Horizon Zero Dawn im Technik-Test: Grafikkarten-Benchmarks
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Horizon Zero Dawn im Technik-Test: Grafikkarten-Benchmarks

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Nachdem wir die Technologie von Horizon Zero Dawn vorgestellt haben, geht es nun ans Eingemachte mit Grafikkarten-Benchmarks.

Horizon Zero Dawn im Techniktest: Grafikkarten-Benchmarks

Wie bei jedem PCGH-Techniktest üblich, haben sich vor den Messungen mehrere Redakteure an verschiedenen Systemen mit dem Spiel vertraut gemacht. Dazu greifen wir auf eine vom Publisher Sony bereitgestellte Review-Version zurück. Diese hat mittlerweile indes einen rund 38 GiByte großen Day-1-Patch erhalten, der insbesondere Stabilitätsprobleme lösen sollte - wobei schon unsere Review-Version sehr stabil und während unserem langstündigen Anspielens und Messens nicht abstürzte. Weitere Änderungen zeigen sich an einer Landestandsanzeige beim Shader-Kompilieren und einer Erweiterung des Grafikmenüs bei der Umgebungsverdeckung. In unserer Review-Fassung standen nur die Stufen "aus" und "original" zur Verfügung, nun lauten die Stufen "aus", "mittel", "hoch" und "ultra". Die mittlere Stufen entspricht dabei dem von uns genutzten "original", unsere Benchmark-Settings sind also Ultra-Details bis auf die Umgebungsverdeckung, die auf mittlerer Stufe steht. Weitere Performance-Auswirkungen haben wir bei mehrfachen Stichprobemessungen nicht feststellen können. Die Anisotrope Filterung ist auch nach dem Patch noch nicht korrekt aktiv, ein Umstand, den die Entwickler mit hoher Priorität anzugehen gedenken.

Horizon Zero Dawn belegt bei entsprechender Ausstattung viel Grafikspeicher. Bereits in Full HD werden knapp 8 GiByte in Beschlag genommen. Der Speicher wird aber nicht nur großzügig belegt, tatsächlich benötigt das wunderschön gestaltete Action-Adventure auch verhältnismäßig viel von dem kostbaren Silizium. Bei 4 GiByte kommt es in Full HD stellenweise zu niedrig aufgelösten oder verspätet ladenden Texturen, mit 8 GiByte sind Sie in WQHD nicht vor kleineren Nachladerucklern gefeit und in Ultra HD werden selbst die 11 GiByte einer RTX 2080 Ti knapp - hier und dort muss ausgelagert werden, es kommt zu kleineren Rucklern. Diese sind allerdings nicht so stark, dass sie den Spielspaß deutlich trüben. Dies passiert erst in (ohnehin ruckligem) 5K. Bei dieser Auflösung kann sich nur eine einzige Grafikkarte im PCGH-Testlabor in Szene setzen: die Radeon VII. Dank pfeilschneller 16 GiByte steckt sie die hohe Pixellast relativ souverän weg, ohne Nachladeruckler oder Texturschwund zu zeigen. Spielbar sind die erzeugten Bildraten um 15-20 Fps jedoch nur für Hartgesottene - in Kombination mit Radeon Image Sharpening sieht Horizon Zero Dawn dann jedoch einfach fantastisch aus. Es wird Zeit für neue Grafikkarten mit "mehr von allem".

Mehr als trübe wirkt die Darstellung, wenn nur wenig Grafikspeicher zur Verfügung steht und obendrein eine zu hohe Detaileinstellung und Auflösung gewählt wurden. Mit der speichertechnisch gehandycapten GTX 970 fallen bereits in Full HD bei Ultra-Einstellungen häufiger unscharfe Texturen ins Auge, ab WQHD werden diese richtiggehend matschig. Wird die Auflösung weiter erhöht, passt selbst die Geometrie von Horizon Zero Dawn nicht mehr in den Grafikspeicher der GTX 970, es kommt zu groben Fehldarstellungen, Vegetation und Gebäude verschwinden und poppen wieder auf, Texturen bestehen aus pixeligem und grobflächigem Farbbrei. Wir empfehlen daher für Full HD mindestens 6, besser jedoch 8 GiByte Grafikspeicher, für WQHD 8 bis 11 und mindestens 11, besser jedoch etwas mehr für Ultra HD - hoffentlich gibt es bald neue und den aktuell merklich wachsenden Speicheranforderungen vieler Spiele entsprechend üppiger ausgestattete Grafikkarten.

