Hogwarts Legacy: PCGH-Tuning-Tipps - Ruckelfrei auch auf Mittelklasse-Grafikkarten mit 8 GiB

Hogwarts Legacy stellt hohe Hardware-Anforderungen. Bei diesen sind sowohl Grafikleistung, CPU-Performance sowie die Speicherausstattung von hoher Bedeutung. Wir haben Hogwarts Legacy mit zwei Mittelklasse-GPUs analysiert und geben Tipps, wie Sie Ruckeln, Streaming-Aussetzer und einbrechende Leistung effektiv vermeiden.

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Hogwarts Legacy: PCGH-Tuning-Tipps - Ruckelfrei auch auf Mittelklasse-Grafikkarten mit 8 GiB
Quelle: PC Games Hardware

Hogwarts Legacy ist der erste große Hit des Jahres 2023. Unseren umfangreichen Technik-Test finden Sie hier, an dieser Stelle soll es ausschließlich um Performance-Tipps und einige Beobachtungen gehen, welche die Leistung beeinträchtigen können. Denn das stimmungsvolle Abenteuer in Harry-Potter-Universum ist ein recht anspruchsvolles Spiel, daran gibt es zum aktuellen Zeitpunkt wenig zu rütteln. An diesem Umstand ändert auch der jüngst überraschend eingetroffene Patch nichts allzu Gravierendes, einige kleinere Verbesserungen sind indes merklich. Der ebenfalls jüngst erschienene AMD-Treiber Radeon Software 23.2.1 samt WHQL-Siegel hat obendrein einige Fixes und Optimierungen für Hogwarts Legacy erhalten. Das Zauberabenteuer auf Basis der Unreal Engine 4 läuft auf Radeons nun etwas runder, obendrein sind störende Grafikfehler wie die weiß getünchte Vegetation verschwunden. Von Nvidia gibt es aktuell lediglich den Geforce 528.49 WHQL, bei diesem wurde in der Feature-Liste immerhin nachträglich ein "initialer Support" für Hogwarts Legacy nachgetragen - was immer das auch bedeuten soll.

PCGH prüft Mittelklasse-Grafikkarten

Für unser Testvorhaben haben wir eine Vielzahl Probleme von Spielern in Foren, bei Steam und in Videos studiert. Alle Umstände zu testen, ist auch für die engagiertesten Benchmark-Künstler nicht zu schaffen, doch wir wollen uns auf einige interessante und gewichtige Punkte konzentrieren. Schauen Sie dazu am besten auch unser Video, dort können Sie den Ablauf der Messungen nachvollziehen und auch erkennen, wo und weshalb Ruckler überhaupt auftreten. Wir präsentieren Ihnen obendrein Messungen mit einer RX 6600 XT sowie einer RTX 3060 Ti in Full HD, beide Grafikkarten sind mit (für Hogwarts bereits in Full HD knappen) 8 GiByte RAM ausgestattet. Wir haben beide durch eine ganze Reihe Settings gejagt, darunter neben Ultra-Details außerdem mit Upsampling und händisch optimierten Details. Des Weiteren prüfen wir, wie realistisch der Einsatz von Raytracing mit diesen beiden Grafikkarten ist. Wir untersuchen obendrein einige weitere potenzielle Problemstellen, etwa die Performance mit nur 16 GiByte RAM, oder was geschieht, wenn die bereits durch ihre PCI-E-x8-Anbindung beschnittene RX 6600 XT nochmals durch PCI-E 3.0 ausgebremst wird.

Für unsere Messungen setzen wir auf unser Spiele-Testsystem samt Intel Core i7-12900K sowie 32 GiByte DDR5-6000er RAM. Hier geht es also primär um die Grafikleistung. Allerdings ist Hogwarts in einigen Situationen (und insbesondere mit der Geforce RTX 3060 Ti) dennoch stark CPU-limitiert.

Hogwarts Legacy - Tuning - Der Startpunkt unserer Messungen im Keller des Gewächshauses. Zu Beginn der Messung ist die Last stets niedrig, der Speicher noch wenig stark gefordert. Quelle: PC Games Hardware Hogwarts Legacy - Tuning - Der Startpunkt unserer Messungen im Keller des Gewächshauses. Zu Beginn der Messung ist die Last stets niedrig, der Speicher noch wenig stark gefordert.

Wir listen außerdem den Bedarf an Videospeicher, die Belegung und Auslastung des Hauptspeichers, die CPU-Performance und -Thread-Auslastung sowie weitere Metriken, die Ihnen dabei helfen sollen, etwaige Performance-Engpässe aufzuspüren, die richtigen Schlüsse zu ziehen und auf Ihrem heimischen Rechner die passenden Einstellungen zu wählen. Im Video erfahren Sie einige Details bezüglich Streaming und an welchen Stellen dieses in besonderem Maße die Leistung beeinflusst, wo tendenziell besonders hohe Grafik-, Speicher- oder CPU-Anforderungen entstehen und wie Sie diese Engpässe erkennen. Achten Sie insbesondere auf die speicherrelevanten Daten, werfen Sie obendrein einen Blick auf CPU- und GPU-Auslastung.


