Geforce GTX 550 Ti im Test: Die bessere Radeon HD 5770?
Die Geforce GTX 550 Ti tritt mit mehr Takt und Speicherbandbreite die Nachfolge der Geforce GTS 450 an. Im Test prüft PC Games Hardware, ob die GF116-Grafikkarte den erklärten Gegner Radeon HD 5770 schlagen kann und welche Besonderheiten die Geforce GTX 550 Ti bietet.
Info vorweg: Weitere Benchmarks mit mehr Spielen und Grafikkarten sowie zusätzliche Informationen (wie Dual-Monitor- und Blu-ray-Werte) zur Geforce GTX 550 Ti finden Sie in der Ausgabe 05/2011 der PC Games Hardware. Diese erscheint am 06. April 2011.
Nach der stellenweise etwas glücklosen GTX/GTS-400-Familie startete Nvidia im Herbst 2010 die überarbeitete 500er-Serie, welches es bisher auf drei Modelle brachte: Die Geforce GTX 580 trat als erste Fermi-Karte mit vollen 512 ALUs an (PCGH-Test), die Geforce GTX 570 (PCGH-Test) beerbte die GTX 480 und die Geforce GTX 560 Ti (PCGH-Test) verdrängte als Nachfolger der beliebten Geforce GTX 460 die ebenfalls verbreitete GTX 470. Nun baut Nvidia das Lineup aus und schickt die Geforce GTX 550 Ti ins Rennen. Diese positioniert sich oberhalb der Geforce GTS 450 (PCGH-Test) und wird gegen die Radeon HD 5770 gestellt, welche im OEM-Segment als Radeon HD 6770 verkauft wird. Die Geforce GTX 550 Ti bezeichnet Nvidia als "Sniper Reloaded" (in Anlehnung an den "Sniper" GTS 450), den offiziellen Preis ("MSRP") gibt der Hersteller mit 120 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer an, also etwa 140 Euro. Dies deckt sich mit den Startpreisen der GTX 550 Ti.
Geforce GTX 550 Ti im Test: Spezifikationen des GF116
Wie schon bei allen anderen Karten der 500er-Serie spricht Nvidia von überarbeiteten Transistoren in der GPU, der Grafikchip nennt sich daher GF116 statt GF106. Die technischen Eckdaten der GPU sind identisch zur Geforce GTS 450: Die 1,17 Millionen Transistoren teilen sich unter anderem auf einen GPC mit vier Shader-Multiprozessoren auf. Damit stehen insgesamt 192 ALUs und 32 TMUs bereit. Waren bei der GTS 450 nur zwei 64-Bit-Speichercontroller aktiv, sind es bei der GTX 550 Ti die volle Anzahl des GF116 - dies ergibt ein 192 Bit breites Speicherinterface und 24 statt 16 Rasterendstufen. Interessant: Nvidia hat dem GF116 eine Unterstützung für Speicher mit unterschiedlichen Größen verpasst, daher ist die Geforce GTX 550 Ti mit 1.024 MiByte GDDR5-RAM bestückt und nicht mit den eigentlich zu erwartenden 768 MiByte.
Um die Geforce GTX 550 Ti abgesehen von dem breiteren Speicherinterface gegenüber der GTS 450 zu beschleunigen, hat Nvidia die Taktraten auf 900/1.800/2.052 statt 783/1.566/1.800 MHz angehoben. Damit stehen 15 Prozent mehr Rechenleistung und eine 71 Prozent höhere Speicherbandbreite zur Verfügung. Die restlichen technischen Details lauten wie folgt: Unterstützung für DirectX 11, OpenGL 4.1, Open CL 1.1, PhysX, CUDA, SLI, 3D Vision (plus Surround bei SLI), optionales HQ-AF, SGSSAA in allen APIs sowie True-HD-Audio Bitstreaming und eine DP-Leistung, die einem Zwölftel der SP-Leistung entspricht. Das Referenzdesign bietet zwei Dual-Link-DVI-Anschlüsse und einen Mini-HDMI-Port sowie eine Dual-Slot-Kühlung auf Axiallüfterbasis, die uns vorliegende Palit-Karte tauscht einen DVI- gegen einen VGA-Port. Eine Besonderheit ist der einzelne 6-Pin-Stromanschluss: Abgesehen von der GTX 460 in der OEM-Version ist die Geforce GTX 550 Ti die schnellste Nvidia-Karte mit dieser Art der Energieversorgung. Bei AMD ist das die Radeon HD 6850 und die ist klar schneller und sparsamer, soviel sei gesagt.
