Intel DG1 Launch: Desktop-Grafikkarte Iris Xe zusammen mit Asus und Colorful
Die lange erwarteten Intel-Grafikkarten nähern sich mit großen Schritten: Nach Iris Xe Max für Notebooks bereitet der Prozessorgigant derzeit zusammen mit ausgesuchten Partnern den Launch von Iris Xe (Codename "DG1") vor. Die Einsteiger-Grafikkarten werden zunächst in Komplett-PCs installiert, handfeste Technik-Informationen sind weiter Mangelware.
Seit Jahren ist bekannt, dass Intel unter der Federführung Raja Koduris, dem ehemaligen Chef der Radeon Technologies Group, den Wiedereintritt in den Grafikkartenmarkt plant. Die Früchte dieser Arbeit finden sich bereits unter dem Marketingnamen Iris Xe Max in Notebooks. Wie Intel just verkündete, ist in Kürze auch der Desktop-Markt an der Reihe. Hier steht mit Iris Xe (ohne weitere Zusätze) das erste Modell auf der Matte, allerdings erfolgt der Launch nur zaghaft. PCGH fasst die spärtlichen Informationen zur Iris Xe alias DG1 zusammen.
Iris Xe für Einsteiger
Bei der DG1, kurz für Desktop Graphics 1, handelt es sich um die kleinste der anstehenden Xe-Grafikeinheiten, mit der Intel zunächst den volumenträchtigen Einstiegsbereich bedienen will - das gilt sowohl für Iris Xe Max (Notebook) als auch Iris Xe (Desktop). Intel gab in einer Pressemeldung bekannt, dass Iris Xe nicht einzeln erhältlich sein wird, sondern an Systemintegratoren/OEMs geht, welche damit günstige Komplettsysteme zusammenbauen. Die Rede ist von Asus und Colorful, wobei Letzterer hierzulande keine Rolle spielt. Wer sich eine Xe-Grafikkarte zum Experimentieren anschaffen wollte, muss folglich den Umweg über OEM-Systeme gehen - AMDs Radeon RX 5500 (PCGH-Test) lässt grüßen.
Bedauerlicherweise geizt Intel mit konkreten Spezifikationen, lediglich die Anzahl der Ausführungseinheiten und die Kapazität des Grafikspeichers werden genannt. 80 Execution Units (EUs) klingen nach weniger, als tatsächlich vorhanden ist: Jede EU beinhaltet 8 FP32-Shader-ALUs, womit die Iris Xe Desktop über 640 FP32-ALUs verfügt. Das ist immer noch wenig und unterstreicht die Idee, das Lowcost-Segment zu bedienen. Vor allem aber ist das ist weniger als bei der Iris Xe Max für Notebooks, welche über den Vollausbau des zugrunde liegenden Xe-LP-Grafikchips verfügt (96 EUs, 768 ALUs). Die Speicherschnittstelle ist 128 Bit breit und bindet 4 GiByte Speicher an. Im Mobilbereich arbeitet der Vollausbau mit schlanken 25 Watt Leistungsaufnahme, sodass die Desktop-Grafikkarten bequem ohne zusätzliche Stromstecker vom Netzteil auskommen werden. Mehr noch, das Asus-Modell zeigt einen schnörkellosen Passivkühler, was nach einer idealen Office-/Multimedia-Lösung aussieht:
Quelle: Intel
Intel Iris Xe DG1 von Asus
Taktraten werden bislang keine genannt. Immerhin lässt sich vorhergehenden Technik-Präsentation zur GPU-Gen12 und der Iris-Max-Übersichtsseite entnehmen, was uns bei der Iris-Xe-Grafikkarte erwartet. Demnach fertigt Intel den Chip im hauseigenen 10-nm-Super-Fin-Verfahren, das zweifellos fortschrittlich ist. Iris Max taktet im Notebook mit maximal 1.650 MHz und greift auf 68 GByte/s Speichertransferrate zurück - im Desktop könnte man den Kern durchaus höher takten, um die Leistung zu steigern. Nun ist Xe LP (Low Power) nicht Xe HPG (High Performance Gaming), allerdings folgt Intel dem von AMD und Nvidia eingeschlagenen Weg, die einzelnen Module des Grafikchips bei gleicher Funktionsweise skalieren zu können. Sprich, Xe HPG wird die gleichen Funktionseinheiten haben, allerdings mehr davon. Ob wir tatsächlich Multi-Chip-Grafikkarten sehen werden und wie Intel die damit verbundenen Probleme löst, wird die Zeit zeigen.
