig wäre. Aber der Wert war immer unter 1000€, also wenig Möglichkeit zur Gegenwehr und hohe Wahrscheinlichkeit dass der Geschädigte aufgibt.
Beispiel: Für ca. 20 Euro mehr im Monat, hätte ich mein Fahrrad gegen Diebstahl versichern können. Die Hausratsversicherung brauche ich ohnehin. Super Angebot, wenn da nicht das Normalgedruckte im Vertrag stehen würde: Gilt nur, wenn das Fahrrad mehr als 10 km von der Wohnung entfernt gestohlen wird. Ganz toller Versicherung. Bringt mir halt nichts, wenn mir das Fahrrad wieder mal am Bahnhof gestohlen wird.
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Was den Artikel angeht: Menschen werden auch immer perfider. Wie schon geschrieben, gibt es eine Menge Betrüger, die irgendwie etwas aus der Versicherung rausholen wollen. Klingt ja nach einem lohnenswerten Geschäft.
Im Gegenzug die eigene Absicherung der Versicherung durch umfassendere Fragebögen und Technik zu erhöhen, scheint mir nachvollziehbar. Was mich wundert: Wieso wird ihm die Versicherung Ersatzlos gekündigt, wenn sich das Risiko dieser Person ändert? Man könnte initial so eine Prüfung machen, ja. Man kann regelmäßige Prüfungen auch vertraglich vereinbaren und Verpflichtungen des Versicherungsnehmers zur Erhaltung seines Risikolevels niederschreiben. Alles möglich. Auch automatisiert mit "KI" und Drohnen.
Ob man bei so einer Versicherung einen Vertrag abschließen möchte, steht auf einem anderen Blatt. Aber am Ende stellt sich immer die unverschämte Frage: "Datenschutz? Hast du etwas zu verbergen?"
Die Telematik Tarife für KFZ Versicherungen scheinen oftmals auch recht lukrativ zu sein. Menschen fahren ordentlicher, weil sie kontrolliert werden. Im Gegenzug bezahlen sie weniger. Für die Versicherung sinkt das Risiko eines Versicherungsfalls. Win-Win? Ich weiß nicht. Die Algorithmen liegen nur teilweise offen und diese technische ständige Kontrolle unter Androhung von Konsequenzen führt meiner Meinung nach langfristig zu psychischen Schäden. Allen voran Depressionen. Bossware schlägt ja in dieselbe Kerbe. Schön kontrollieren, dass der Arbeitnehmer auch die ganze Zeit im Hamsterrad läuft, sonst wird automatisiert ein Alarm verschickt. Dass man daran einfach kaputt geht, steht außer Frage.
Auch die Versicherer müssen ein Risiko tragen. Fertig. Man kann nicht alles ausklammern und detaillierter Erfassen als die Versicherten eigentlich selbst über sich und ihr Eigentum Bescheid wissen.