Kopfhörer-Kaufberatung: Akkulaufzeit, Telefonie und ANC
Quelle: Nothing, Sennheiser, Bose
Seite 3:

Kopfhörer-Kaufberatung: Akkulaufzeit, Telefonie und ANC

7
Special Veronika Maucher Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Wir gehen unter anderem auf das Thema Akkulaufzeit, auf die Telefonie mit Kopfhörern und auf die verschiedenen Umgebungsmodi ein.

Akkulaufzeit und Quick Charge bei Bluetooth-Kopfhörern

Wer gerne stundenlang Musik im Ohr hat, der sollte beim Kauf von Kopfhörern auf die Akkulaufzeit achten. Namhafte Hersteller versprechen in der Regel um die 30 Stunden ungetrübten Genuss und halten das auch. Natürlich gilt es dabei zu beachten, dass aktiviertes ANC (Active Noise Cancelling) die Akkulaufzeit zusätzlich verringert. Ein echtes Akku-Monster ist übrigens der von uns getestete Creative Zen Hybrid Pro mit bis zu 100 Stunden Laufzeit (ohne ANC).

Interessant ist auch die Angabe, wie lange der Akku benötigt, um aufgeladen zu sein. Häufig finden sich hier relativ kleine Zeiten von 2 Stunden - auch hierauf sollte geachtet werden, wenn es dem Nutzer wichtig ist, seine Kopfhörer stets einsatzbereit zu haben. Viele Hersteller bieten außerdem die Funktion Quick Charge. Das heißt, dass innerhalb von circa 15 Minuten Ladezeit immerhin zwei Stunden Akkulaufzeit wiederhergestellt sind. Das kann von Vorteil sein, wenn man gerne einmal vergisst, die Kopfhörer zu laden.

Alles im Griff: Mit den Tasten an der Außenschale der Ohrmuschel kann schnell zwischen verschiedenen Modi gewechselt, ein Anruf angenommen oder die Lautstärke geregelt werden. Quelle: Technics Alles im Griff: Mit den Tasten an der Außenschale der Ohrmuschel kann schnell zwischen verschiedenen Modi gewechselt, ein Anruf angenommen oder die Lautstärke geregelt werden.

Mikrofon für Anruf-Funktion, Alexa und Google-Assistent

Weitere Kriterien, die für manche mehr und für andere weniger eine Rolle spielen, sind ein integriertes Mikrofon und damit einhergehend Telefonie und Sprachsteuerung. Viele der Kopfhörer, die auf eine Nutzung für unterwegs ausgelegt sind, kommen mittlerweile mit integriertem Mikrofon - entweder im Kabel oder in einer der Ohrmuscheln versteckt. Studio-taugliche Over-Ears hingegen verzichten meist auf die Telefonie-Funktion, denn hier sind die Prioritäten klar auf ungestörtes Musikhören gelegt.

Das Annehmen von Anrufen erfolgt je nach Modell über eine Taste an der Ohrmuschel, eine winzige Fernbedienung am Kabel oder das Smartphone selbst. Dabei sollte man sich genau darüber informieren, wie der jeweilige Kopfhörer arbeitet. Es kann zum Beispiel sein, dass Telefonie über den Kopfhörer nur gestartet wird, wenn man sie über den Knopf an der Ohrmuschel annimmt und nicht, wenn man am Smartphone selbst abhebt.

Ein weiterer Vorteil des integrierten Mikrofons ist die Möglichkeit der Sprachsteuerung. Viele On- und Over-Ears sind Alexa- und Google-Assistent-fähig, manche unterstützen auch Siri. Das ermöglicht dem Nutzer beispielsweise, die Liedersuche, das Regeln der Lautstärke, die Frage nach dem Wetter oder andere Dinge per Sprachsteuerung zu klären.

Aktives und passives Noise-Cancelling

Generell sind Over-Ear-Kopfhörer darauf ausgelegt, störende Umgebungsgeräusche zu vermindern, sodass der Nutzer seine Musik möglichst störungsfrei genießen kann.

Manche arbeiten mit passivem Noise Cancelling. Das heißt, die Bauweise und Füllung der Ohrpolster sind so konzipiert, dass sie eine natürliche physikalische Barriere für Außengeräusche bilden. Dadurch wird die Umgebung bei einigermaßen guten Kopfhörern so leise, dass sie spätestens bei laufender Musik kaum mehr auffällt. Natürlich können sehr laute Geräusche, beispielsweise wenn man in einem fahrenden Zug sitzt, nicht komplett eliminiert werden, sie verkommen aber zu einem relativ leisen Hintergrundsummen.

Aktives Noise Cancelling (ANC) arbeitet mit Antischall. Hier wird also ein künstliches Signal erzeugt, das dem störenden Schall mit entgegengesetzter Polarität entspricht. Das Ganze nennt sich auch "destruktive Interferenz". Von außen kommende Geräusche werden auf diese Weise für das Ohr nicht hörbar gemacht. Das sorgt für absolut sorgenfreien Musikgenuss, strapaziert aber den Akku, denn die kontinuierliche Erzeugung des Antischalls benötigt freilich Energie.

Weitere Modi zu Umgebungsgeräuschen

Nichts zu hören, außer der Lieblingsmusik, ist generell eine tolle Sache. Jedoch gibt es Situationen, in denen es unpraktisch oder gar gefährlich sein kann, wenn man seine Umgebung akustisch nicht wahrnimmt. Wenn im Büro beispielsweise die Kollegen erst mit wilder Gestikulation auf sich aufmerksam machen müssen. Oder wenn man zu Fuß, auf Skateboard, Scooter, Rad oder Inlineskates im Straßenverkehr unterwegs ist. Für das grundsätzliche Hören von Umgebungsgeräuschen auf leisem Niveau haben viele Kopfhörer einen Ambient-Aware-Modus, der oftmals per Knopfdruck an einer Ohrmuschel flink eingestellt werden kann. Will man sich kurzfristig mit jemandem unterhalten, die Kopfhörer aber nicht abnehmen, bieten viele Hersteller außerdem einen Modus, der die Musik per Knopfdruck aus und die Umgebung laut schaltet.