Hogwarts Legacy: Flüssig spielen mit RX 6600 XT und RTX 3060 Ti?

Um dem Spiel in einer ganzen Reihe Lastszenarien auf den Zahn zu fühlen, haben wir uns einen 177-Sekunden dauernden, durch eine Vielzahl Umgebungen führenden Benchmark-Parcours abgesteckt. Dieser beginnt im Keller des Gewächshauses. Anmerkung: Die dortige Spiegelung auf dem Tank wird im Übrigen nicht durch Raytracing veredelt, selbst wenn dieses zugeschaltet wird, wie im Video suggeriert, sondern nur die Spiegelung auf der Wasseroberfläche - jene auf den Glaswänden des Tanks bleiben auch bei Raytracing Screen-Space-Effekte. Die beschriebenen Aussetzer sind also auch beim Einsatz der Raytracing-Spiegelungen weiterhin sichtbar. Beachten Sie, dass die Werte im Video von unseren Messungen etwas abweichen, da wir die Szene per Radeon Software von der GPU aufzeichnen lassen. Insbesondere die Speicherbelegung ist daher höher und es kommt verstärkt zu Streaming-Pausen (etwa bei der Türe bei ca. Sekunde 40).

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Von dem Keller aus bewegen wir uns durch mehrere Türen respektive Streaming-Portale durch das schick ausgeschmückte Hogwarts, durch mehrere verbundene Räume, den kleinen Park im Inneren und von dort in die Eingangshalle. Zwei dieser Streaming-Grenzen sind besonders interessant und auffällig, zum einen die Türe zum kleinen Garten im Innenhof (sichtbar in den Frametimes bei etwa Sekunde 40) sowie das große Portal in der Eingangshalle (Frametime: bei Sekunde ~70).

Hogwarts Legacy - Tuning - Die erste Türe mit merklicher Ladepause. Bei ca. Sekunde 40 treten wir vor dieses Streaming-Portal in Form einer Türe zum Garten im Inneren Hogwarts. Quelle: PC Games Hardware Hogwarts Legacy - Tuning - Die erste Türe mit merklicher Ladepause. Bei ca. Sekunde 40 treten wir vor dieses Streaming-Portal in Form einer Türe zum Garten im Inneren Hogwarts.

Besonders hohe Streaming-Last

Bei diesen ist die Streaming-Last besonders hoch, hier gibt es am ehesten Aussetzer bei knappem Speicher, verringerter PCI-E-Anbindung, zu langsamer Festplatte oder zu wenig Prozessor-Leistung. Ein weiterer bemerkenswerter Ausreißer tritt beim Flug mit dem Besen bei rund 114 Sekunden auf - dieser ist in nahezu jeder Messung in ähnlicher Stärke auffindbar und ließ sich trotz unserer Bemühungen nicht vollständig eliminieren. Hier sehen Sie die Frametimes mit nativer Full-HD-Darstellung ohne Upsampling mit Ultra-Details sowie deaktiviertem Raytracing.

Hogwarts Legacy - Tuning - Dies ist das Hauptportal in der Eingangshalle von Hogwarts. Das spiel läd hier sehr viele Daten nach, sobald Sie eine der Treppen herunterlaufen. Das Streaming dauert in diesem Bereich oft mehrere Sekunden, kann mit passenden Settings aber zur Laufzeit und ohne allzu heftige Einbrüche geschehen. Quelle: PC Games Hardware Hogwarts Legacy - Tuning - Dies ist das Hauptportal in der Eingangshalle von Hogwarts. Das spiel läd hier sehr viele Daten nach, sobald Sie eine der Treppen herunterlaufen. Das Streaming dauert in diesem Bereich oft mehrere Sekunden, kann mit passenden Settings aber zur Laufzeit und ohne allzu heftige Einbrüche geschehen.

Frametimes Full HD nativ, Ultra-Preset, Raytracing aus
Hogwarts Legacy - Tuning - Frametimes Full HD nativ, Ultra-Preset, RT aus - RX 6600 XT 
Hogwarts Legacy - Tuning - Frametimes Full HD nativ, Ultra-Preset, RT aus - RX 6600 XT  Hogwarts Legacy - Tuning - Frametimes Full HD nativ, Ultra-Preset, RT aus - RTX 3060 Ti 

Und hier die Bildraten - wie Sie sehen, liegen die Durchschnitts-Bildraten relativ hoch, allerdings liegt dies daran, dass der erste Teil der Messung (bis circa Sekunde 75) in den Innenräumen von Hogwarts stattfinden. Hier ist zwar die Streaming- und Speicherlast hoch, allerdings auch die Bildraten. Beim Besenflug durch die nächtlichen, in volumetrischen Nebel gehüllten Umland von Hogwarts liegt die Grafiklast weitaus höher. Hier fallen die Frameraten mit voller Full-HD-Auflösung und Ultra-Details stellenweise unter 50 Fps. Um sowohl in Hogwarts als auch beim Besenflug flüssige Bildraten zu erzielen, müssen wir die Details anpassen.

