Hunt: Showdown 1896 - Deutscher Multiplayer-Shooter mit neuer Crytek-5.11-Technik im Test

Mit Hunt: Showdown 1896 bringt die Entwickler-Legende Crytek den atmosphärischen Koop-Multiplayer-Shooter mit Horror-Fantasy-Steampunk-Western-Einflüssen ins neue Zeitalter - inklusive der frischen Cryengine 5.11. Wir laden zum Technik-Test samt Benchmarks.

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Hunt: Showdown 1896 - Deutscher Multiplayer-Shooter mit neuer Crytek-5.11-Technik im Test
Quelle: Crytek

Es liegt bereits viele Jahre zurück, doch einstmals animierte das deutsche Studio Crytek mit der kaum weniger illustren Cryengine nicht nur die nun zu Ubisoft gehörige Far-Cry-Reihe zum Leben, sondern ließ in Form von Crysis über Jahre hinweg sämtliche High-End-PCs kollabieren. Ambient Occlusion? HDR-Rendering? Vollwertige Ozean-Simulation? Vegetations- und komplexe Zerstörungsphysik? Was manche Spiele erst heute bieten, boten die Herren und Meister der sagenhaften Cryengine in nicht wenigen Fällen bereits im Jahre 2007. Auch wenn Crysis, Crytek und die Cryengine heute an Bedeutung verloren haben, die Legende lebt weiter. Nicht nur in Form von Memes, sondern tatsächlich Entwickler sowie Engine höchstselbst. Am 15. August 2024 hat die Cryengine mit Versionsnummer 5.11 ein großes Update erhalten. Hunt: Showdown 1896, die umfangreich erneuerte, auf den Stand heutiger Technik gebrachte Version des atmosphärischen PvPvE-Koop-Shooters Hunt: Showdown ist erschienen.

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Ist es ein Extraction-Shooter, ist es ein Online-Koop-Titel, ist es ein diebisch-freudiges Gank-Fest für einzelgängerische Jäger-Trolle? Als Spiel entzieht sich Hunt: Showdown gewissem Schubladendenken. Tatsächlich ist der atmosphärische Multiplayer-Shooter recht einzigartig, keine simple Klon-Kopie eines bereits vormals vertrauten und populären Konzepts. Während sicherlich auch einige Gameplay-Inspirationen einflossen - ein wenig Tarkov-Schusswaffen-Fetisch ist sicherlich erkennbar (Drücken Sie "i" um Ihr Schießeisen zu inspizieren), "Extraction" und "Battle Royale" sind als loses Konzept vertreten, es gibt Zombies wie in Left4Dead - ist Hunt: Showdown ein recht eigenständiges Konzept. Die Idee dahinter ist vielleicht vielmehr evolutioniert, denn mit von anderswo "kopierten" Ideen zusammengepuzzelt. Nicht vorhergesehene Irrungen und Wirrungen trugen schließlich dazu bei, dass aus Hunt: Showdown nun jenes Spiel geworden ist, das nun mit frischer Technik ein neues Zeitalter einläutet. Eine kurze Rekapitulation der Entstehungsgeschichte. Und nein, es handelt sich um keine wilde Räuberpistole, auch wenn es vielleicht einen solchen Anschein erwecken vermag.

Hunt: Showdown 1896 - Übersicht

Ursprünglich wurde Crytek USA mit der Entwicklung von Hunt: Showdown betraut, damals noch unter der Schirmherrschaft von THQ (später Nordic Games, aber auch das ist Geschichte.) Ehemals Vigil Games genannt, planten die im texanisch ansässigen Entwickler von Crytek USA, einen spirituellen Nachfolger der Spielereihe Darksiders zu produzieren. Nur mit Multiplayer. Angekündigt wurde die Absicht unter dem Namen Hunt The Horrors of a Gilded Age. Von dieser ursprünglichen Absicht überlebte allerdings höchstens ein grobes Konzept. Der ehemalige Publisher THQ ging bankrott und wurde im Insolvenzverfahren zerschlagen. Die Darksiders-IP gehört nun Nordic Games (THQ, dann Nordic Games, dann THQ Nordic, Teil der Embracer Group, vormals Nordic Games Publishing AB. Sind Sie etwa schon verwirrt?).