7
  1. Seite 1 Einleitung und Kurztests
  2. Seite 2 Sind Bluetooth-Kopfhörer schlechter?
  3. Seite 3 Akkulaufzeit, Telefonie und ANC
  4. Seite 4 Impedanz und Kennschalldruckpegel
  5. Seite 5 Worauf Sie beim Kauf sonst noch achten sollten
    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von TollerHecht Software-Overclocker(in)
        Nach ~20 Kopfhörern (27-1600€) kann ich nur 3 Empfehlen.

        DT 990 (egal welche version)
        Hifiman HE5XX
        Hifiman Edition XS

        Sobald bose oder Sennheiser draufsteht is bei mir vorbei, hab sowohl die HD650 als auch HD800 gehabt. Kompletter Blechdosen müll.

        Magnetostaten kriegt man mittlerweile für n apple und ein ei, gibt keinen Grund noch dynamische treiber zu kaufen... die einzigen die mich überzeugen konnten waren wie gesagt die 990er, 1990er und Amiron. Bei den letzten 2 rechtfertigt es aber nicht den aufpreis zu den 990ern.

        Wenn man ordentlichen Klang will dann sollte man jeglichen Bose, JBL, Teufel usw. kram meiden, die hatten vor 20 Jahren "okayen" Sound, aber immer noch nicht wie das Profizeug dass man heutzutage für wenig Geld bekommt. Beyerdynamic hat niemand gekannt, aber die waren damals schon 20 etagen über dem mediamarkt zeug. Nur dass man jetzt davon weiß und auch dran kommt. Durch das Internet hat sich halt irgendwann rumgesprochen was gut ist. (Hifiman, Beyer, Audeze)

        Zu superlux ... puh wenn man kein Budget hat dann besser als ein gaming Headset für 120€. Aber qualität unterirdisch, und wirklich nur der Einstieg um zu sehen "was so geht". Zwischen nem HD681 und nem DT880 etc. liegt immer noch so eine welt wie zwischen Logitech G35 und DT990, nicht mal wegen den verwendeten Treibern sondern wegen den pads, dem gehäuse, anpressdruck etc. pp da spielt einfach alles mit.
      • Von TollerHecht Software-Overclocker(in)
        Nach ~20 Kopfhörern (27-1600€) kann ich nur 3 Empfehlen.

        DT 990 (egal welche version)
        Hifiman HE5XX
        Hifiman Edition XS

        Sobald bose oder Sennheiser draufsteht is bei mir vorbei, hab sowohl die HD650 als auch HD800 gehabt. Kompletter Blechdosen müll.

        Magnetostaten kriegt man mittlerweile für n apple und ein ei, gibt keinen Grund noch dynamische treiber zu kaufen... die einzigen die mich überzeugen konnten waren wie gesagt die 990er, 1990er und Amiron. Bei den letzten 2 rechtfertigt es aber nicht den aufpreis zu den 990ern.

        Wenn man ordentlichen Klang will dann sollte man jeglichen Bose, JBL, Teufel usw. kram meiden, die hatten vor 20 Jahren "okayen" Sound, aber immer noch nicht wie das Profizeug dass man heutzutage für wenig Geld bekommt. Beyerdynamic hat niemand gekannt, aber die waren damals schon 20 etagen über dem mediamarkt zeug. Nur dass man jetzt davon weiß und auch dran kommt. Durch das Internet hat sich halt irgendwann rumgesprochen was gut ist. (Hifiman, Beyer, Audeze)

        Zu superlux ... puh wenn man kein Budget hat dann besser als ein gaming Headset für 120€. Aber qualität unterirdisch, und wirklich nur der Einstieg um zu sehen "was so geht". Zwischen nem HD681 und nem DT880 etc. liegt immer noch so eine welt wie zwischen Logitech G35 und DT990, nicht mal wegen den verwendeten Treibern sondern wegen den pads, dem gehäuse, anpressdruck etc. pp da spielt einfach alles mit.
      • Von DrFreaK666 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Ion_Tichy
        Wenn du was bezahlbares suchst guck dich mal bei Superlux um.
        Thanks, noch nie von der Marke gehört
      • Von Ion_Tichy Freizeitschrauber(in)
        Zitat von DrFreaK666
        Testet ihr auch bezahlbare Geräte?
        Wenn du was bezahlbares suchst guck dich mal bei Superlux um. Kabelgebunden der HD 681 mit Velourpads, den habe ich. Überragend was man für das bisschen Geld bekommt.
        Kabellos der HDB 671. Hier ein [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen].
      • Von DrFreaK666 Software-Overclocker(in)
        Testet ihr auch bezahlbare Geräte?
      • Von Horst_Koehler Software-Overclocker(in)
        Wie Jacco011 schon sagte, die HD550 passt nicht so wirklich in den Test. Der eigentliche Gegenspieler wären die Sennheiser Momentum 4. Diese besitze ich nach langen langen Recherchen und Tests auch und sind mein aboluter Favorit für unterwegs ( Zudem sind 60Std abolut ohne Konkurrenz! ). Wenn es klanglich wirklich besser sein soll, dann muss es schon richtigung Studio und HD800S und deren Wettbewerber gehen.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk