Intel Xe: DG2-Grafikkarte angeblich in TSMC 7 nm ab 2022
Ein neues Gerücht zu Intels Xe-Grafik macht die Runde: Die DG2-Grafikkarte soll angeblich ab 2022 verfügbar sein, auf dem HP-Chip basieren und auf dem 7-nm-Prozess von TSMC.
Auf der CES 2020 in Las Vegas zeigte Intel die DG1 der Xe-Architektur herum, eine dedizierte Grafikkarte als Software Development Vehikel. Die Geschwindigkeit der Karte war aber überschaubar und der verbaute Chip eher für den Mobileinsatz gedacht. Schon da stellte sich aber die Frage, wie gut Intel die Architektur skalieren wird können, um am Ende schnelle Desktop-Beschleuniger zu bekommen.
Ein Teil der Antwort könnte mit der DG2 kommen. Die soll laut einem Gerücht angeblich in 7 nm bei TSMC produziert werden. Die DG2 soll zudem auf Xe HP setzten, also den High-Power-Chip, während DG1 noch auf den LP-Chip, stehend für Low Power, basiert. In der Intel-Nomenklatur sprechen wir von Gen-12-Technik.
Laut AdoredTV soll es bis zur DG2 und der HP-GPU aber noch etwas dauern - 2022. Vorher wird es wohl auch nichts mit ernstzunehmender Konkurrenz für Nvidia. Intel will sich zum Start seiner dedizierten Einheiten erst einmal in Einsteiger- und Mainstream-Segment versuchen. Enthusiastenkarten sind wohl noch ein Stück weit weg.
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Ganz interessant ist, dass der 7-nm-Prozess von TSMC verwendet werden soll. Intel wurde auch schon bei Samsung gesehen, wo man ebenfalls einen 7-nm-Prozess anbietet. Und bis 2022 hätte man vielleicht auch mal den eigenen Prozess soweit, nach all den Problemen mit dem Wechsel zu 10 nm. Aber da sollen wohl in erster Linie die CPUs profitieren, bevor man sich an andere Projekte wagt.
Schwenken kann man letztlich immer noch. Zu Samsung oder zum eigenen Prozess, wenn die Kapazitäten da sind und die Ausbeuten angemessen. Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass man mehrgleisig fährt und die Datacenter-Karten mit Ponte Vecchio selbst produziert und den Rest einem Zulieferer überlässt. Ponte Vecchio soll schon 2021 einsatzbereit sein.
Manch einer diskutiert auch schon darüber, warum Intel 7 nm und nicht 7 nm Plus von TSMC verwenden soll. Diskutieren kann man das, weil 7 nm Plus EUV verwendet, aber dafür ist es vielleicht noch etwas früh und niemand weiß, wie genau die Angaben aus dem Gerücht sind. Es stellt sich eh die Frage, ob man sich das als "Neuling" antun will - Nvidia verkauft immer noch erfolgreich seinen "12 nm"-Prozess, ein optimierter 14er von TSMC.
Es ist am Ende ohnehin nicht zu erwarten, dass Intel mit DG2 sofort der Konkurrenz um die Nase fährt. Wenn doch, umso besser, aber auch AMD und Nvidia mussten lange basteln, bis es im Enthusiasten-Bereich klappte. Wenn Intel bis dahin Marktanteile im Einsteigersegment und Mainstream will, wird das nur über gleiche Performance zum kleineren Preis gehen. Da ließe sich dann auch über die schlechtere Effizienz hinwegschauen, die laut Gerüchten Xe zu schaffen macht. Beim Thema Effizienz können aber auch AMD und Nvidia ein Ständchen singen. Wie die Intel-Treiber aussehen, wird sich auch erst zeigen müssen und angeblich soll es auch nur Referenzkarten zum Start geben. Letzteres ist wohl eine Frage der Konkurrenzfähigkeit. Wenn ein Bordpartner Morgenluft wittert, kann sich das ändern.
Die nächsten handfesteren Details werden zur GDC 2020 erwartet, wo Intel über die Architektur sprechen will. Für einen Release um 2022 muss man so langsam auch die Entwickler an Bord holen.
Quelle: AdoredTV


TSMCs aktuelle 7nm funktionieren auch ohne EUV, haben ziemlich gute Yields und schon bald werden auch relativ große Chips damit gebaut.
Gerade GPUs brauchen keinen so hohen Takt zu erreichen, wenn Intel das also nicht selbst fertigen kann, dann shcuat es für CPUs in diesen Prozessen echt düster aus!
Dazu ist es natürlich sinnvoll, vieles gleich zu machen. 7nm werden dann auch bezahlbarer sein, weil bis dahin bereits die HighEnd-Hardware in einem neueren Fertigungsverfahren produziert werden wird.
Zumal es auch keinen Sinn ergeben würde: 2022 ist der 7nm Prozess längst am Auslaufen und AMD wie Nvidia produzieren in 5nm.
Auch Intel sollte 2022 schon im eigenen 7nm Prozess produzieren