Ein erster Test der Detailstufen mit einer Radeon RX 590/8G in Full HD lässt die begründete Mutmaßung zu, dass sich mit leichtem Detailverzicht bereits viel Performance holen lässt. Vom Preset "Ultimative Qualität" (hier inklusive der Umgebungsverdeckung auf Ultra) zum nächsten "Qualität bevorzugen" gewinnt die RX 590 kräftige 44 Prozent an Fps hinzu. Auch das Absenken auf die Detailstufe "Original" bringt einen weiteren, deutlich merklichen Leistungsboost. Als nächstes steht für uns eine Untersuchung der einzelnen Detailregler an, um zu erörtern, welche der Optionen besonders viel Leistung benötigen.

Für die Grafikkarten- und Prozessor-Benchmarks von Horizon Zero Dawn verwenden wir maßgeschneiderte Szenen, welche Sie im eingebetteten Video sehen. Wie immer kommen die zum Testzeitpunkt aktuellen Grafiktreiber von AMD und Nvidia zum Einsatz, in diesem Fall der Geforce 451.85 Hotfix (welcher auf dem "game-ready" 451.67 WHQL basiert) und die brandneue Radeon Software 20.8.1. Beide Treiber werden von ihren Herstellern für Horizon Zero Dawn empfohlen. Im Falle der Geforce-Grafikkarten lassen wir Hardware-Accelerated GPU Scheduling, kurz HAGS, aktiviert. Da es bislang keinen neuen AMD-Treiber gibt, der Support für alle neuen Spiele sowie HWS bietet, verwenden wir die RSAE 20.8.1 anstelle der alten Version 20.5.1 mit HWS. Alle Messungen werden mittels CapFrameX durchgeführt.

Wie immer bieten wir Ihnen die Ergebnisse in den vier verbreiteten Auflösungen Full HD, WQHD, UWQHD und Ultra HD, welche Sie im folgenden Benchmark auswählen können. Ebenfalls PCGH-typisch ist die Verwendung von maximalen Details. Wie bei umfangreichen Open-World-Spielen üblich, ist auch Horizon Zero Dawn mal mehr und mal weniger anstrengend für die Hardware. Je nach Areal und Geschehen wechseln sich CPU- und GPU-Last ab. Nach vielen Stunden des Testens entschieden wir uns dazu, die Benchmarks mit einem etwas fortgeschritteneren Spielstand durchzuführen, da wir hier auf interessante Szenen stießen. Die GPU-Testsequenz gehört mit ihrer Objektdichte, Texturvielfalt und nicht zuletzt dem dichten Bewuchs zu den anspruchsvollsten Fleckchen, die Sie mit Aloy erkunden können. Faustregel: Erreicht eine Grafikkarte gute Bildraten in unserem Test, ist sie gerüstet für den Rest des Spiels.

Horizon: Zero Dawn ist kein Zuckerschlecken für Grafikkarten, so viel steht fest. Auffällig ist, dass das Spiel - wie Red Dead Redemption 2 - bei relativ geringen Bildraten einsteigt und höhere Auflösungen prozentual relativ günstig zu haben sind. Mit einem Prozessor-Limit hat das nichts zu tun. Ebenfalls auffällig ist das schwache Abschneiden aller Vega-Modelle, welche erst in den höheren Auflösungen prozentual an Boden gutmachen. Hier hilft die neue Radeon Software 20.8.2 nur wenig, die Durchschnitts-Fps steigen lediglich um ein Prozent gegenüber Version 20.7.2. Beim Perzentilwert sind etwas größere Zuwächse im 5-Prozent-Bereich zu verzeichnen.

Aufgrund der niedrigen Bildraten haben wir erneut eine manuell ans Maximum getaktete Geforce RTX 2080 Ti mit 16-GTs-RAM mitgetestet, deren Werte Sie als "RTX 2080 Ultra" im Benchmark sehen. Wir erwarten, dass die kommende Geforce "RTX 3080" auf diesem Niveau rangieren wird. Wie die Geschichte ausgeht, erfahren Sie, wenn es soweit ist. Bis dahin werfen Sie am besten einen Blick auf Grafikkarten-Benchmarks 2020/2021: 20 Benchmarks, 11 Grafikkarten, 4 Auflösungen - Fazit nach gut 3.000 Messungen.

