Intel Arc Battlemage: Leaker mit Teilentwarnung
Intels neue Arc-Battlemage-Grafikkarten sollen doch nicht eingestellt oder verschoben werden - zumindest nicht vollständig. Angeblich sind nur die Notebook-Modelle betroffen.
In diesem Jahr stehen nicht nur AMDs RX-8000- und Nvidias RTX-5000-Grafikkarten an, sondern auch die zweite GPU-Generation von Intel - Arc Battlemage. Letzte Woche gab es vom Leaker "Golden Pig Upgrade Package" dazu aber schlechte Neuigkeiten: Demnach gibt es aktuell keine Details zu einer neuen Intel-GPU mit Codenamen DG3. Für Battlemage wurde damit nicht nur für dieses, sondern gleich auch für nächstes Jahr eine Absage erteilt.
Battlemage kommt
Inzwischen hat der Leaker seine Aussage aber relativiert - es gibt eine Teilentwarnung. Demnach meinte er mit dem Fehlen einer neuen GPU nur ein dediziertes Notebook-Modell. Offenbar will Intel mit Battlemage also keine Mobil-GPUs mehr anbieten. Der Desktop-Markt soll davon hingegen nicht betroffen sein. Dort werden die Battlemage-Grafikkarten also wohl durchaus wie geplant erscheinen.
Wie schon zur ursprünglichen Aussage von "Golden Pig Upgrade Package" gibt es dabei auch bei der Korrektur keine verifizierbare Quelle. Das Gerücht muss daher wirklich als solches behandelt werden - es ist nichts bestätigt oder wirklich bekannt. Falls der Leaker aber recht hat, wäre das für Spieler wohl eine gute Nachricht. Schließlich könnte weitere Konkurrenz in Form von Arc-Battlemage-Grafikkarte der Marktsituation helfen und die Preise in der kommenden Generation niedriger halten.
Zuletzt zum Thema: Intel Arc: Droht ein Grafikkarten-Fiasko? [Gerücht]
Im Notebook könnte ein vorübergehender Wegfall von Intels GPU-Bestrebungen hingegen wohl verschmerzt werden. Schließlich ist das Unternehmen dort ohnehin mit den eigenen IGPs vertreten. Und mit dem zunehmenden Aufkommen von Intels Chiplet-SoCs könnte es auch ohne eigene Battlemage-Modelle sein, dass das Unternehmen durch potenziell stärkere, integrierte Grafikeinheiten an Relevanz gewinnt.
Quelle: via 3D Center



Um es mal plakativ zu sagen ... "die OEMs" haben auch wenig Interesse daran ein Notebook mit einer AMD-CPU und einer AMD-dGPU auszustatten, wenn dann greifen sie eher zu einer nVidia-dGPU.
Aus technischer und finanzieller Sicht machen die MCMs am meisten Sinn, aus Marketing Sicht noch ein "RTX" auf der Verpackung.
Somit kommt meine Aussage auf das selbe hinaus: Zum paaren mit Intel CPUs gibt es technisch keine Notwendigkeit für ein getrenntes Board und da wo es notwendige wäre, nämlich eben mit den AMD CPUs, will es niemand.
Ergo ein durch und durch logischer Schritt keine dedizierten NB Chips anzubieten.
Um es mal plakativ zu sagen ... "die OEMs" haben auch wenig Interesse daran ein Notebook mit einer AMD-CPU und einer AMD-dGPU auszustatten, wenn dann greifen sie eher zu einer nVidia-dGPU.
Um hier mal den Analysten JPR für das 2. Quartal 2023 zu zitieren, AMDs mobiler Marktanteil bei dGPUs lag im HighEnd bei gerade mal 2 %. Im Entry-level lag der mobile dGPU-Anteil bei immerhin fast 10 %. (JPR clustert im Notebook-Segment hier nur nach High & Low). Intel hat in dem Quartel übrigens insgesamt geringfügig mehr dGPUs in Notebooks verkauft als AMD.
Wie gesagt, der Markt ändert sich gerade und die großen Hersteller sind mittlerweile zugunsten einer besseren Effzienz und Laufzeit eher gewillt eine MCM-CPU mit potenter iGPU zu verbauen anstatt einen dedizierten Grafikchip einzusetzen, der einige Produkteigenschaften verschlechtert und zudem mehr kostet. Bereits im Vorfeld zu Meteor Lake konnte man dazu einiges hören. Entsprechend werden die iGPUs nun größer, was die MCM-Bauweise beiden Herstellern nun "vergleichsweise einfach" ermöglicht. Hinzu kommt, dass bspw. ARL ein DropIn-Replacement für MTL sein soll, d. h. ein großer Hersteller muss nicht seine gesamte Plattform neu entwickeln, sondern kann mit einem kleineren Refresh zum Jahresende hin ARL-Produkte mit noch einmal größerer, noch leistungsfähigerer iGPU anbieten ... und AMD bläß ja in das gleiche Horn mit Strix / Halo.
In erster Linie wird diese neue Entwicklungsausrichtung von AMD und Intel im mobilen Segment daher nVidia treffen, deren Absatz insbesondere im unteren mobilen Segment schrumpfen wird.
*) Darüber hinaus bleibt anzumerken, dass bspw. bei der 1st Gen Alchemist die gleichen Dies für PCIe-Karten und mobile Chips verwendet werden ...
**) Randbemerkung, weil es bei der Recherche so nebenbei anfiel: Ebenso unsinnig ist es bspw. Mindfactory-Verkaufzahlen für eine Marktbewertung von AMD heranzuziehen. Die Zahlen dort haben mit AMDs Umsätzen am Markt überhaupt nichts zu tun. Beispielsweise in 2Q23 verkaufte Intel auf dem Desktop mehr CPUs ohne iGPU als AMD überhaupt insgesamt Desktop-CPUs verkauft hatte. Konkret hat Intel rd. 12,0 Mio. Desktop-CPUs in dem Quartal verkauft, während AMD gerade mal 2,9 Mio. absetzen konnte. Und wenn man dem Analysten JPR schon nicht trauen mag ... Mercury Research liefert vergleichbare Zaheln für das Quartal.
Bei den GPUs sind die MF-Zahlen ebensowenig für den Markt insgesamt aussagekräftig sondern diese repräsentieren nur die dortigen, lokalen Absatzverhältnisse und nicht mehr. Beispielsweise auf dem Desktop-HighEnd hatte AMD in 2Q23 gerade mal einen Anteil von knapp unter 10 % gemessen an verkauften GPU-Einheiten.
Zudem muss man den Einkaufspreis sehen, da wird AMD sicher Kombi-Angebote machen.