Hogwarts Legacy - Tuning - Der nächtliche Besenflug ist sehr grafiklastig. Hier bestimmt am ehesten die reine GPU-Power die Bildrate. Quelle: PC Games Hardware Hogwarts Legacy - Tuning - Der nächtliche Besenflug ist sehr grafiklastig. Hier bestimmt am ehesten die reine GPU-Power die Bildrate.

Es reicht etwa nicht, uns nur auf moderne Upsampling-Verfahren zu verlassen. FSR 2, DLSS und Konsorten können zwar die Last für die Grafikkarte reduzieren, doch da die Verrechnung der Bilder ebenfalls Grafikleistung benötigt und mit Upsampling von Rastergrafik außerdem trotz Verringerung der internen Auflösung oft nur verhältnismäßig wenig Grafikspeicher einspart werden kann (siehe etwa PCGH-Ausgabe 03/2023 oder [PLUS]-Artikel), bringt uns Upsampling allein nur begrenzt weiter. Die beiden Grafikkarten mit Ultra-Details und Quality-Upsampling.

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  1. Seite 1 Hogwarts Legacy Tuning: Flüssig spielen mit RX 6600 XT und RTX 3060 Ti?
  2. Seite 2 Hogwarts Legacy Tuning - Die richtigen Details ergründen
  3. Seite 3 Manuell angepassten PCGH-Settings für flüssige Performance & Fazit
    • Kommentare (13)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von meckswell Freizeitschrauber(in)
        Vielen Dank für die Tuning Tipps, ist sehr gut.
      • Von meckswell Freizeitschrauber(in)
        Vielen Dank für die Tuning Tipps, ist sehr gut.
      • Von PCGH_Phil BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Olstyle
        Kann es sein dass in einem Artikel in dem mehrfach das CPU-Limit erreicht und diskutiert wird nicht drin steht welche CPU verwendet wird?
        Dass es ein 12900k(der optimierte oder Stock?) war hab ich erst in den Screenshots gefunden.
        Ja, hab ich - kinda - vergessen bzw. weggelassen. In den Videos/Bildern ist es zu sehen, unten bei den Benchmarks auch. Ich pack das da gerade noch rein, auch wenn es jetzt wohl kaum noch wer liest. Sorry, ist vielleicht ein wenig sowas wie Betriebsblindheit, I guess.

        Gruß,
        Phil
      • Von Gurdi Kokü-Junkie (m/w)
        Naja es gibt bei dem Spiel schon fiese Ecken, vor allem wenn viel Vegetation im Spiel ist.
      • Von Liza Software-Overclocker(in)
        Also meine 3060 Ti FE läuft aktuell undervoltet auf max. 1700 Mhz @800mv.
        Da merkt man auch kaum einen Unterschied zwischen den Stockwerten und dem geringeren GPU Takt bei Hogwarts Legacy.

        Aber ich kann mich absolut nicht beklagen, mit 1440p und DLSS auf Performance, soweit alles auf High,
        Material auf Ultra, Himmel auf Mittel (sieht man keinen Unterschied), Schatten auf Ultra und hab durchgängig meine 60 fps. Empfinde die Karte auch alles andere als Mittelklasse. ?
        Mein gesamter Rechner verbraucht so aktuell lediglich maximal 140 Watt, eher weniger + 60-80 Watt der TV.
        Bin also auch recht Stromsparend unterwegs.

        Solche Tests sind schon ganz gut, aber sie spiegeln für mich halt wirklich nur sehr eingeschränkt wieder was die wirkliche Performance angeht, da sich die Benchmarks eben auf bestimmte Gebiete im Spiel beschränken.
        Weil hat man ansich zu 95% stabile 60fps und droppt es 3-4 mal runter auf 45fps, hat man im Test min 45 und max 60.
        Ein Leihe denkt dann bei den Zahlen vllt das Spiel läuft nicht gut, dabei sind so kurze FPS Einbrüche, wenn man nicht gerade eine FPS Anzeige dauerhaft eingeblendet hat, kaum bis gar nicht spürbar und vernachlässigbar. So jedenfalls mein Empfinden.
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Olstyle
        Kann es sein dass in einem Artikel in dem mehrfach das CPU-Limit erreicht und diskutiert wird nicht drin steht welche CPU verwendet wird?
        Vielleicht nicht im Text (noch nicht alles gelesen), aber auf jedem Screenshot oben links.
        Ich bin übrigens gerade dabei, noch einen erweiterten Tuning-Teil zu bringen, der sich mit den einzelnen Grafik-Presets beschäftigt. Wird eher bilderlastig, aber höchst interessant, so viel sei gesagt
      Direkt zum Diskussionsende
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