James Bond hat einen neuen Blofeld: Jeff Bezos
James Bond hat einen neuen Bösewicht: Jeff Bezos. Der soll in Blofeld-Manier gesagt haben: "Mir ist egal, was es kostet, werdet sie los."
Amazon hat für die kolportierte Summe von einer Milliarde US-Dollar die verbliebenen Rechte an James Bond gekauft. Das sorgte für Schlagzeilen, weil bei dem Deal ein öffentlicher Schlagabtausch zwischen Eon Productions und Amazon stattfand, bei dem Produzentin Barbara Broccoli die Amazon-Manager als "verdammte Idioten" bezeichnet haben soll.
Das wiederum wollte sich neuesten Berichten zufolge Amazon-Gründer Jeff Bezos nicht gefallen lassen und fand sich gleich einmal in die Rolle als neuer Blofeld ein. Das ist natürlich überspitzt, wenngleich sich 007-Fans Bezos vermutlich sehr gut Katze-kraulend als Bösewicht vorstellen können, aber - so heißt es - Bezos habe seine Manager angewiesen, Bond um jeden Preis zu kaufen.
"Mir ist egal, was es kostet, werdet sie los!"
"Mir ist egal, was es kostet, werdet sie los", soll Bezos gesagt haben, nachdem die Tochter von Albert "Cubby" Broccoli im Dezember 2024 im Wall Street Journal mit der jetzt legendären Aussage zitiert wurde. Laut einem anonymen Insider habe Jeff Bezos das Zitat gelesen und zum Telefon gegriffen, wie man sich das in einem echten Bond-Film vorstellen würde. Geld spielt im Bezos-Imperium jedenfalls keine übergeordnete Rolle und jeder hat seinen Preis - auch Barbara Broccoli und ihr Halbbruder Michael G. Wilson, die zusammen mit Eon Productions die Hälfte der Rechte hielten und die kreative Kontrolle hatten.
Nach dem letzten Film mit Daniel Craig, der noch mit Sony verdealt war, wurde in der Welt von Ian Fleming viel Porzellan zerschlagen. Amazon kam durch die Übernahme von MGM an seine Hälfte der Marke 007 und die Suche nach einem neuen Bond erwies sich als schwierig. Broccoli sah sich eher als Hüterin des Grals; Amazon wollte "Content".
Streit um Bond und Serie
Und so brodelte es wohl lange vor sich hin, ohne nennenswerte Fortschritte. Der letzte Bond-Film ist vier Jahre alt, und es gibt anscheinend nicht einmal eine Vorproduktion für einen neuen Film. Amazon wollte wohl einen Star als neuen Bond; Broccoli setzte auf unbekanntere Typen. Zwischen den Amazon-Managern und Eon rumorte es; Michel G. Wilson soll aus Meetings ausgeladen worden sein.
Streit gab es wohl auch zur Auswertung der Marke als Serie. So sollte es für das Streaming-Geschäft ein Spin-off um Miss Moneypenny und eine andere um Felix Leiter geben, das Broccoli mit "lest den verdammten Vertrag" abgeschossen haben soll. Oder um es freundlich zu formulieren: "Vorhersehbarerweise waren Broccoli und Wilson nicht interessiert."
Wilson betonte in einem Interview nach dem MGM-Amazon-Deal bereits, dass man "sehr abgeneigt" ist, die Nutzung des geistigen Eigentums für "10 oder 20 Stunden einer Fernsehshow" anstelle eines Spielfilms zu übertragen. Broccoli fügte damals hinzu: "Das ist nichts, was wir jemals tun wollten."
Zu viel Drama für Interessenten
Am Ende war die Lage wohl so dramatisch, dass man nicht einmal mehr Personal für James Bond engagieren konnte. Osgood Perkins soll wohl als Regisseur infrage gekommen sein, wies das aber zuletzt deutlich von sich: "Nein, denn Jeff Bezos kann mich mal." Edward Berger stand wohl als Regisseur auf der Wunschliste von Eon Productions, erklärte aber zuletzt, dass er nicht weiter interessiert sei.
"Barbara Broccoli ist nicht mehr dabei, und sie ist das Herzstück dieses Projekts, also denke ich, es ist etwas anderes", sagte Berger. "Ich weiß es nicht. Die Dinge haben sich geändert. Wir werden sie sicherlich sehr vermissen. [...] Jetzt ist es eine andere Gleichung. Ich weiß nicht, wie die Zukunft aussehen wird. Ich werde darüber nachdenken, wenn mich jemand anruft, aber Barbara ist das Herzstück der Sache. Wenn sie nicht mehr da ist, wird es eine andere Sache." Die Chancen, dass Jeff Bezos in einem Bond-Film auftaucht, stehen mangels profilierter Interessenten also nicht so schlecht.
Es ist übrigens nicht das erste Limbo für Amazon: Mit MGM kam man auch an die Rechte vom Tomb Raider und nachdem der zweite Film mit Alicia Vikander lange in der Luft gehangen hatte, erklärte die zunächst, dass sie "keine Ahnung habe" wie es weitergeht; und kurze Zeit später verstrichen wohl vertragliche Vereinbarungen, ohne ein Ergebnis zu erzeugen. Spieler können sich in der Zwischenzeit darauf freuen, dass IO Interactive (Hitman) an einem Spiel mit James-Bond-Lizenz arbeitet.
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Quellen: The Hollywood Reporter, IndieWire, Variety

Genauso wie die "Fallout" Serie.
HDR ist ganz ok wenn man die Bücher usw nicht gut kennt und sich nicht an Kleinigkeiten stört.
Fallout Ausnahme bestätigt die Regel.
Wie EA wird Amazon Marken Schrotten.
Genauso wie die "Fallout" Serie.
Bei Amazon will man verständlicherweise mit der Marke Geld verdienen, bevor Mr. Bond in Vergessenheit gerät.
Natürlich sieht Jeff Bezos jetzt aus wie der Bösewicht mit den Dollarzeichen in den Augen. Was wirklich hinter den Kulissen passiert ist, werden wir sowieso nie erfahren.