Intel Arc im Nachtest: Was leistet der Treiber 2023? Kompatibilitätstest mit 66 Spielen [Update]
Im vergangenen Sommer gingen die ersten Arc-Grafikkarten aus dem Hause Intel an den Start. Seit Oktober buhlen die Gaming-Modelle Arc A770 und Arc 750 um die Gunst der Spieler. Zahlreiche Treiber-Updates später bitten wir zum Nachtest: Was läuft mit einer Arc-Grafikkarte rund, wo klemmt es noch? Die Ergebnisse könnten Sie überraschen.
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Aktualisierung: PCGH hat im Nachgang zu diesem Artikel, der sehr viel Anklang gefunden hat, noch ein Video zum Thema veröffentlicht. Die Beschreibung dazu: "Im vergangenen Sommer gingen die ersten Arc-Grafikkarten aus dem Hause Intel an den Start. Seit Oktober buhlen die Gaming-Modelle Arc A770 und Arc 750 um die Gunst der Spieler. Zahlreiche Treiber-Updates später bitten wir zum Nachtest: Was läuft mit einer Arc-Grafikkarte rund, wo klemmt es noch? Die Ergebnisse könnten euch überraschen."
Das Jahr 2022 war geprägt von zahlreichen Neuerscheinungen - darunter der kritisch, aber hoffnungsvoll beäugte Start von Arc, Intels brandneuer Grafikkartenserie. Der Prozessor-Marktführer betrat damit ein wahres Schlachtfeld, begab sich sehenden Auges an die Front zwischen AMD Radeon und Nvidia Geforce. Die Mitbewerber, bis an die Zähne bewaffnet und mit jahrzehntelanger Kampferfahrung gesegnet, belächeln diesen Vorstoß bis heute - doch Intel meint es ernst mit dem Grafik-Business und bleibt am Ball. Dafür spricht unter anderem die Tatsache, dass in den vergangenen Monaten zahlreiche Updates des Arc-Grafiktreibers erschienen sind. PCGH bittet daher zum Nachtest: Was taugen die "Game-on"-Treiber für Arc-Grafikkarten Anfang 2023? Zum Aufwärmen legen wir Ihnen unser Video vom August 2022 ans Herz, in dem wir den Arc-Treiber und dessen Schaltzentrale Arc Control das erste Mal im Detail ansehen:
Intel Arc im Nachtest: Fortschritte allerorten
Seit dem wackeligen Start der Arc A380 im Sommer hat Intels Treiber-Team große Fortschritte gemacht. Diese betreffen alle Lebensbereiche, darunter die Kompatibilität zu Spielen, Komfort-Aspekte sowie natürlich die Leistung. Um Letztere soll es in diesem Artikel nur sekundär gehen, zunächst widmen wir uns - wie 2022 - der Kompatibilität und Alltagstauglichkeit einer Arc-Alchemist-Grafikkarte. Wir haben uns dazu erneut in den Alltag mit einer Intel Arc A770 16GB respektive Asrock Arc A770 Phantom Gaming 8GB geschmissen. Im Test mit sage und schreibe 66 Spielen seit 1999 erlebten wir viel Schönes, allerdings gibt es nach wie vor offene Baustellen. Unsere Aussagen basieren allesamt auf den zum Testzeitpunkt aktuellen Treibern 31.0.101.4032 WHQL respektive 31.0.101.4034 Beta. Vor wenigen Stunden erschien eine weitere Beta-Version mit Support für das erste Direct-Storage-Spiel: Forspoken.
Fangen wir mit den kleinen Dingen an, die den Alltag erleichtern. Da wäre die Verschmelzung des Treibers mit der Treiber-Steuerung (Arc Control) zu nennen. Vor einigen Monaten mussten diese Komponenten noch getrennt voneinander heruntergeladen und installiert werden. Mittlerweile ist - wie bei AMD und Nvidia - ein einheitliches Paket verfügbar. Die Zeiten, in denen man nicht wusste, ob man tatsächlich die jeweils aktuelle Version installiert hatte, sind genauso vorbei wie Kinderkrankheiten, dass Arc Control nicht ordnungsgemäß funktioniert. Faktisch erweist sich eine Arc-Grafikkarte im Alltag als erfreulich unkompliziert, wir hatten während des Testzeitraums kein einziges Problem mit Arc Control (alias "Arc Kontrollcenter"), weder mit Abstürzen noch mit unresponsivem Verhalten oder sonstigen Dingen, die erfahrungsgemäß passieren und stören können. Übrigens lässt sich Arc Control jederzeit mithilfe der Tastenkombination Alt+I hervorzaubern, was deutlich schneller geht als die bei Windows 11 verkomplizierte Rechtsklick-Orgie.
Quelle: PC Games Hardware
Intel Arc Control - Spielebibliothek
Installieren Sie eine Arc-Grafikkarte das erste Mal, scannt der Treiber die auf dem PC installierten Spiele und pflegt diese unter "Spiele" ein. Die Erkennung funktioniert ordentlich, sofern man von der Tatsache absieht, dass noch immer zahlreiche Spiele mit einem Platzhalter-Bild anstelle des offiziellen Logos dargestellt werden. Wie üblich haben Sie die Wahl, die Optionen entweder in besagten Profilen oder global vorzunehmen. Viele Einstellungsmöglichkeiten gibt es nicht, abgesehen von den obligatorischen Schaltern für anisotrope Filterung und mehrere Herangehensweisen für die Bildsynchronisierung können Sie beispielsweise den günstigen Postfilter CMAA (auch bekannt als "FXAA ohne die Unschärfe") forcieren, was beispielsweise in GTA 4 hilfreich sein kann. Explizite Optionen für den Texturfilter oder Downsampling-Funktionalität bietet Arc Control nicht an - aber was nicht ist, kann noch werden.
