Aurora: Erster Exascale-Supercomputer mit Intel Xe-GPUs und Xeon-CPUs
Intel, Cray und das US-amerikanische Energieministerium haben den Bau eines neuen Supercomputers verkündet. Aurora soll 2021 ans Netz gehen und das erste Exascale-System mit einem ExaFLOP theoretischer FP64-Rechenleistung darstellen. Zum Einsatz kommen Next-Gen-Xeon-Prozessoren und Xe-Beschleunigerkarten von Intel.
Aktuell nutzt das US-amerikanische Energieministerium (Department of Energy, DOE) den weltweit schnellsten Supercomputer. Summit steht im Oak Ridge National Laboratory und nutzt eine Kombination aus Power9-Prozessoren von IBM sowie Tesla-V100-Beschleunigerkarten der Volta-Generation von Nvidia. Die anhand von Linpack erreichte FP64-Rechenleistung liegt bei knapp 144 PetaFLOPS, das theoretische Maximum bei 200 PetaFLOPS. Mit Aurora hat das DOE nun einen neuen Supercomputer in Auftrag gegeben, der im Argonne National Laboratory aufgestellt werden soll.
Intel landet Supercomputer-Deal für seine kommenden Xe-GPUs
Intel hat den Bau des Supercomputers zusammen mit Cray bekannt gegeben. Vom Chiphersteller stammen die Prozessoren und Beschleunigerkarten. Allzu viele Details sind noch nicht bekannt. Die Rede ist von Xeon-Scalable-CPUs einer kommenden Generation und Xe-GPUs. Die Fertigstellung wird voraussichtlich 2021 stattfinden, womit Intel genug Zeit haben könnte, um 10-nm-CPUs auszuliefern - denkbar wäre somit der Einsatz von Ice Lake-SP oder dessen Nachfolger (sofern Ice Lake abseits von Mobile tatsächlich gestrichen wird). Die ersten Xe-GPUs möchte Intel 2020 veröffentlichen, sodass Aurora bereits die zweite Generation einsetzen könnte. Egal, ob es die ersten oder zweiten Xe-GPUs werden, stellt der Einsatz in Aurora einen großen Wurf für Intel dar. Wären die Grafikchips nicht konkurrenzfähig, würde sie das DOE nicht abnehmen.
Passend zum Thema: Codename Xe: Intel möchte ab 2020 auch Enthusiasten-Grafikkarten anbieten
Alles in Allem soll Aurora der erste Supercomputer werden, der kontinuierlich einen ExaFLOPS FP64-Rechenleistung erreicht und Summit somit um mehr als den Faktor 6 übertrifft. Um den Bau kümmert sich Cray, dessen Shasta-Plattform als Basis dient. Manch einer möge den Namen vom Supercomputer Perlmutter kennen, der mit AMDs Zen-3-Prozessoren daherkommen wird. Der Slingshot-Interconnect vernetzt die CPUs und GPUs miteinander. Das DOE bezahlt für Aurora 500 Millionen US-Dollar.

Summit – Oak Ridge Leadership Computing Facility
Es wird ganz gut erklärt, ist halt eben in Englisch.
Argonne National Laboratory - Wikipedia
Genau da liegst Du falsch. Es fand keine neue offene Bewerbungsrunde statt. Seit der Entscheidung für Intel, seit der sich die grundlegende Marktsituation geändert hat, wurde an dieser festgehalten.
Es macht auch industriepolitisch Sinn eine CPU-basierte Maschine zu kaufen. Sierra und Summit bauen auf Open Power auf und bedienen damit ein ganz anderes Anwendungsfeld, als mit dieser neuen Maschine abgedeckt werden wird.
Nur hieraus jetzt Rückschlüsse auf NVIDIA/AMD/IBM zu ziehen halte ich für arg weit hergeholt...
Wobei das auch schon altnachrichten sind....... da hat sich seit 2017 nicht wirklich was verändert.
Summit – Oak Ridge Leadership Computing Facility
Es wird ganz gut erklärt, ist halt eben in Englisch.