Arc A380: Intels Einstiegsgrafikkarte kann im Test bei Golem nicht überzeugen

53
News Norman Wittkopf Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Arc A380: Intels Einstiegsgrafikkarte kann im Test bei Golem nicht überzeugen
Quelle: Gunnir

Per Importware gibt es nun auch die ersten Tests aus Deutschland zu Intels bisher nur in China verfügbarer Desktop-Grafikkarte Arc A380, die dabei enttäuscht.

Nachdem es bereits im Juni erste Reviews zur Intel Arc A380 aus dem Ausland mit wenig konkurrenzfähigen Ergebnissen gegeben hatte, haben sich die Kollegen von Golem.de mit Computerbase und Igor's Lab zusammen getan, um das bisher einzige Herstellerdesign in Form der Intel Arc A380 Gunnir Photon OC zu importieren und nach unterschiedlichen Gesichtspunkten zu testen, da Intel selbst keine Muster der ersten Desktop-Grafikkarte mit Xe-HPG-Architektur bereitstellt.

Für umgerechnet 200 Euro kann die Karte dabei laut dem Fazit des Golem-Tests nicht mit der Konkurrenz von AMD und Nvidia im Einstiegssegment mithalten: Ohne Zuhilfenahme eines Systems mit Resizable-BAR-Support (rBAR) sei die Performance signifikant schlechter, aber auch mit dem Feature zur Verbesserung von GPU- und CPU-Kommunikation könne sich die Arc A380 weder mit einer Geforce GTX 1650 noch einer Radeon RX 6400 messen und benötige obendrein deutlich mehr Strom.

Treiber als Hauptproblem, aber auch Positives

Problematisch seien dabei vor allem der Treiber und die Spielekompatibilität, denn während die durchschnittliche Bildrate in 1080p-Auflösung noch als "halbwegs konkurrenzfähig" bezeichnet wird, gilt dies weder für Frametimes noch die einwandfreie Lauffähigkeit bei bestimmten Spielen bis hin zu Abstürzen, während außerdem noch Intels bildverbessernde DLSS/FSR-Alternative XeSS fehlt.

Doch es gibt auch positive Seiten, darunter AV1-Beschleunigung mit Decoding und Encoding sowie der vergleichsweise große Grafikspeicher mit 6 GiByte, während auch die Raytracing-Performance nicht schlecht sein soll. Bleibt als größter Kritikpunkt vor allem die ausbaufähige Treiberfunktionalität, die Intel laut Fazit bis zum Erscheinen kommender Gaming-Mittelklassekarten, wie der Arc A770 als hauseigenem Topmodell in Konkurrenz zur Geforce RTX 3070, dringend weiter vorantreiben sollte.

53
    • Kommentare (53)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Ich hab mir von Intel mit ihrem erneuten Anlauf wenig versprochen zum Start. Dass sie nur im Einsteigersegment landen, war mir klar. Nur, dass ausgerechnet alte spiele mit DX9,10, und 11 dann solche Leistungsabfälle verzeichnen, das habe ich mir nicht träumen lassen. Genau andersrum hätte ich es für sinnvoll erachtet. Unterm Strich bin ich also tatsächlich enttäuscht. Ich kann's halt überhaupt nicht nachvollziehen. Intel hat ihre iGPUs seit Sandybridge doch die ganze Zeit betreut. Wie kann es also sein, dass ihre neuen GPUs mit Spielen aus diesen Jahren nicht richtig wollen? Ja, eine deutlich größere und komplexere dGPU ist was anderes, ganz klar. Nur das Spiele gar abstürzen... das sollte so nicht sein. Diese Grafikkarte ist doch für Spieler gemacht. Da kann man sich nicht hinstellen und sagen dass man ja in diesem Bereich keine Erfahrung hat und die Treiber nicht mit alten Spielen arbeiten wollen. Dann hätte man sie schlicht noch nicht bringen sollen.
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Ich hab mir von Intel mit ihrem erneuten Anlauf wenig versprochen zum Start. Dass sie nur im Einsteigersegment landen, war mir klar. Nur, dass ausgerechnet alte spiele mit DX9,10, und 11 dann solche Leistungsabfälle verzeichnen, das habe ich mir nicht träumen lassen. Genau andersrum hätte ich es für sinnvoll erachtet. Unterm Strich bin ich also tatsächlich enttäuscht. Ich kann's halt überhaupt nicht nachvollziehen. Intel hat ihre iGPUs seit Sandybridge doch die ganze Zeit betreut. Wie kann es also sein, dass ihre neuen GPUs mit Spielen aus diesen Jahren nicht richtig wollen? Ja, eine deutlich größere und komplexere dGPU ist was anderes, ganz klar. Nur das Spiele gar abstürzen... das sollte so nicht sein. Diese Grafikkarte ist doch für Spieler gemacht. Da kann man sich nicht hinstellen und sagen dass man ja in diesem Bereich keine Erfahrung hat und die Treiber nicht mit alten Spielen arbeiten wollen. Dann hätte man sie schlicht noch nicht bringen sollen.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Shinna
        Die haben aber auch nicht so auf die K4cke gehauen...

