Intel Xe: Gamer-Grafikkarten von TSMC in 6 nm?

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Intel Xe: Gamer-Grafikkarten von TSMC in 6 nm? (1)
Quelle: Intel, via Guru3D

Im Internet ist aktuell zu lesen, dass Intel die Xe-GPU für Spieler bei TSMC in 6 nm fertigen lassen soll. Ob das stimmt oder nicht, wird man sehen - 2022. Vorher ist nicht viel in die Richtung zu erwarten. Für 2021 sollen erst mal die Datacenter-Karten in 7 nm Intel auf den Weg gebracht werden.

Aktuell macht die Meldung die Runde, Intel könnte seine Xe-Grafikkarten für Endkunden bei TSMC fertigen lassen. Bestätigen lassen sich solche Meldungen für gewöhnlich nicht und man muss das Thema immer mit Skepsis betrachten, wie jedes Twitter-Gerücht, das gestreut wird.

Viel Hintergrundinformation gibt es auch nicht - es heißt nur, dass TSMC die Intel-GPUs in 6 nm fertigen soll. Das müssten dann schon die Endkunden-/Gaming-Modelle sein, denn die GPGPU Ponte Vecchio will Intel selbst in 7nm produzieren. Nachdem Intel gegenüber Investoren aber auch einmal mehr die knappen Fertigungskapazitäten betonte und man von 10 nm einen nicht so ausgereiften Prozess wie beim mittlerweile endlos optimierten 14-nm-Programm erwartet, liegt es natürlich nahe, dass die GPUs woanders belichtet werden. Samsung war hier auch schon mal im Gespräch, weil Intel-Manager in Südkorea gesehen wurden. Die könnten sich aber auch einfach nur die Flash-Produktion angeschaut haben. Das wiederum ist auch eine gewagte These, denn Intel dürfte wohl eher GDDR6 aus dem (ehemaligen) Joint-Venture mit Micron verbauen.

Auch lesenswert: Intel Xe-Grafikkarten: Angeblich bis zu 4 Tiles, 4.096 Shader, HBM2E und 500 Watt

Bis hier marktreife Produkte im Handel liegen, wird aber noch einige Zeit vergehen. Xe-Low-Power und Xe-High-Power werden erst für 2022 erwartet. Die GPGPU für Datacenter soll 2021 starten. Und die Architektur selbst soll unter anderem im kleinen Stil bereits in Tiger Lake zu finden sein, da aber als IGP und entsprechend abgespeckt. Die große Frage war bisher sowieso - anhand dessen, was man sehen konnte -, wie gut Intel Xe skalieren kann. Was die Effizienz angeht, würde man vom 10-nm-Intel-Prozess der DG1, die als Software Development Vehicle bereits mit maximal 75 Watt TDP gezeigt wurde, auf 6 nm bei TSMC wechseln. Eins zu eins lassen sich die Prozesse aber nicht vergleichen und die DG1 ist bestenfalls in der Leistungsklasse von Einsteigerkarten. Erst die DG2 soll dann für Spieler spannender werden.

Quellen: My Drivers, Twitter

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    • Kommentare (45)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Er hat nichts alleine gemacht und eine Glorifizierung ist fehl am Platze. Aber auch deine Glorifizierung der Zen-Kerne ist fehl am Platze. Die erste Generation hat Mühe, die IPC von Skylake X zu erreichen und hat auch kein besseres Taktpotenzial. Zen2 kommt im Produkt, also der Leistung pro Kern immerhin auf Augenhöhe mit Coffee Lake, braucht dafür aber eine doppelt so feine Fertigung. "Gut"? Meinetwegen. Aber wo siehst du hier ein beeindruckendes Meisterwerk? Was Ryzen, insbesondere Ryzen 3000 so genial macht, ist der Preis.
        Moment, wo benutze ich das Wort "Meisterwerk".
        AMD damals mit wesentlich mehr Budget und Marktanteil "Bulldozer" rausgehauen. Dass nach so einem "Fail" es tatsächlich möglich ist, nochmal an Intel ranzukommen, vor Allem wenn man die Forschungsbudgets vergleicht, dann finde ich das durchaus beeindruckend. Schlägt in der Formel 1 ein Team mit 50 Mio Budget etwa Ferrari oder Mercedes mit ihrem 500 Mio? Nein. Ist es im Fußball regelmäßig so, dass ein Team mit 10x weniger Budget die Meisterschaft gewinnt? Nein. In welchem Bereich geht es denn also?
        Ohne mir jetzt die reinen Forschungsbudgets rauszusuchen: Intel im 2016 (vor Zen Release): Umsatz ca 60 Mrd, Gewinn ca 10 Mrd. AMD? 4,3Mrd, Verlust 0.5 Mrd.
        Die Intel-Geschaeftsergebnisse im vierten Quartal 2019 | 3DCenter.org
        Die AMD-Geschaeftsergebnisse im vierten Quartal 2019 | 3DCenter.org

