Geforce GTX 580 im Test: Die bessere Geforce GTX 480?
Test der Geforce GTX 580: Die Geforce GTX 580 auf Basis des GF110-Chips ist Nvidias zweite DirectX-11-Generation. PC Games Hardware testet, ob sich die Geforce GTX 580 besser schlägt als ihre Vorgängerin - vor allem bei deren Hauptkritikpunkten Leistungsaufnahme und Lautheit, aber auch in Sachen Geschwindigkeit.
Achtung: Weitere Benchmarks mit mehr Spielen und Grafikkarten sowie zusätzliche Informationen (wie Dual-Monitor- und Blu-ray-Werte) zur neuen Geforce-Generation finden Sie in der Ausgabe 01/2011 der PC Games Hardware. Diese erscheint am 01. Dezember 2010.
Die Geforce GTX 580 bildet Nvidias neue Speerspitze bei den DirectX-11-Grafikkarten und löst damit die GTX 480 ab, auch wenn diese, wie auch die Geforce GTX 470, noch eine Weile erhältlich bleibt. Die unverbindliche Preisempfehlung für die Geforce GTX 580 liegt bei satten 479 Euro - damit zahlen Sie circa 130 Aufpreis gegenüber der GTX 480 und 280 Euro mehr als für die Geforce GTX 470. Die Radeon HD 5870, AMDs momentan schnellste Single-GPU-Grafikkarte, gibt es für rund 200 Euro weniger als Nvidias Geforce GTX 580. Einen Premium-Aufschlag für die schnellste Grafikkarte zu zahlen, ist normal, aber wie sieht das Preis-Leistungsverhältnis bei Nvidias neuem Flaggschiff aus? Das und mehr prüfen wir in praxisnahen Spielebenchmarks mitsamt aktueller Treiber. Erfreuliche Randnotiz: Nvidia hat nach unseren Tests keine Änderungen an der Bildqualität vorgenommen.
Geforce GTX 580 im Test: Architektur
Die Geforce GTX 580 ist vereinfacht ausgedrückt das, was schon die Geforce GTX 480 hätte sein sollen: eine Karte auf Basis der originalen Fermi-Architektur im Vollausbau und hohen Taktraten. Details zur Fermi-Architektur des GF100 und GF110 erfahren Sie in unserem [url=Technik-T%C3%9CV]Technik-TÜV[/url].
Der der Geforce GTX 580 zugrunde liegende GF110-Chip ist ein überarbeiteter GF100, ähnelt seinem Vorgänger insgesamt jedoch stark. Die Anzahl der Funktionseinheiten ist identisch, daher erreicht der GF110 mit vollen 16 SIMDs insgesamt 512 Shader-ALUs und 64 TMUs. Die Textureinheiten jedoch sind wie die des GF104 (GTX 460) in der Lage, das FP16-Format in einem statt in zwei Taktzyklen zu berechnen, daher steigt die Texturleistung in Spielen und Anwendungen, die auf dieses Format setzen (Beispiele zeigen wir auf den kommenden Seiten). Die 512 ALUs betreibt Nvidia mit 1.544 MHz, der Kerntakt liegt bei 772 MHz. Damit rechnet die Geforce GTX 580 in etwa 17 Prozent flotter als die Geforce GTX 480. Letztere müsste mit 824/1.648 MHz takten, um einen Gleichstand in Sachen Füllrate und Rechenleistung zu erreichen - auch dazu bieten wir einen Vergleich.
Die Anzahl der Raster-Operatoren (ROPs) bleibt bei 48 Einheiten, der GDDR5-Speicher ist nach wie vor mit an einem 384 Bit breiten Interface angeschlossen. Um den GF110-Chip mit genügend Daten zu versorgen, hat Nvidia jedoch die Speicherbandbreite erhöht, indem man den GDDR5 nun mit 2.004 statt 1.848 MHz laufen lässt. Neben den sechs Wandlerphasen für den Chip und zwei für den Speicher hat Nvidia die Platine mit einer Schaltung ausgestattet, welche in Zusammenarbeit mit dem Treiber sogenannte "Power Viren" erkennen und bremsen soll. Diese misst wie bei einer Radeon HD 5870 auch in Echtzeit die anliegenden Stromstärke (Ampere); sollte diese zu hoch ausfallen und die Grafikkarte Gefahr laufen, mehr als die vorgesehen Leistungsaufnahme zu erreichen, taktet sich die Geforce GTX 580 auf die halben (!) Chiptaktraten herunter. Derzeit ist dieser Schutz laut Nvidia nur für den Furmark und OCCT aktiviert, in ersterem Fall aber lässt er sich umgehen.
Hinsichtlich der Anschlussvielfalt begnügt sich Nvidia mit zwei Dual-Link-DVIs und einen Mini-HDMI-Port; AMD hat hier im Rahmen der Eyefinity-Initiative deutlich mehr zu bieten und unterstützt bis zu sechs Displays an einer Karte.