Die Grafikkarten-Messmethodik der PCGH

Basierend auf Leser-Feedback verwendet PC Games Hardware für Spiele-Benchmarks seit einigen Jahren keine Referenz-Grafikkarten mit Standard-Taktraten mehr. An ihre Stelle treten Herstellerdesigns samt werkseitiger Übertaktung, wie sie von einem Großteil unserer Community verwendet werden. Hierbei handelt es sich um typische Modelle, wenngleich "typisch" gar nicht so einfach zu definieren ist. Die Auswahl richtet sich nicht nur daran, welche Grafikkarten noch im PCGH-Testlabor anwesend sind, sondern auch, ob sie repräsentativ für das jeweilige Modell sind: Wir nutzen nach Möglichkeit weder unübertaktete, sich wegen Überhitzung drosselnde oder enorm schnelle Herstellerdesigns, sondern "Vernunftversionen", wie wir sie auch in den PCGH-Grafikkartentests meistens empfehlen. In Einzelfällen, etwa bei besonders anspruchsvollen Spielen, weichen wir von diesem Credo ab und testen besonders flinke Varianten. Beachten Sie bitte, dass wir nicht sämtliche Modelle am Markt testen können, sondern uns auf eine Auswahl beschränken müssen. Auch behalten wir uns vor, einzelne hier herangezogene Herstellerkarten in anderen Tests auszutauschen, beispielsweise dann, wenn sie das Testlabor verlassen müssen.

Jede Grafikkarte wird vor den Benchmark-Durchläufen einer Aufheizperiode unterzogen, während derer sich der Kerntakt (Boost) auf ein bestimmtes, von Modell zu Modell unterschiedliches Niveau absenkt. Auf diese Weise vermeiden wir unrealistisch hohe Werte: Eine gerade aus dem Regal genommene Grafikkarte, noch kalt vom Nichtstun, boostet höher als im normalen Betrieb nach einiger Zeit unter Last. Die durchschnittliche, automatisch gesetzte GPU-Taktfrequenz beim Test der jeweiligen Karten finden Sie in den Benchmarks. Die tatsächliche Frequenz ist wichtig und kann angesichts der großen möglichen Unterschiede nicht einfach unter den Tisch fallen, denn "RTX 2080 Ti" ist nicht "RTX 2080 Ti" respektive "GTX 1080 Ti" ist nicht "GTX 1080 Ti" - je nach Herstellerdesign können zehn Prozent Differenz dazwischen liegen. Hinterfragen Sie daher Messwerte im Internet, die ohne jegliche Taktangabe veröffentlicht werden. Dem gegenüber stehen wenige Grafikkarten, von denen keine übertakteten Versionen existieren. Die prominentesten sind AMDs Radeon VII und die ältere R9 Fury X, welche wir jeweils im Referenzdesign testen - gäbe es OC-Versionen, würde eine solche in den Benchmarks mitmischen.

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  2. Seite 2 Horizon Zero Dawn im Technik-Test: Grafikkarten-Benchmarks
  3. Seite 3 Horizon Zero Dawn im Technik-Test: CPU-Benchmarks und Fazit
    • Kommentare (481)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Dr1val Software-Overclocker(in)
        Juhu, back to Mother's Heart für's nächste CPU- und RAM-Tuning, falls ihr wieder dieselbe Benchmarkszene wählt wie im Original.
      • Von Dr1val Software-Overclocker(in)
        Juhu, back to Mother's Heart für's nächste CPU- und RAM-Tuning, falls ihr wieder dieselbe Benchmarkszene wählt wie im Original.
      • Von Xaphyr BIOS-Overclocker(in)
        Boah, waaas? Nichtmal in 8K downsampling? RAFF ich nicht

        Späßle, mir scheint, dass das aufgepoppe deutlich verbessert wurde.
      • Von PCGH_Raff Kokü-Junkie (m/w)
        Die ultimative Version ... rückblickend witzig. Es konnte ja niemand ahnen, dass die noch viel ultimativererere Version heute startet. Zum Vorglühen für unseren Techniktest:

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        MfG
        Raff
      • Von blautemple Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von RicksPowerPC
        (M)eine 1650 Super OC (1900 Chiptakt / 13Ghz GDDR 6) ist wesentlich schneller als ne 1060 - und fast so schnell wie ne 1660.. (-10 %) - ja bin auch überascht, das es bei mir so gut flutscht. Liegt vielleicht auch PCIe 4.0 und 570er Chipsatz ?
        Du kannst jederzeit die Szene von PCGH nachtesten:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von RicksPowerPC Schraubenverwechsler(in)
        (M)eine 1650 Super OC (1900 Chiptakt / 13Ghz GDDR 6) ist wesentlich schneller als ne 1060 - und fast so schnell wie ne 1660.. (-10 %) - ja bin auch überascht, das es bei mir so gut flutscht. Liegt vielleicht auch PCIe 4.0 und 570er Chipsatz ?
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