        Klar AMD hat Momentan die bessere Fertigung auf ihrer Seite, aber schon Zen(+) waren gute CPUs - bei Fertigungsnachteil gegenüber Intel. Ganz ehrlich, hättest du bei solchen Zahlen erwartet, dass AMD auch im oberen Performancebereich wieder mitspielen kann (ohne 500 W CPUs)?
        Apropos Verbrauch: gerade das hier besprochene IF trägt ja so einiges dazu bei ( Feed Me: Infinity Fabric Requires More Power - The AMD Threadripper 2990WX 32-Core and 2950X 16-Core Review )

        Für uns Kunden ist Zen ein Segen, schließlich gibts massiv mehr Kerne oder Leistung für ein gewisses Budget. Ist es eine überragende CPU? Je nach Anwendungsfall ja.
        Wäre es noch besser gegangen? Bestimmt. Hat Intel es beim ersten Mal gleich richtig gemacht oder macht es gerade richtig(er)? Nö.
        Ich warte ja seit einigen Jahren nun auf Intels Antwort auf AMD... aber vor 2022 (!) ist da ja nicht wirklich was zu erwarten, außer weitere Aufgüsse von bereits bestehendem. Vielleicht tut sich dann ja mal wieder was bei der Leistung pro Kern oder Takt.

        Wie gut das Zen Design also wirklich abschneidet, wenn Intel mit vergleichbarem Prozess und überarbeiteter Architektur antritt. Also so gegen 2022. Aber selbst wenn Intel dann wieder knapp in Führung gehen sollte, bekommen wir mehr Leistung fürs Geld.

        Für mich sind aktuelle 32 oder 64 Kern TR ein feuchter Traum. Hätte man anhand der Entwicklung der Anzahl der CPU Cores bis 2016 nicht erwarten können.
        Zitat von PCGH_Torsten
        Ein 3950X für 1.500 Euro hätte niemanden vom Hocker gehauen. Eben genau dieser Preis geht aber, darin stimmen AMD-Selbstdarstellung und externe Analysen überein, maßgeblich auf die MCM-Bauweise zurück, die in dieser Leistungs- und Effizienzklasse bis dahin als unmöglich beziehungsweise als extrem aufwendig und unbezahlbar galt. IF ist zwar alles andere als perfekt und in meinen Augen der technisch größte Nachteil der Zen2-CPUs, aber auch Grundlage dafür, dass es diese überhaupt in der heutigen Form gibt. Die Bedeutung des für diesen Teil der Prozessoren zuständigen Teams kleinzureden, weil die Mitglieder nichts zum Kerndesign beigetragen haben, ist in meinen Augen unangemessen.
        Natürlich ist der Ansatz praktisch genial, aber Keller hat auch diesen nicht erfunden, und solche Ansätze gibts auch nicht zum ersten Mal.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Er hat nichts alleine gemacht und eine Glorifizierung ist fehl am Platze. Aber auch deine Glorifizierung der Zen-Kerne ist fehl am Platze. Die erste Generation hat Mühe, die IPC von Skylake X zu erreichen und hat auch kein besseres Taktpotenzial. Zen2 kommt im Produkt, also der Leistung pro Kern immerhin auf Augenhöhe mit Coffee Lake, braucht dafür aber eine doppelt so feine Fertigung. "Gut"? Meinetwegen. Aber wo siehst du hier ein beeindruckendes Meisterwerk? Was Ryzen, insbesondere Ryzen 3000 so genial macht, ist der Preis.
        Moment, wo benutze ich das Wort "Meisterwerk".
        AMD damals mit wesentlich mehr Budget und Marktanteil "Bulldozer" rausgehauen. Dass nach so einem "Fail" es tatsächlich möglich ist, nochmal an Intel ranzukommen, vor Allem wenn man die Forschungsbudgets vergleicht, dann finde ich das durchaus beeindruckend. Schlägt in der Formel 1 ein Team mit 50 Mio Budget etwa Ferrari oder Mercedes mit ihrem 500 Mio? Nein. Ist es im Fußball regelmäßig so, dass ein Team mit 10x weniger Budget die Meisterschaft gewinnt? Nein. In welchem Bereich geht es denn also?
        Ohne mir jetzt die reinen Forschungsbudgets rauszusuchen: Intel im 2016 (vor Zen Release): Umsatz ca 60 Mrd, Gewinn ca 10 Mrd. AMD? 4,3Mrd, Verlust 0.5 Mrd.
        Die Intel-Geschaeftsergebnisse im vierten Quartal 2019 | 3DCenter.org
        Die AMD-Geschaeftsergebnisse im vierten Quartal 2019 | 3DCenter.org

        Klar AMD hat Momentan die bessere Fertigung auf ihrer Seite, aber schon Zen(+) waren gute CPUs - bei Fertigungsnachteil gegenüber Intel. Ganz ehrlich, hättest du bei solchen Zahlen erwartet, dass AMD auch im oberen Performancebereich wieder mitspielen kann (ohne 500 W CPUs)?
        Apropos Verbrauch: gerade das hier besprochene IF trägt ja so einiges dazu bei ( Feed Me: Infinity Fabric Requires More Power - The AMD Threadripper 2990WX 32-Core and 2950X 16-Core Review )

        Für uns Kunden ist Zen ein Segen, schließlich gibts massiv mehr Kerne oder Leistung für ein gewisses Budget. Ist es eine überragende CPU? Je nach Anwendungsfall ja.
        Wäre es noch besser gegangen? Bestimmt. Hat Intel es beim ersten Mal gleich richtig gemacht oder macht es gerade richtig(er)? Nö.
        Ich warte ja seit einigen Jahren nun auf Intels Antwort auf AMD... aber vor 2022 (!) ist da ja nicht wirklich was zu erwarten, außer weitere Aufgüsse von bereits bestehendem. Vielleicht tut sich dann ja mal wieder was bei der Leistung pro Kern oder Takt.

        Wie gut das Zen Design also wirklich abschneidet, wenn Intel mit vergleichbarem Prozess und überarbeiteter Architektur antritt. Also so gegen 2022. Aber selbst wenn Intel dann wieder knapp in Führung gehen sollte, bekommen wir mehr Leistung fürs Geld.

        Für mich sind aktuelle 32 oder 64 Kern TR ein feuchter Traum. Hätte man anhand der Entwicklung der Anzahl der CPU Cores bis 2016 nicht erwarten können.
        Zitat von PCGH_Torsten
        Ein 3950X für 1.500 Euro hätte niemanden vom Hocker gehauen. Eben genau dieser Preis geht aber, darin stimmen AMD-Selbstdarstellung und externe Analysen überein, maßgeblich auf die MCM-Bauweise zurück, die in dieser Leistungs- und Effizienzklasse bis dahin als unmöglich beziehungsweise als extrem aufwendig und unbezahlbar galt. IF ist zwar alles andere als perfekt und in meinen Augen der technisch größte Nachteil der Zen2-CPUs, aber auch Grundlage dafür, dass es diese überhaupt in der heutigen Form gibt. Die Bedeutung des für diesen Teil der Prozessoren zuständigen Teams kleinzureden, weil die Mitglieder nichts zum Kerndesign beigetragen haben, ist in meinen Augen unangemessen.
        Natürlich ist der Ansatz praktisch genial, aber Keller hat auch diesen nicht erfunden, und solche Ansätze gibts auch nicht zum ersten Mal.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Er hat nichts alleine gemacht und eine Glorifizierung ist fehl am Platze. Aber auch deine Glorifizierung der Zen-Kerne ist fehl am Platze. Die erste Generation hat Mühe, die IPC von Skylake X zu erreichen und hat auch kein besseres Taktpotenzial. Zen2 kommt im Produkt, also der Leistung pro Kern immerhin auf Augenhöhe mit Coffee Lake, braucht dafür aber eine doppelt so feine Fertigung. "Gut"? Meinetwegen. Aber wo siehst du hier ein beeindruckendes Meisterwerk? Was Ryzen, insbesondere Ryzen 3000 so genial macht, ist der Preis.

