Geforce GTX 550 Ti im Test: Fazit

40
Test Marc Sauter Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Die Geforce GTX 550 Ti tritt mit mehr Takt und Speicherbandbreite die Nachfolge der Geforce GTS 450 an. Im Test prüft PC Games Hardware, ob die GF116-Grafikkarte den erklärten Gegner Radeon HD 5770 schlagen kann und welche Besonderheiten die Geforce GTX 550 Ti bietet.

Geforce GTX 550 Ti im Test: Fazit
Als offiziellen Preis nennt Nvidia für die Geforce GTX 550 Ti 120 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer, aufgrund ihrer Leistung und Eigenschaften schiebt sich der Fermi-Beschleuniger allerdings nur zwischen AMDs bereits 18 Monate alte - aber immer noch sehr gute - Radeon HD 5770 (OEM: HD 6770) und die schnellere Geforce GTX 460 mit 768 MiByte Speicher; groß ist der Abstand zur Radeon aber nicht. Die HD 5770 beginnt in der 1-GiByte-Variante bei knapp 100 Euro, die GTX 460 bei rund 115 Euro. Die Geforce GTX 550 Ti muss also diese preisliche Lücke füllen und bringt hierbei die folgenden Fähigkeiten mit sich: Ein exzellent niedriger Stromverbrauch im Leerlauf - auch bei zwei identischen Monitoren - steht einem vergleichsweise hohen Energiekonsum unter Last gegenüber, das Übertaktungspotenzial fällt ausgehend von 900 MHz eher mäßig aus. Hinzu kommen optionales HQ-AF, CUDA, GPU-PhysX und SGSSAA in allen APIs sowie die Fähigkeit, optional mit doppelter Genauigkeit zu rechnen.

Die Rohleistung ist für aktuelle Spiele in der von Nvidia propagierten Auflösung von 1.680 x 1.050 Pixel vollkommen ausreichend, oft auch mit Kantenglättung und anisotroper Filterung - ältere Titel lassen sich gar mit Supersampling-AA verschönern. Einzig in "Hardware-Killern" wie Crysis, Metro 2033 oder Grand Theft Auto 4 müssen Sie hier und da Abstriche machen. Ob Sie zur Geforce GTX 550 Ti oder der etwas langsameren und günstigeren Radeon HD 5770 greifen, sollten Sie von Ihren persönlichen Interessen abhängig machen. Im Multimonitor-Betrieb etwa ist die AMD-Karte besser aufgestellt und dank MLAA glättet sie Kanten in Spielen, die kein MSAA unterstützen. Auch erweist sich die Radeon HD 5770 bei mehreren nicht identischen Monitoren und im 3D-Betrieb als die sparsamere Partie.

Die heute getestete Palit Geforce GTX 550 Ti Sonic ist dank Taktraten von 1.000/2.000/2.200 MHz gute 10 Prozent schneller als das Referenzdesign und reicht stellenweise an die Leistung der Geforce GTX 460/768 heran oder überholt sie gar. Die offene Axialkühlung mag optisch zwar nicht jedermanns Sache sein, akustisch und hinsichtlich der Temperaturentwicklung aber überzeugt die Konstruktion. Als offiziellen Verkaufspreis nennt Palit 150 Euro, was angesichts der Leistung etwas hochgegriffen erscheint - der Markt wird dies im Laufe der kommenden Wochen aber regeln. Ein nettes Details hält übrigens die Verpackung bereit: Palit wirbt mit "Fierce Performance" und schreibt der GTX 550 Ti die "Firepower" in Duke Nukem Forever zu dominieren zu - "Hail to the King, baby!". Bis auf die Abdeckung baugleich ist die Gainward Geforce GTX 550 Ti Golden Sample, welche wenige Stunden vor Veröffentlichung dieses Artikels bei uns eintraf.

Geforce GTX 550 Ti im PCGH-Preisvergleich
Geforce GTS 450/1G im PCGH-Preisvergleich
Geforce GTX 460/768M im PCGH-Preisvergleich
Radeon HD 5770/1G im PCGH-Preisvergleich

Info vorweg: Weitere Benchmarks mit mehr Spielen und Grafikkartensowie zusätzliche Informationen (wie Dual-Monitor- und Blu-ray-Werte) zur Geforce GTX 550 Ti finden Sie in der Ausgabe 05/2011 der PC Games Hardware. Diese erscheint am 06. April 2011.