        Damit "wirbt" Intel zBsp. bei ARC:

        Auch witzig

        Quelle: https://www.intel.com/con...
        Ja ok. Den Mund nehmen sie ganz schön voll.

        Zitat von xeonking
        Was viele aber gerne vergessen ist das Intel nicht erst seid gestern GPUs herstellt, dies machen sie schon sehr viele Jahre.
        Aber das sind doch andere GPUs. Kann man die überhaupt vergleichen?
        Zitat von xeonking
        Dazu noch diese Treiber Probleme, sowas darf man eigentlich nicht veröffentlichen. Hier wird meiner Meinung nach Intel sogar noch geschont wenn man nur bedenkt wieviel Manpower und Money hinter dem ganzen steht.. Da darf sowas nicht passieren.
        Ja viel Manpower und Geld haben sie. Das stimmt.

        Hier übrigens noch ein Test von CB: Intel Arc A380 im Test: Eine Woche zwischen Lachen und Weinen
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Spannend könnte auch Mal ein Linux Test der Karte sein. Der Open Source Treiber hat sich eigentlich selten was zu Schulden kommen lassen und es wäre auch nicht das erst Mal dass DXVK bessere CPU-Werte erreicht als DX9-11 nativ. Auch DXVK direkt auf Windows betreiben wäre einen Versuch wert.
      • Von Gast1662671404
        Zitat von RX480
        Na dann,
        die achso dollen Dt. können selber gar nix mehr, außer ein bunte Sticker und Preisschild auf Asienhardware draufkleben.
        Es wird vielleicht dort produziert, die Technik dahinter stammt aber ganz bestimmt nicht von dort. Die bauen den Kram nur zusammen, quasi wie Lego, Anleitung und bauen für einen Hungerlohn weil die Hersteller zu geizig sind.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Shinna
        Die Karten können scheinbar, wenn Game Developer bereit sind, mit angepasstem "Code recht gut" performen. Allerdings wird kein Studio das machen wenn die Basis der installierten Karten gering ist. Die Performance in alten Titeln, die aber nach wie vor sehr beliebt sind, ist aber so schlecht das zumindest die A380 jetzt "zerrissen" wird. Sprich im DIY Markt ist die Beliebtheit wohl nicht so hoch. Man muss es also irgendwie schaffen die Karten an den Mann zu bringen. Ob das dann mit einem Preis der wohl in der Region einer 3060Ti im Abverkauf liegt gelingt ist IMO sehr fraglich. Da muss der Herr Peterseen noch sehr viele Termine auf seiner Werbetour wahrnehmen.
        Ja, es ist ein Henne-Ei-Problem.
        Drum meinte ich ja weiter oben: wir können nur hoffen, dass Intel dran bleibt. Dann kann das in 5 Jahren was werden im oberen Performancesegment. Wenn man aber wieder schnell aus dem Markt austritt, wars das und die Karten werden zur Rarität
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk