Gewaltiger Shooter-Flop: Highguard-Entwickler wurden "von der ersten Minute an zum Gespött"

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Gewaltiger Shooter-Flop: Highguard-Entwickler wurden "von der ersten Minute an zum Gespött"
Quelle: Wildlife Entertainment

Nach dem gefloppten Highguard äußert sich Josh Sobel, ehemaliger Technical Artist bei Wildlight Entertainment, zu den Hintergründen des Scheiterns. Seiner Meinung nach hatte das Spiel eigentlich nie eine Chance.

Einer der ehemaligen Entwickler des Studios Wildlight Entertainment hat jetzt Einblicke in die schwierige Phase zwischen der Ankündigung und dem Release des Shooters Highguard gegeben. Auf der Plattform X erzählt der mittlerweile entlassene Mitarbeiter Josh Sobel in einem ausführlichen Posting über die massiven negativen Reaktionen, die bereits unmittelbar nach der ersten Vorstellung bei den Game Awards einsetzten, und was das für das Team und das Spiel bedeutete. Auf Steam rutschte der Shooter schon nach kurzer Zeit praktisch in die Versenkung.

Laut Aussagen des ehemaligen Technical Artist wurde das Projekt von Beginn an mit "falschen Annahmen" seitens der Gaming-Community konfrontiert. Nachdem das Team zweieinhalb Jahre am Spiel gearbeitet hatte, und aufgrund der guten Reputation (für Apex Legends und Titanfall) durchweg sehr positives Feedback erhalten hatte, setzte Geoff Keighley es auf einen der aufmerksamkeitsstärksten Plätze innerhalb der Game-Awards-Show.

Da es der letzte Trailer bei den Game Awards war, hatten die Spieler sehr hohe Erwartungen an das "one last thing". Die Erwartung, etwas Großartiges zu sehen, wurde durch die Ankündigung eines für viele Zuschauer austauschbaren, kostenlosen Hero-Shooters im Stil des gefloppten Concord nicht erfüllt. In der Folge wurde das Team in den sozialen Medien "von Minute 1 an Häme und Spott ausgesetzt", denn "der Hass begann sofort". Sobel wurde dabei persönlich zur Zielscheibe der Kritik und musste seinen X-Account auf privat stellen, was einige Content-Creator nicht davon abhielt, weiter über ihn herzuziehen, ob seiner angeblichen Naivität und Feigheit, wie er verrät.

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Dazu kamen laut Sobel falsche Annahmen, aufgrund derer der Platz in der Game Awards Show angeblich für Millionenbeträge gekauft worden sei. Die Diskussionen schaukelten sich hoch und fanden mit mehr als 14.000 negativen Kritiken nach Verkaufsstart ihren Höhepunkt. Viele der entlassenen Mitarbeiter würden jetzt wohl lieber bei einem etablierten, großen Konzern anheuern, und andere Entwickler, die Ähnliches vorhätten, würden ihr Vorhaben aufgrund der Highguard-Erfahrungen vermutlich in vielen Fällen nicht mehr umsetzen, was Sobel in Konsequenz als "Die Innovation liegt im Sterben" bezeichnet.

Insgesamt wünscht er sich, dass "der Untergang des Spiels nicht genüsslich ausgeschlachtet" worden sei, sondern Highguard eine Chance bekommen hätte und die dahinter stehenden Personen, die "ein unterhaltsames Spiel ohne KI und Konzernkontrolle" entwickeln wollten, Besseres verdient hätten. Er wünscht abschließend den verbleibenden Kollegen bei Wildlight Entertainment alles Gute für die Zukunft des Spiels.

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Quelle: Josh Sobel, via X

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    • Kommentare (51)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Kerplunk Kabelverknoter(in)
        Zitat von der_yappi
        Und wenn soz. Medien der Spiegel der Gesellschaft sind, gilt das auch für Entwickler.
        Selbstverliebt, Kritikunfähig bzw. fühlen sich beim kleinsten Gegenwind gleich in Ihrer Ehre angegriffen, schreien nur nach "Hass und Hetze" - haben aber klein Problem damit ihr Kundengruppe zu attackieren, denken ihr Output wäre das Nonplusultra und nur sie sind im Recht, etc pipapo
        Wildlights Problem war die hatten keine richtigen externen Tester, weil so was wie kleinere Karten, eine höhere Spieleranzahl oder schlechten Spielablauf hätten externe Tester sofort gefunden.

        Ich persönlich würde noch sagen die Waffen sehen langweilig aus
      • Von Kerplunk Kabelverknoter(in)
        Zitat von der_yappi
        Und wenn soz. Medien der Spiegel der Gesellschaft sind, gilt das auch für Entwickler.
        Selbstverliebt, Kritikunfähig bzw. fühlen sich beim kleinsten Gegenwind gleich in Ihrer Ehre angegriffen, schreien nur nach "Hass und Hetze" - haben aber klein Problem damit ihr Kundengruppe zu attackieren, denken ihr Output wäre das Nonplusultra und nur sie sind im Recht, etc pipapo
        Wildlights Problem war die hatten keine richtigen externen Tester, weil so was wie kleinere Karten, eine höhere Spieleranzahl oder schlechten Spielablauf hätten externe Tester sofort gefunden.