Geforce GTX 580 im Test: Spezifikationen
| Grafikkarte | Geforce | Radeon | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Modell | GTX 580 | GTX 480 | GTX 470 | HD 5870 | HD 6850 |
| Codename | GF110 | GF100 | GF100 | Cypress XT | Barts Pro |
| Direct-X-/Shader-Version | DirectX 11 / 5.0 | DirectX 11 / 5.0 | DirectX 11 / 5.0 | DirectX 11 / 5.0 | DirectX 11 / 5.0 |
| Fertigungstechnik | 40 nm | 40 nm | 40 nm | 40 nm | 40 nm |
| Transistoren Grafikchip (Mio.) | 3.000 | 3.000 | 3.000 | 2.150 | 1.700 |
| SP-Rechenleistung (GFLOPS) | 1.581 | 1.345 | 1.089 | 2.720 | 1.488 |
| DP-Rechenleistung (GFLOPS) | 197,6 | 168 | 136 | 680 | - |
| Polygondurchsatz (Mio. Dreiecke/s.) | 3.088 | 2.800 | 2.432 | 850 | 775 |
| Pixeldurchsatz (GPix/s.) | 24,7 | 21 | 17 | 27,2 | 24,8 |
| Texturleistung (GTex/s.) | 49,4 | 42 | 34 | 68 | 37,5 |
| Speicherbandbreite (GByte/s.) | 192,4 | 177,4 | 133,9 | 152,8 | 128 |
| Takt Grafikchip (Megahertz) | 772 | 700 | 608 | 850 | 775 |
| Takt Shader-ALUs (Megahertz) | 1.544 | 1.401 | 1.215 | 850 | 775 |
| Takt Videospeicher (Megahertz) | 2.004 | 1.848 | 1.674 | 2.400 | 2.000 |
| Shader-/SIMD-/Textureinheiten | 512/16/64 | 480/15/60 | 448/14/56 | 1.600/20/80 | 960/12/48 |
| Rasterendstufen | 48 | 48 | 40 | 32 | 32 |
| Speicheranbindung (Bit) | 384 | 384 | 320 | 256 | 256 |
| Übliche Speichermenge | 1.536 MiByte | 1.536 MiByte | 1.280 MiByte | 1.024 MiByte | 1.024 MiByte |
| Üblicher Speichertyp | GDDR5 | GDDR5 | GDDR5 | GDDR5 | GDDR5 |
| PCI-E.-Stromanschluss (Netzteil) | 1x 6 + 1x 8-polig | 1x 6 + 1x 8-polig | 2x 6-polig | 2x 6-polig | 1x 6-polig |
| Leistungsaufnahme (TDP, lt. Hst.) | 244 Watt | 250 Watt | 215 Watt | 188 Watt | 127 Watt |
In diesem Artikel
- Seite 1 Geforce GTX 580 im Test: Architektur und Spezifikationen
- Seite 2 Geforce GTX 580 im Test: Impressionen, Lautheit und Leistungsaufnahme
- Seite 3 Geforce GTX 580 im Test: Testsystem, Benchmarks und Treiber
- Seite 4 Geforce GTX 580 im Test: Benchmark Battlefield Bad Company 2 (DX11)
- Seite 5 Geforce GTX 580 im Test: Benchmark Colin McRae: Dirt 2 (DX11)
- Seite 6 Geforce GTX 580 im Test: Benchmark Crysis Warhead (DX10)
- Seite 7 Geforce GTX 580 im Test: Benchmark Grand Theft Auto 4 (DX9)
- Seite 8 Geforce GTX 580 im Test: Benchmark Starcraft 2 (DX9)
- Seite 9 Geforce GTX 580 im Test: Skalierungsvergleich mit GTX 480 (2.560x1.600, 3DMark Vantage)
- Seite 10 Geforce GTX 580 im Test: SGSSAA-Benchmarks inkl. Overclocking
- Seite 11 Geforce GTX 580 im Test: Fazit
- Seite 12 Bildergalerie
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Ich präferiere seit den Tagen der 9800 Pro non-DHE-Kühler, nutze aktuell einen Shaman auf der GTX 460 und nur einen Hecklüfter @ 5V. Die GTX 480 AMP! hatte ich mal testweise drin, sonderlich gelärmt hat sie nicht.
Nun gut, das ist schon schön leise, wobei immer noch der Punkt bleibt, dass die Luft im Gehäuse bleibt. Ich hab meine 580er in den unteren PCIe 16x Slot gesteckt, in den Gehäuseboden ein Loch gemacht und einen kleinen Tunnel zum Radiator der Karte gebaut, vielleicht ist sie deswegen etwas ruhiger^^
Warum stehen im neuen Einkaufsführer eigentlich keine Leistungswerte der Karten mehr?
Könntet ihr vielleicht mal Testen, wenn man die 580 GTX auf das Leistungsniveau der 480 GTX runter taktet und undervoltet, wieviel Leistung sie sich dann noch genehmigt und wie laut sie wird?
Wenn man natürlich so ein hoch sensibles Ohr hat, dann muss man eben zu AMP! greifen.
Ich höre die 580er aus meinen Gehäuse raus in 3D wirklich kaum. Ungefähr so wie die 260 GTX die ich mal hatte.