Bildergalerie

40
  1. Seite 1 Geforce GTX 550 Ti im Test: Einleitung und Spezifikationen
  2. Seite 2 Geforce GTX 550 Ti im Test: Lautheit und Leistungsaufnahme
  3. Seite 3 Geforce GTX 550 Ti im Test: Testsystem und Software
  4. Seite 4 Geforce GTX 550 Ti im Test: Spiele-Benchmarks und Overclocking
  5. Seite 5 Geforce GTX 550 Ti im Test: Fazit
    • Kommentare (40)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von belle Volt-Modder(in)
        Die GTX 550 ist zwar im Vergleich mit der Radeon 5770 eine gute Alternative, aber in Sachen Preis/Leistung ist man wohl besser dran, wenn man entweder günstig an eine 5770 rankommt oder besser gleich die 6850 nimmt (habe ich vor Kurzem mal bei Altern... für 127€ gesehen).
      • Von belle Volt-Modder(in)
        Die GTX 550 ist zwar im Vergleich mit der Radeon 5770 eine gute Alternative, aber in Sachen Preis/Leistung ist man wohl besser dran, wenn man entweder günstig an eine 5770 rankommt oder besser gleich die 6850 nimmt (habe ich vor Kurzem mal bei Altern... für 127€ gesehen).
      • Von PCGH_Marc Lötkolbengott/-göttin
        Schaffe89 veranstaltet diesen Heckmeck bei nahezu jedem Review, ist wohl eine Art Hobby oder so
      • Von Hübie Software-Overclocker(in)
        Ich versteh den Heckmeck gerade nicht. Soll in dem Artikel nun die verwirrende Namensgebung breitgetreten werden oder sollen Messungen über die Leistung durchgeführt sowie kommentiert werden? In einem Test erwarte ich letzteres.
        Und wenn du PCGH zu nVidia-lastig empfindest dann suchst du dir weitere Tests. Die Wahrheit liegt dann irgendwo in der Mitte.

        LG Hübie
      • Von PCGH_Marc Lötkolbengott/-göttin
        Zitat
        Es ist ein ganz objektives Empfinden.
        Empfinden und objektiv widersprechen sich per Definition.
      • Von Schaffe89
        Zitat
        Gen-übergreifend darf man einfach nicht erwarten, dass eine HD 6870 schneller als eine HD 5870 oder eine GTX 550 Ti schneller als eine GTX 460 ist.
        Habeich auch gar nicht gesagt.
        Ich habe das auf die GTX560TI bezogen, die fast so schnell ist wie ne HD6950.
        Bei AMD gibts da noch HD6870 und HD6850 dazwischen bis zur HD5770 und selbst zwischen HD5770 und HD6850 könnte man noch locker eine Karte platzieren.
        Und hier will Nvidia eine GTX550TI platzieren, die 0 bis 5% über der HD5770 im Schnitt liegt.
        Dann frage ich mich halt was dann noch kommen soll. GTX555 und GTX557? Die Namensgebung ist dadurch noch sinnbefreiter wie die von AMD.

        Zitat
        Darüber hinaus findest du den Vermerk, dass wir Print mit mehr Spielen und Karten testen.
        Dort, wo sich die Benches i.d. Regel wieder ergänzen, genauso wie im Performanceindex, sich die Werte relativ gut ergänzen und ein relativ repräsentatives Ergebis liefern.
        Online ergänzen sich die Benches nicht, daher wohl auch kein Performancerating.

        Zitat
        Das ist dein persönliches Empfinden. Wie sagte Leo so schön: "Wer in unparteiisch geschriebenem Text eine Parteilichkeit entdeckt, entdeckt nur, daß er selber entsprechend gepolt ist."
        Nein, ist es nicht, die Kritik von mir betrifft auch keine parteisch geschrieben Texte.
        Es ist ein ganz objektives Empfinden. Dass ihr dahingehend Nvidia weniger kritisiert habt, hängt eventuell auch damit zusammen, das es nicht ganz einfach ist dem geneigten Leser alles recht zu machen.

        Aber gut, lassen wir das.

        MFG Schaffe89
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk