Intel Xe-HPG im Geekbench gesichtet
Eine Intel Xe-HPG (High Performance Gaming) ist im Geekbench gesichtet worden. Die Karte hat 4.096 Shader-ALUs und ist relativ niedrig getaktet. Entsprechend niedrig fällt auch das Ergebnis im OpenCL-Test aus. Eine Geforce RTX 3070 kann (mit mehr Shadern und höher getaktet) grob die vierfache Leistung abliefern.
Bei Intel laufen die Vorbereitungen, die Xe-Grafikkarten auf den Markt zu bringen. Zwar geht es zunächst mit Datacenter-Modellen los, aber es gibt auch immer wieder hinweise auf das, was kommendes Jahr als Gaming-Karte für den Desktop verkauft werden soll. Xe-HPG ist das, worauf Spieler achten müssen - HPG steht für High Performance Gaming. Und im Geekbench wurde nun ein entsprechendes Modell gesichtet.
Als Variante "NEO Graphics" soll die Karte mit 512 Ausführungseinheiten (entspricht 4.096 FP32-Shadern) am Käfig von AMD und Nvidia rütteln. Der Geekbench-Leak zeigt derweil einen recht niedrigen Takt von 1,15 GHz, der zu einem Testmuster gehören könnte. Auf dem Architecture Day von Intel sah man die GPU bereits mit 1,3 GHz Takt. Im OpenCL-Test kamen so 25.475 Punkte zusammen. Das ist im Vergleich zu einer Geforce RTX 3070 (5.888 FP32-Shader) kaum der Rede wert - die schafft 140.484 Punkte.
Auch lesenswert: Intel Xe: DG1 wird ausgeliefert, DG2 im Labor
Die große Frage ist nun, welche Potenziale Intel noch bergen kann. Zum einen wäre da natürlich der Takt. Zum anderen Treiber und Optimierung. Dass gleich die erste Karte der Xe-HPG mit der langjährig erfahrenen Konkurrenz den Boden aufwischt, sollte man ohnehin nicht erwarten. Da Xe mit 1-4 Tiles in erster Linie auch auf den Einsatz in Datacentern entwickelt ist, stellt sich zudem die Frage, welche Optimierungspotenziale in dem Design stecken, das für Gaming viel Ballast aus dem Computing-Segment nicht braucht. Die als DG2 bezeichnete Karte soll derzeit in den Testlaboren auf Gaming-tauglichkeit getrimmt werden.

tatsächlich in Konkurenz zu Nvidia und AMD treten würde , aber iwie fehlt mir der Glaube dran.
Mal sehen , wohin die Reise geht .
Deine "überspitzte Formulierung" war vollkommen Fehl am Platze, denn Intel verdient mit all seinen Produkten beträchtlich (und um ein Vielfaches mehr als AMD und nVidia zusammen) und warum sollten sie nun ein Produkt zurückhalten, nur weil du es nicht magst? Ist schlicht unsinnig und du im Speziellen/Einzelnen bist für Intels geschäftliche Planung sicherlich nicht relevant.
Wie schon erklärt, wenn Preis und Leistung stimmen, werden sie auf jeden Fall Käufer finden, ganz egal welches Leistungsniveau sie belegen werden. Und falls es dir entgangen ist ... das ist genau das Vorgehen, auf das sich AMD in den vergangenen Jahren im Wesentlichen berufen musste.
Wie Xe-HPG ausgelegt sein wird, bleibt abzuwarten, aber HP hat das gleiche FP32-Verhältnis wie LP, d. h. man kann annehmen, dass HPG bzgl. FP32 ebenso ausgelegt sein wird, d. h. gut 10,65 TFlops für ein einziges Tile bei gerade mal 1,30 GHz Takt an FP32-Peak-Leistung (und es sind bisher alles immer noch Engineering Samples). Ein Zwei-Tile-Design würde damit bereits 21,3 TFlops erreichen und wäre damit selbst im HighEnd problemlos konkurrenzfähig, so zumindest bzgl. der FP32-Leistung und das mit gerade mal 1,3 GHz Takt. *)
Eine RTX 3070 ist grundsätzlich bzgl. reiner Compute-Benchmarks ein schlechter Vergleich, da hier im Idealfall nVidia's Architekturumbau voll zum Tragen kommt, d. h. bis zu 20,4 TFlops im best case trotz der vergleichsweise wenigen CUDA Cores.
*) Zudem hat Intel für 2021 umfangreiche Kontingente des N6 bei TSMC gebucht und man weiß bereits, dass Xe-HPG extern gefertigt werden wird, d. h. hier wird man final noch etwas mehr Takt als nur die 1,3 GHz erwarten können.
Genausogut hättest du schreiben können, dass es AMD besser in den vergangenen zwei bis drei Jahren hätte unterlassen sollen GPUs anzubieten. Ist genau der gleiche Unsinn.