HTC Vive Pro: Systemanforderungen sehen Radeon RX Vega 56 und Geforce GTX 1070 vor
HTC hat die Systemanforderungen für den Betrieb der Vive Pro aktualisiert. Nannte der Hersteller ursprünglich die gleiche Hardware wie bei der normalen Vive, empfiehlt er jetzt eine Geforce GTX 1070 beziehungsweise eine Radeon RX Vega 56. Die Vive Pro stellt mit 2.880 × 1.600 statt 2.160 × 1.200 Bildpunkten fast 80 Prozent mehr Pixel dar.
HTC hat die Vive Pro im Rahmen der CES 2018 Anfang Januar offiziell vorgestellt und Mitte März schließlich die Vorbestelleroption gestartet. Bis dahin nannte der Hersteller unveränderte Systemanforderungen, obwohl die Pixelmenge um 78 Prozent ansteigt. Die Vive Pro stellt pro Auge 1.440 × 1.600 Pixel, insgesamt also 2.880 × 1.600, dar, wohingegen die ältere Vive 2.160 × 1.200 Bildpunkte rendert. Logischerweise braucht es stärkere Hardware, um die größere Pixelmenge bei gleichen Grafikdetails und Bildwiederholrate zu berechnen - die 90 Hertz bleiben und sollten zur Vermeidung von Motion-Sickness mit 90 Fps beliefert werden.
Für die Vive reichen noch eine Geforce GTX 1060/3G beziehungsweise eine Radeon RX 480/4G nebst Core i5-4590 respektive FX-8350 sowie 4 GiByte RAM. Natürlich stellt das nur einen Anhaltspunkt dar, letztendlich läuft jedes Spiel unterschiedlich performant. Die US-Webseite hat HTC im Falle der Vive Pro mit einem Vermerk der empfohlenen Systemanforderungen ergänzt. Während die GTX 1060 und RX 480 weiterhin als Minimum genannt werden, empfiehlt der Hersteller jetzt eine GTX 1070 oder eine Radeon Vega 56. Als Profi-Alternative nennt HTC noch eine Quadro P5000 als Äquivalent zur GTX 1080 - ansonsten werden Pro-Modelle erst in der detaillierten Liste aufgeführt. In Richtung GTX 1080 oder GTX 1080 Ti sollte es auch gehen, wenn man sich weniger Gedanken um die Grafikeinstellungen und etwaige Fps-Drops machen möchte.
Keinen Vermerk gibt es im Bereich der CPU, was nicht weiter verwundert. Die reine Auflösung hat keine Auswirkungen auf die Prozessorleistung, da die CPU ihre Draw-Calls unabhängig von der Pixelanzahl an die GPU schicken muss. Die Anforderungen ändern sich folglich nicht.

Auch erfreulich, dass es langsam ordentliche Spiele für VR gibt. Ich spiele gerade Fallout 4 VR und bin sehr beeindruckt. Ich verwende sogar die normale Bewegungssteuerung (also keine Teleportation), von Übelkeit keine Spur. Endlich mal eine AAA-Produktion für die Vive!
Weitere empfehlenswerte Titel für VR:
The Elder Scrolls V: Skyrim VR – kommt am 3. April heraus.
The Invisible Hours – Mischung aus Spiel und Film, eine klassische Kriminalgeschichte.
L.A. Noire: The VR Case Files – sieben ausgewählte Fälle des Originalspiels in VR. Recht kurz, aber ein gutes Showcase der VR-Möglichkeiten.
Project Cars – wenn man VR auch im Sitzen genießen möchte.
The Talos Principle VR – eine vorbildliche VR-Umsetzung des Originals.