        Ich persönlich würde noch sagen die Waffen sehen langweilig aus
      • Von Capucius Software-Overclocker(in)
        Ich habe bewusst "Spieler im Internet" geschrieben, die Mehrheit zockt einfach in Ruhe ein Spiel oder nicht und heult nicht im Internet darüber herum. Das ist eine laute Minderheit. "Keine andere Gruppe wird so getargeted, ausgenutzt, ignoriert und verarscht"... Dir fällt wirklich keine andere Gruppe ein? Na ein Glück geht es alleinerziehenden Müttern besser als den armen Spielen.
      • Von G4mest3r BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Capucius
        Spieler im Internet sind einfach die Pest. Es gibt kaum eine andere Gruppe, die so negativ und toxisch ist.
        Genau! NIEDER mit den Spielern! Diese Pest.
        Die braucht man nicht.

        Können ja die Investoren, Marketingabteilungen, CEO's, Professionellen Kritiker und die Fachpresse die Spiele kaufen und finanzieren.

        Lasst uns doch endlich mit eurem Sche1ss in Ruhe und gebt Euer eigenes Geld dafür aus.

        (Ich würde mich mal an Eurer beider Stelle fragen, warum das mittlerweile so ist. Vielleicht, weil keine andere Gruppe so getargeted, ausgenutzt, ignoriert und ver*rscht wird? "Zahlen und Fr*sse halten" - Oder was ist da der Business-Plan?
        Die Spiele-Industrie -besonders die großen Publisher- im Internet sind doch die negativsten, toxischsten und ignorantesten gegenüber ihrer angeblichen Kundschaft - und wenn man das nicht mehr mit sich machen lässt, ist man selbst dann der Böse?! Diese Logik muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Und ihr schluckt diese Ausrede auch noch?! )
      • Von Capucius Software-Overclocker(in)
        Spieler im Internet sind einfach die Pest. Es gibt kaum eine andere Gruppe, die so negativ und toxisch ist.
      • Von der_yappi Volt-Modder(in)
        Also wie ich es schon mal geschrieben habe in https://extreme.pcgamesha...

        Zitat von der_yappi
        Dustborn
        Zitat

        Du meinst wahrscheinlich das Spiel Dustborn (veröffentlicht im August 2024), das genau in dieses Muster passt und einen der spektakulärsten Misserfolge des Jahres hinlegte.
        Hier sind die Fakten zu diesem Fall:


        Das Spiel: Ein Roadtrip-Action-Adventure, das in einer dystopischen, gespaltenen USA spielt. Die Protagonisten sind eine Gruppe von "Outcasts" und Aktivisten, die Worte als Waffen einsetzen können (z. B. Angriffe wie „Trigger“, „Cancel“ oder „Bully“), um Gegner zu manipulieren oder zu besiegen.
        Die Kommentare & Haltung: Die Entwickler von Red Thread Games bewarben das Spiel sehr offensiv mit politisch aufgeladenen Botschaften. Als nach dem Release massive Kritik an der Schreibweise und der „belehrenden“ Art des Spiels aufkam, reagierten Beteiligte dünnhäutig. CEO Ragnar Tørnquist bezeichnete die Ablehnung als „Tidal Wave of Hate“ (Flutwelle des Hasses) und zeigte sich überrascht von der extrem negativen Reaktion, während Kritiker in sozialen Medien oft pauschal als Trolle abgetan wurden.
        Der Flop: Das Spiel startete auf Steam mit einer gleichzeitigen Spielerzahl von lediglich 83 Personen – ein katastrophaler Wert für einen Titel, der massiv von Sony und durch staatliche Fördergelder (z. B. vom Norwegian Film Institute) unterstützt wurde. Später fiel die Zahl der aktiven Spieler teilweise in den einstelligen Bereich.

        Concord
        Zitat von
        Die Situation: Der Sony-Shooter wurde bereits zwei Wochen nach Veröffentlichung wieder vom Markt genommen und die Server abgeschaltet.
        Die Kommentare: Entwickler und Beteiligte hatten im Vorfeld kritische Stimmen aus der Gaming-Community in sozialen Netzwerken oft herablassend behandelt oder als "talentlose Freak-Show" bezeichnet, was die Ablehnung potenzieller Spieler verstärkte.
        Folge: Einer der schnellsten und teuersten Totalausfälle in der Geschichte der Videospiele.