Was das Arc-Kontrollcenter schon jetzt bietet, sind grundlegende Tuning- und Capturing-Funktionen. Die AMD Software ist hier das große Vorbild und in allen Belangen überlegen, allerdings befriedigt der Intel-Treiber mehr als die Grundbedürfnisse. So dürfen Sie unter "Leistung" sowohl diverse Sensoren auslesen, die Informationen über Taktraten, Temperaturen und Auslastung liefern, als auch grundlegend übertakten. Wirklich intuitiv sind die Schalter für Takt und Spannung nach wie vor nicht. Wir erkennen weder eine logische Beschriftung der Schritte, noch ein System, welche Settings welche Taktraten ergeben. Die Erhöhung des GPU-Powerlimits (wie bei Radeon-Grafikkarten) funktioniert hingegen logisch und zuverlässig - hilft allerdings nicht der Leistung auf die Sprünge, solange kein Powerlimit vorherrscht. Optionen für Speicher-Tuning fehlen hingegen genauso wie eine Lüfterregelung. Letzteres ist kurios, denn eine solche ist auf früheren Intel-Screenshots von Arc Control noch zu sehen. Wer möchte, kann von Dritt-Tools Gebrauch machen. Neben dem Acer-Bifrost-Tool, das eine Lüftersteuerung beinhaltet, können Sie auch auf ein spezielles Overclocking-Tool zurückgreifen. Der MSI Afterburner ist bei Arc-Grafikkarten hingegen weitestgehend nutzlos, sofern Sie nicht auf dessen RTSS (OSD) abzielen. Letzteres ist zwar eine gute Idee, wie bei Radeon-Grafikkarten aber kein Muss: Die Tastenkombination Alt + O lässt das Metrics-OSD erscheinen, wann immer Sie wollen. Dessen Inhalte lassen sich im Tuning-Menü von Arc Control anpassen.
DirectX 9 und Konsorten: Boost
Als problematisch im Zusammenspiel mit einer Arc-Grafikkarte erwiesen sich in unserem vorigen Test vor allem alte Spiele. Ursächlich dafür ist, dass Intel den enormen Arbeitsaufwand rund um eine neue Grafik-Architektur eingrenzen und priorisieren musste. Der Fokus liegt auf den modernen Schnittstellen DirectX 12 und Vulkan, bei denen Arc-GPUs eine konkurrenzfähige Leistung erzielen - insbesondere Raytracing liegt den Arc-Grafikkarten. Die Kompatibilität zu dem vor einigen Jahren noch omnipräsenten DirectX 9 (und älter) fällt hingegen rudimentär aus: Native Unterstützung für DirectX 9 ist bei integrierter Xe-Grafik bei bzw. ab Core-Prozessoren der 12. Generation und bei Arc-GPUs nicht gegeben. Stattdessen erfolgt sogenanntes Wrapping, DX9-Anfragen werden an die Windows-Schnittstelle D3D9On12 weitergeleitet und der Treiber behandelt sie wie DX12-Routinen. Wie von Intel vor einigen Monaten versprochen, sind auch hier Fortschritte zu erkennen, wie unsere Stichproben mit populären DX9-Spielen im "Overhead-Limit" zeigen (einige Werte zum Quervergleichen):
Quelle: PC Games Hardware
Intel Arc A770 16GB: Driver/API Performance Benchmark (Januar 2023)
Die jüngsten Treiber steigern die Leistung in Direct3D9-Spielen signifikant, wie wir anhand von Counter-Strike: Global Offensive, Gothic 3, TES V: Skyrim sowie The Witcher 2 feststellten. Die generellen Bildraten fallen fühlbar höher und somit nicht mehr so katastrophal wie noch vor einigen Monaten aus, die Frametimes sind glatter. Dass sich Arc und ältere Spiele nicht mehr grundsätzlich ausschließen, zeigt spätestens ein Blick auf die große Kompatibilitätstabelle auf der folgenden Artikelseite. Eine Sache, die zur Entfaltung einer Arc-Alchemist-Grafikkarte hingegen für immer essenziell sein wird, ist Resizable BAR (ReBAR, rBAR). Doch zur Leistung ein andermal mehr. Sobald das große Treiber-Update erschienen ist, werden wir die Leistungsdaten verschiedener Treiber-Iterationen mit Arc Alchemist breit erläutern.

Unterstützen die Arc A750/A770 Freesync Monitore?
Adaptive Sync = Yes
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Wer wo unsauber war wird wohl kaum jemand zugeben. Spiele die nie explizite Treiberfixes der anderen Anbieter erhalten haben würde ich aber auf Intel schieben. Das Wasser in Psychonauts 2 z.B.
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Gruß
War halt auch immer mein Traum Mercedes zu fahren. Die einen kaufen sich jedes Jahr ne neue 2000 Taler RTX Graka, andere nen Auto und andere fahren jedes Jahr für 3 Wochen in Urlaub ?