Crytek USA gibt es nicht mehr, ebenso wenig wie Crytek UK (heute wieder Free Radical Design), oder Crytek Kyiv (erst Blackwood Games, dann MY.GAMES und aktuell obendrein in Holland), oder Crytek Seoul, Crytek Istanbul oder Crytek Black Sea (nun Creative Assembly Sofia). Der ehemals für Hunt und weitere Titel von Crytek eingestellte, ehemalige Chef-Entwickler David Adams werkelt inzwischen bei dem von ihm gegründeten Gunfire Games. Und sogar die eigene Cryengine hat Crytek gewissermaßen verloren, Streitigkeiten und Gerangel mit Lizenznehmern wie Warhorse Studios (Kingdom Come: Deliverance) und unter anderem Cloud Imperium Games (Star Citizen) sowie Amazon sei "Dank". Die "Früchte" dieser Zankereien sind heute in Form der Amazon Lumberyard Engine (auch O3DE) zu bewundern, die auf der ehemaligen Cryengine basiert. Die Crytek entfleuchte Engine wird neben Kingdom Come: Deliverance 2 auch im Nachfolger zu bewundern sein und natürlich Star Citizen (plus Squadron 42, zwei Spiele, eine Lizenz, dies war einer der Gründe für die Rechtsstreitigkeiten) irgendwann zum Starten animieren. Die verflossene Ex-Crytek-Technik wird außerdem im Amazon-MMO New World genutzt. Crytek hat also nahezu alle größeren Lizenznehmer verloren, sie nutzen nun die Lumberyard-, nicht mehr die originale Cryengine.

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Doch zurück nach Deutschland, in das traditionelle Crytek-Frankfurt, zurück zu Hunt: Showdown. Denn am 30. Juli 2014 ging Crytek USA aufgrund der nötigen "Restrukturierung" in Luft auf, das zum damaligen Zeitpunkt in einen Free-to-Play-Shooter mutierte Hunt: Horrors of a Gilded Age kam nach Deutschland, zurück zum originalen Crytek-Studio nach Frankfurt. Darauf war es eine Weile still um Cryteks Projekt, bis schließlich am 16. Mai 2017 ein erster, offizieller Trailer respektive Lebenszeichen erschien, nun auch unter dem Namen Hunt: Showdown. Kurz darauf wurde bekannt gegeben, dass es ein Early-Access-Modell geben und obendrein eine Closed-Alpha-Version erscheinen würde. Diese Alpha-Testphase startete erstmals im Januar 2018, landete prompt auf unseren Testsystemen und wurde daraufhin bis zum 22. Februar verlängert, dem offiziellen Start der Early-Access-Phase. In prachtvoller Grafik dank Cryengine 5, mit SVOGI-Echtzeit-Voxel-GI, moderner Materialdarstellung, Tessellation und einem schon damals sehr eindrücklichem, Cryspacial getauften, Binaural-Audio für Kopfhörer. Wie auch Grafik und Inhalte hat auch das 3D-Audio ein weiteres, größeres Update erhalten.

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  1. Seite 1 Hunt: Showdown 1896 - Übersicht & Technik
  2. Seite 2 Hunt: Showdown 1896 - Setting, Gameplay und Details zum Spiel
  3. Seite 3 Hunt: Showdown 1896 - GPU-Benchmarks in 4 Auflösungen
  4. Seite 4 Hunt: Showdown 1896 - Performance und Tuning für alte Grafikkarten & Fazit
    • Kommentare (37)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von LightLoop Freizeitschrauber(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Crysis Wars kann man kostenlos spielen, für diejenigen die Hunt nicht mögen.
      • Von Birdy84 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Thario
        DLDSR + DLSS, Motion Blur aus, HDR an. Das Spiel sieht klasse aus so.
        Wieso Motion Blur aus? Empfinde den als sehr subtil, auf keinen Fall störend.

        Welche Auflösung spielst du konkret und mit welcher Graka?
      • Von Thario Schraubenverwechsler(in)
        DLDSR + DLSS, Motion Blur aus, HDR an. Das Spiel sieht klasse aus so.
      • Von Kyuss89 Software-Overclocker(in)
        Probiert Mal Image Sharpening zu benutzen, Hunt ist einer der Titel der dadurch m.M.n. deutlich profitiert und besser aussieht.

        Außerdem scheint Hunt VRAM Overclocking zu lieben. Wenn ich bei der 7900XTX auf 2700Mhz kommen ca. 5-10FPS mehr raus wenn ich das hochstelle. Kennt man das in der Vergangenheit von der CryEngine?
      • Von Farmerbob PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Bec00l
        Moin an alle

        Gestern auch mal getestet. Läuft Rund - Was mir aber auffällt, bei 4k alles Ultra + HDR, ist das es wirklich nicht gestochen scharf aussieht. Das sollte man ja bei der Auflösung durchaus meinen. Habt Ihr auch das Gefühl das alles etwas weichgezeichnet ist? Natürlich ist Motion Gedöns aus. Ansonsten macht das Game einen guten Eindruck.
        Bei meiner 6900XT hat es geholfen Anti Aliasing nur auf Stufe 2 zu stellen. Und kein FSR benutzen.
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