Intel DG1: Nur mit Intel-Prozessoren und speziellem BIOS?
Die jüngst vorgestellte DG1 von Intel kommt offenbar nur mit Intel-Plattformen klar, die über ein passendes BIOS verfügen. Das hat ein Intel-Sprecher gegenüber Legit Reviews bestätigt. Gründe werden keine genannt, was die Gerüchte befeuert. AMD bleibt mit Ryzen und AM4 außen vor.
Gestern stellte Intel die DG1 vor, eine dedizierte Grafikkarte mit 80 Ausführungseinheiten und 4 GiByte Speicher. Sie ist an den OEM-Markt gerichtet und die Leistung mit den 640 Shader-ALUs ist auch eher im Einstiegssegment des Gamings anzusiedeln - ganz gleich, wie hoch der Takt ausfällt. Doch für potenzielle Interessenten gibt es noch mehr Hürden, denn laut eines Berichtes von Legit Reviews kann die Karte im Moment nur mit speziellen Intel-Plattformen und passendem BIOS zusammenarbeiten.
Konkret genannt werden die Produkte Coffee Lake S und Comet Lake S mit den PCHs B460, B365 oder H310C. Die Mainboards müssen über ein passendes BIOS verfügen. Intel stellt demnach wirklich sicher, dass die Karten nicht irgendwo anders eingesetzt werden. Das wirft natürlich Fragen auf und ab hier kann man dann für den Moment nur orakeln. Die DG1-Karten sind in ihrer Konfiguration ganz klar an einen Volumenmarkt gerichtet. Die Systeme könnten sich häufig in chinesischen Internetcafés wiederfinden oder in Büros, wo die Monitor-Ausgänge der Mainboards nicht reichen. Etwa im Finanzsektor, wo Marktteilnehmer wie Matrox nach wie vor aktiv sind.
Denkbar ist daher, dass Intel seine Xe-Technik nun gerne im Volumenbetrieb sehen möchte und mit einem sehr strikt zugeschnitten OEM-Einsatz kann man auf der einen Seite Daten sammeln, auf der anderen Seite hat man im Bedarfsfall eine kurze RMA-Kette. Denkbar ist auch, dass man die Fabs mit 10 nm Superfin auslasten oder die Serienfertigung testen will. Das ist für den Moment allerdings genauso geraten wie etwa die Möglichkeit, dass Intel sich eine spezielle Zusammenarbeit mit den eigenen IGPs gebaut hat, die die Kombination voraussetzt. Zugegeben ist das wohl weit hergeholt und eher unwahrscheinlich. Aber es zeigt, dass bis zur offiziellen Aufklärung viel Spielraum für die Raterunde bleibt. Sicher ist, dass Intel mit Xe nicht ewig im Labor bleiben kann, denn manche Probleme tauchen erst im Praxisbetrieb auf - so wie es im Prinzip bei vielen komplexeren Serienprodukten ist.
Das ruft natürlich ohne Frage Kritiker auf den Plan, die einen Reifeprozess des Produktes beim Kunden sehen. Das ist zwar generell richtig, dürfte in einem kontrollierten OEM-Umfeld aber ein anderes Thema sein, als der direkte Vertrieb an den Endkunden, der sich dann mit der Technik herumärgern muss.
Quelle: Legit Reviews


Darüber hinaus, wie ich schon erklärte, nahm AMD bereits in 2015er GPUs eine erste, vorläufige Implementation vor, jedoch hatte man bisher nicht in außreichendem Maße an die Plattform Hand angelegt, sodass man die Funktionalität bisher nicht nutzen konnte und hat erst jetzt mit angepasster Firmware auf AM4 die Funktionalität nachgereicht (und wer weiß welche Hardwareanpassungen auf AMDs Plattform in den letzten Monaten/Jahren erfolgten, die die Umsetzung ggf. erst möglich machten? Frank Azor vermied bzgl. der zu behebenden Probleme auf der der Plattform jedwede Details, d. h. man kann zumindest vermuten, dass es sich eher um AMD-spezifische Probleme handelte als um generelle Probleme mit der PCIe-Spec).
AMD-Karten können SAM/RBAR offenbar bis herunter zu älteren GCN-Karten nutzen, spannend was User dort im Forum-Thread testen und herausfinden: https://www.computerbase....
Zudem sind neben Radeon RX 6000 („RDNA 2“) auch Radeon RX 5000 („RDNA“), Radeon RX 500/400 („Polaris“) sowie RX Vega und Radeon R9 („Grenada“) in der Lage die Funktion zu nutzen.
Am Ende werden die Unterschiede eher implementationstechnischer Natur im kleinen einstelline Prozentbereich sein und dabei bleibt zudem noch die Schwierigkeit zu bewerten, ob die Unterschiede tatsächlich durch ein "schlechter" implementiertes Feature zustande kommen oder eher schlicht dadurch, dass eine konkrete Game-Engine auf den anderen GPU-Architekturen möglicherweise das Spiel auch ein klein wenig anders handhabt?
nVidia erklärte ja bereits vor etwa zwei Monaten, dass sie bereits in der Entwickung vergleichbare Leistungszugewinne auf Ampere beobachten konnten und einen Beta-Test der Funktionalität gab es ja bereits in PCGH auf Intel-Boards.
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NVidia bewirbt ja nun extra neue Treiber mit diesem feature. (Von eventuellen BIOS-Updates der Grafikkarten mal abgesehen)
Wenn dem so ist, dann könnte AMD doch im Treiber die Funktionalität mit Intel Prozessoren einfach unterbinden
(Wie gesagt, nur als Hypothese bzw. Scherz, falls AMD sich "rächen" will, dafür, falls die Intel GPUs nicht auf AMD Hardware funktionieren sollten