        Ein 3950X für 1.500 Euro hätte niemanden vom Hocker gehauen. Eben genau dieser Preis geht aber, darin stimmen AMD-Selbstdarstellung und externe Analysen überein, maßgeblich auf die MCM-Bauweise zurück, die in dieser Leistungs- und Effizienzklasse bis dahin als unmöglich beziehungsweise als extrem aufwendig und unbezahlbar galt. IF ist zwar alles andere als perfekt und in meinen Augen der technisch größte Nachteil der Zen2-CPUs, aber auch Grundlage dafür, dass es diese überhaupt in der heutigen Form gibt. Die Bedeutung des für diesen Teil der Prozessoren zuständigen Teams kleinzureden, weil die Mitglieder nichts zum Kerndesign beigetragen haben, ist in meinen Augen unangemessen.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Zur Ausdrucksweise sage ich mal nichts, aber zur Bedeutung der Interconnects:
        Ohne IF keine MCMs, keine Opterons Epycs, keine Threadripper, kein Einheitsdesign in großen, günstigen Stückzahlen, keine Chiplets, kein bezahlbares 7 nm, etc.. Wie weit man die Zen-"Architektur" fasst mag diskutabel sein, aber das ein Teil des Erfolgs der Zen-Prozessoren maßgeblich von einer teilweise von Keller entwickelten Technik abhängt, ist unstrittig. Wie groß die Anteile jeweils sind wäre wiederum ein zu diskutierendes Thema – einen guten Entwickler von jemandem mit gutem Timing und guter Personenkenntniss zu unterscheiden ist anhand von Teamprodukten nicht möglich.
        Mir ist die Bedeutung von Interconnects durchaus klar, und dennoch würde ich jetzt mal behaupten, dass AMD IF oder ein ähnliches System wohl auch ohne Keller hinbekommen hätte.
        Bzw, wo ich eigentlich hin will: Zen und die Architektur der Cores ist angesichts der Resourcen von AMD im Vergleich zu Intel einfach großartig geworden. Und das ist nicht der alleinige Verdienst des Ach-so-tollen Kellers, sondern eines hervorragenden, Effizienten Teams. Hauptsächlich ist Zen gut gewirden, weil die Cores schnell sind, nicht die Interconnects (wenngleich schlecht designte Interconnects die Cores verhungern lassen).
        Mir stößt diese glorifizierung einzelner Personen, vor Allem wenns die Falsche ist (wie oft wird vom Tatsächlichen Leadarchitekten berichtet?) Schon oft sauer auf. Su, Keller, Jensen- super. Koduri und Co =schlecht. Man kann schon mal das größere Ganze sehen

        Und ob die Entscheidung, Zen nun mit IF auszustatten von Keller kommt oder doch von Su oder dem Lead Architekten? Zumal IF ja keine Brandneue einzigartige Idee ist, sondern eine Weiterentwicklung bestehender Technologien, also auch hier hat Keller nichts alleine gemacht
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Touché.
        AMD-Professional-Kram halt. Immerhin spreche ich nicht von Athlon MP
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
        Bei den Opterons gab es noch keine IF, du meinst wohl Epyc
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