HTC Vive kostet 799 US-Dollar und wird am April ausgeliefert
HTC hat auf dem Mobile World Congress die erste finale Version der Vive vorgestellt. Gegenüber den bisherigen Prototypen wurde eine neue Funktion implementiert, mittels der man Smartphones über die VR-Brille bedienen kann. Der Preis beläuft sich auf unerwartet geringe 799 US-Dollar, wobei die Auslieferung ab Anfang April beginnen soll. Bekannt sind nun zudem die von HTC und Valve spezifizierten Systemanforderungen. Nicht bekannt ist der Europreis.
Im Rahmen des MWC hat HTC gestern Abend den Gerüchten und Spekulationen rund um die Preisgebung der HTC Vive größtenteils ein Ende bereitet. Die Preisempfehlung beläuft sich auf 799 US-Dollar, 200 mehr als bei der Oculus Rift. Dafür bekommt man allerdings auch mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit das bessere Gesamtpaket. Anstelle eines Xbox-One-Controllers erhält man bei der Vive nämlich zwei kabellose Controller mit Positions-Tracking, um das sich zwei ebenfalls kabellose Lighthouse-Basisstationen kümmern. Die Kabel werden über eine Docking-Station mit dem PC verbunden, sodass man nicht immer zur PC-Rückseite muss. Alles in Allem fällt also allein das Ökosystem bei der Vive schon aufwendiger aus als bei der Oculus Rift.
Die einzige Frage beim Kostenpunkt bleiben jetzt noch die lokalen Preise. Eins zu eins umgerechnet inklusive deutscher Mehrwertsteuer (19 %) wären es hierzulande 858 Euro. Hinzu kommen noch die Kosten für den Versand und die Infrastruktur. Sieht man sich den Umrechnungsfaktor von der Oculus Rift zwischen USD- und Euro-Preis an, könnten es bei der Vive hierzulande auch 1.000 Euro werden. HTC selbst hat die europäischen Preise aktuell noch nicht festgelegt, die kursierenden 799 Euro als 1:1-Umrechnung sind eine Finte. Da ab dem 29. Februar (um 16 Uhr CET) die Vorbestellung beginnen wird, sollte spätestens da der Euro-Preis feststehen. Die Auslieferung soll ab Anfang April losgehen. Die beiden Spiele Job Simulator und Fantastic Contraption werden vorübergehend kostenlos beigelegt.
Gegenüber den Prototypen soll die finale Vive noch mit einer neuen Funktion glänzen: Über die "Vive Phone Services" werden grafische Oberflächen bereitgestellt, um Smartphones über die virtuelle Realität bedienen zu können. Nachrichten und Mails können somit über die aufgesetzte VR-Brille geschrieben werden. Hat man ein Headset auf, kann man auch Anrufe entgegennehmen. Bereits im letzten Developer Kit mit an Bord ist die Frontkamera, um die echte Welt auf der VR-Brille anzeigen zu lassen. Möchte man etwas trinken, muss man nicht mehr blind nach dem Glas greifen oder das Gerät abnehmen. Zudem sind damit Augmented-Reality-Ansätze realisierbar.
Zu guter Letzt konnte die Webseite digitaltrends.com die von HTC und Valve spezifizierten Systemanforderungen für die Vive in Erfahrung bringen. Damit sollte der Großteil der VR-Spiele in hohen Einstellungen bei den geforderten 2.400 × 1.080 Pixel und 90 Fps laufen. Die Angaben sind nahezu deckungsgleich mit den Systemanforderungen der Oculus Rift, bloß dass schon 4 GiByte RAM ausreichen sollen. Neben einer Displayport- oder HDMI-Verbindung reicht bereits ein USB-2.0-Anschluss zur Datenübertragung aus.
HTC Vive empfohlene Systemanforderungen:
- CPU: Core i5-4590 oder FX-8350
- Grafikkarte: Geforce GTX 970 oder Radeon 290
- Arbeitsspeicher: 4 GiByte
- Video-Ausgabe: HDMI 1.4 oder Displayport 1.2
- USB-Ports: 1 × USB 2.0
- Betriebssystem: Windows 7 (SP1, 64 Bit)
Quelle: HTC (Pressemitteilung)

Mir ist das zwar noch deutlich zu teuer, aber ich würde die Vive der Oculus jederzeit vorziehen, selbst wenn sie 100€ mehr kostet.
Ne Desktop GPU sicherlich nicht und auch ne mobile Zweifel ich bei einer Brille ohne Lüfter an.
Ne Desktop GPU sicherlich nicht und auch ne mobile Zweifel ich bei einer Brille ohne Lüfter an.
Ich warte auf die HoloLens, sorry aber mir ist der Preis viel zu hoch für Spiele die aussehen wie damals auf der PS1, ja Grafik ist nicht alles aber für Heutige Verhältnisse ist sowas nicht angebracht.