        Star Wars: The Acolyte
        Zitat



        Die Situation: Die Serie wurde nach nur einer Staffel abgesetzt, nachdem sie massive Kritik von Fans und schlechte Einschaltquoten erhalten hatte.
        Die Kommentare: Showrunnerin Leslye Headland und Teile der Besetzung wurden dafür kritisiert, Fan-Kritik pauschal als "Review-Bombing" durch Trolle oder als rassistisch motiviert abzutun. Headland deutete in Interviews an, dass Kritiker die Geschichte "einfach nicht verstehen" würden.
        Folge: Ein enormer "Audience Score" von nur ca. 14 % auf Rotten Tomatoes und die letztliche Absetzung der Serie durch Disney

        Zitat

        Die Hauptdarstellerin von The Acolyte, Amandla Stenberg, sorgte für erhebliches Aufsehen, indem sie die Kritik an der Serie sehr offensiv und persönlich konterte.
        Hier sind die Details zu ihrer Reaktion, die oft als „Kundenbeschimpfung“ wahrgenommen wurde:


        Der Musikvideo-Diss: Im Juni 2024 veröffentlichte Stenberg ein Musikvideo auf Instagram, das als direkter „Diss-Track“ gegen unzufriedene Fans verstanden wurde. In dem Song sang sie unter anderem: „Keep an eye out for you silly racists“ (Haltet Ausschau nach euch albernen Rassisten).
        Vorwurf der Voreingenommenheit: Sie warf den Kritikern vor, ihre Worte absichtlich falsch zu interpretieren. Ein alter Clip aus einem Interview von 2018 („White people crying was the goal“), der sich ursprünglich auf den Film The Hate U Give bezog, wurde in sozialen Medien gegen sie verwendet. Stenberg nutzte den Song, um diese Kritiker als Lügner und Unterdrücker zu bezeichnen.
        Reaktion auf das Serien-Aus: Nach der Absetzung von The Acolyte meldete sie sich erneut zu Wort und erklärte, das Ende der Serie sei für sie „kein Schock“ gewesen. Sie begründete dies mit einer „Welle des Hasses“, die das Projekt bereits seit der Ankündigung begleitet habe, und bezeichnete die Kritik pauschal als „hyperkonservative Bigotterie“ und Angriffe der „Alt-Right“.

        Folgen für das Produkt:
        Viele Fans empfanden ihre Reaktion als arrogant und belehrend. Kritiker merkten an, dass Stenberg legitime inhaltliche Kritik (etwa an der Logik der Handlung oder der schauspielerischen Leistung) mit den tatsächlich existierenden rassistischen Kommentaren einiger Trolle vermischte. Dies führte dazu, dass sich auch moderate Teile der Community entfremdet fühlten, was die ohnehin schwachen Zuschauerzahlen weiter belastete und letztlich zum wirtschaftlichen Aus beitrug.
        Dr Who
        Zitat

        Ja, die Ära von Ncuti Gatwa als 15. Doktor bei Doctor Who wird oft in diese Liste aufgenommen, da es eine ähnliche Dynamik zwischen Hauptdarsteller, Showrunner und der Fangemeinde gab.
        Hier sind die Details zu diesem Fall:


        Die Kommentare: Ncuti Gatwa reagierte auf Kritik an der Neuausrichtung der Serie (die oft als zu „woke“ oder politisch aufgeladen bezeichnet wurde) mit deutlichen Worten. Er forderte Kritiker, die ein Problem mit der Besetzung eines schwarzen, queeren Doktors hatten, direkt auf: „Don’t watch. Turn off the TV.“ (Schaut nicht zu. Schaltet den Fernseher aus.) Zudem bezeichnete er das Fernbleiben mancher Zuschauer aufgrund von Diversität als „wirklich traurig für sie“ und nannte Kritiker teilweise „malfunctioning“ (fehlgesteuert).
        Die Reaktion der Verantwortlichen: Showrunner Russell T Davies verteidigte diesen Kurs vehement und bezeichnete Kritiker der Diversität in der Serie ebenfalls als „toxisch“.

        Die Folgen:

        Quoten-Sturzflug: Die Einschaltquoten der ersten Staffel mit Gatwa erreichten historische Tiefstände für die Serie. Die Episode „Boom“ verzeichnete die schlechtesten Übernacht-Zuschauerzahlen in der Geschichte des Franchise.
        Audience Score: Auf Portalen wie Rotten Tomatoes sank der Zuschauer-Score zeitweise auf unter 30 %, während Kritiker die Serie weiterhin lobten.
        Ungewisse Zukunft: Aufgrund der schwachen Performance auf Disney+ und bei der BBC gibt es Berichte, dass die Partnerschaft mit Disney nach der zweiten Staffel vorzeitig enden könnte und Gatwa die Rolle früher als geplant verlässt.

        Der Fall gilt als klassisches Beispiel dafür, wie die Strategie, unzufriedene Fans aktiv zum Wegschalten aufzufordern („Don't watch“), tatsächlich zu einem massiven Zuschauerschwund führen kann.
        Und wenn soz. Medien der Spiegel der Gesellschaft sind, gilt das auch für Entwickler.
        Selbstverliebt, Kritikunfähig bzw. fühlen sich beim kleinsten Gegenwind gleich in Ihrer Ehre angegriffen, schreien nur nach "Hass und Hetze" - haben aber klein Problem damit ihr Kundengruppe zu attackieren, denken ihr Output wäre das Nonplusultra und nur sie sind im Recht, etc pipapo
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