Intel bewirbt vor allem die Anzeige-Fähigkeiten der Iris Xe: Sechs Bildschirmausgänge werden maximal geboten (ohne HDMI-2.1-Support), der Chip kann wie RDNA 2 und Ampere Videos mit AV1-Inhalten dekodieren, was beim Video-Streaming hilfreich ist, dazu gibt es Unterstützung für Adaptive Sync und Display HDR. Über die Gaming-Leistung verliert Intel vermutlich aus guten Gründen kein Wort, die Iris Xe klingt in jeder Hinsicht nach Einsteiger-Grafikkarte und dürfte ungefähr im Bereich zwischen Geforce GT 1030 GDDR5 und GTX 1050 rangieren. Der Prozessorgigant versprach für Xe in Marketingfolien bis zu 50 Prozent mehr Leistung im Vergleich zu früheren integrierten Grafikprozessoren (IGPs). Ob sich das einstellt, werden wir in Kürze erfahren, denn Xe alias Gen12 findet sich auch in Rocket Lake alias Core i-11000, mit dem man direkte Vergleiche zu Comet Lake ziehen kann. Weitere Informationen liefert PCGH nach, sobald sie vorliegen.

Preiserhöhungen sind normal. Du willst in deiner Traumwelt, dass die Preise immer gleich bleiben.
Weil Intel massig Kohle mit den HEDT und Server CPUs macht und den Quadcore Billigschrott an Leute verhökert hat, die kein Geld haben, um bei denen auch noch etwas abzugreifen.
"Preiserhöhungen sind normal" - nicht zwangsweise nein. Auch Preissenkungen sind normal, früher haben Computer wesentlich mehr gekostet
"Du willst in deiner Traumwelt, dass Preise immer gleich bleiben" - für ähnliche Performanceklassen ähnliche Preise, so funktionierte das Jahrzehnte ohne Probleme. Das Problem sind dann eben Mono/Duopolähnliche Zustände.
"Weil Intel massig Kohle mit den HEDT CPUs macht" Ja lol. Das ist nunmal faktisch falsch. Das meiste Geld setzt Intel mit dem "Quadcore Billigschrott" und ähnlichen Produkten um. Wobei Billigschrott lustig ist, ist es doch aus derselben Fertigung, wie der Rest.
"die kein Geld haben, um bei denen auch noch etwas abzugreifen." so ziemlich jeder Depp kann sich eine CPU Leisten, aber es ist nicht jeder so blöd und zahlt auch überzogene Preise.
Aber ich seh schon, du hast voll die Ahnung und arbeitest ähnlich lange in der IT wie die Leute hier, die tatsächlich Ahnung haben...
Achso und du vergleichst einen Zeitraum von ~45 Jahren mit den letzten 10
Wer nicht sehen will, dass eine Preiserhöhung stattgefunden hat ist eben blind.
Wie Intel nur überleben konnte, die die 300€ Preisklasse lange als Spitze ihres "normalen" Desktopsockels hatten... trotz Inflation.
Preiserhöhungen sind normal. Du willst in deiner Traumwelt, dass die Preise immer gleich bleiben.
Weil Intel massig Kohle mit den HEDT und Server CPUs macht und den Quadcore Billigschrott an Leute verhökert hat, die kein Geld haben, um bei denen auch noch etwas abzugreifen.
Autovergleich:
Ein GOLF 1 GTI kostete 13500 D-Mark, ein GOLF 8 GTI kostet 35.633,44 Euro.
Wie kann das sein? Was ist da los?
Achso und du vergleichst einen Zeitraum von ~45 Jahren mit den letzten 10
Wer nicht sehen will, dass eine Preiserhöhung stattgefunden hat ist eben blind.
Wie Intel nur überleben konnte, die die 300€ Preisklasse lange als Spitze ihres "normalen" Desktopsockels hatten... trotz Inflation.
Ich habe 2009 eine Radeon 5850 gekauft. Das war die zweitschnellste Karte am Markt. 180€. Was kostet heute die zweitschnellste Karte von AMD?
Autovergleich:
Ein GOLF 1 GTI kostete 13500 D-Mark, ein GOLF 8 GTI kostet 35.633,44 Euro.
Wie kann das sein? Was ist da los?
Ich habe 2009 eine Radeon 5850 gekauft. Das war die zweitschnellste Karte am Markt. 180€. Was kostet heute die zweitschnellste Karte von AMD?