| Grafikkarte | Geforce | Radeon | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Modell | GTX 550 Ti | GTX 460 (1G/768M) | GTS 450 | HD 6850 | HD 5770/1G |
| Codename | GF116 | GF104 | GF106 | Barts Pro | Juniper XT |
| Fertigungstechnik | 40 nm | 40 nm | 40 nm | 40 nm | 40 nm |
| Transistoren Grafikchip (Mio.) | 1.170 | 1.950 | 1.170 | 1.700 | 1.040 |
| SP-Rechenleistung (GFLOPS) | 691 | 907 | 601 | 1.488 | 1.360 |
| DP-Rechenleistung (GFLOPS) | 58 | 76 | 50 | - | - |
| Polygondurchsatz (Mio. Dreiecke/s.) | 900 | 1.350 | 783 | 775 | 850 |
| Pixeldurchsatz (GPix/s.) | 7,2 | 9,5 | 6,3 | 24,8 | 13,6 |
| Texturleistung (GTex/s.) | 28,8 | 37,8 | 25,1 | 37,5 | 34 |
| Speicherbandbreite (GByte/s.) | 98,5 | 115,2/86,4 | 57,6 | 128,0 | 76,8 |
| Takt Grafikchip (MHz) | 900 | 675 | 783 | 775 | 850 |
| Takt Shadereinheiten (MHz) | 1.800 | 1.350 | 1.566 | 775 | 850 |
| Takt Grafikspeicher (MHz) | 2.052 | 1.800 | 1.800 | 2.000 | 2.400 |
| Shader-/SIMD-/Textureinheiten | 192/4/32 | 336/7/56 | 192/4/32 | 960/12/48 | 800/10/40 |
| Rasterendstufen | 24 | 32/24 | 16 | 32 | 16 |
| Speicheranbindung (Bit) | 192 | 256/192 | 128 | 256 | 128 |
| Üblicher Speichertyp | GDDR5 | GDDR5 | GDDR5 | GDDR5 | GDDR5 |
| Zusätzliche Netzteilanschlüsse | 1x 6-polig | 2x 6-polig | 1x 6-polig | 1x 6-polig | 1x 6-polig |
| Länge | 210 mm | 210 mm | 210 mm | 230 mm | 220 mm |
Bildergalerie
In diesem Artikel
- Seite 1 Geforce GTX 550 Ti im Test: Einleitung und Spezifikationen
- Seite 2 Geforce GTX 550 Ti im Test: Lautheit und Leistungsaufnahme
- Seite 3 Geforce GTX 550 Ti im Test: Testsystem und Software
- Seite 4 Geforce GTX 550 Ti im Test: Spiele-Benchmarks und Overclocking
- Seite 5 Geforce GTX 550 Ti im Test: Fazit
- Seite 6 Bildergalerie
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Und wenn du PCGH zu nVidia-lastig empfindest dann suchst du dir weitere Tests. Die Wahrheit liegt dann irgendwo in der Mitte.
LG Hübie
Ich habe das auf die GTX560TI bezogen, die fast so schnell ist wie ne HD6950.
Bei AMD gibts da noch HD6870 und HD6850 dazwischen bis zur HD5770 und selbst zwischen HD5770 und HD6850 könnte man noch locker eine Karte platzieren.
Und hier will Nvidia eine GTX550TI platzieren, die 0 bis 5% über der HD5770 im Schnitt liegt.
Dann frage ich mich halt was dann noch kommen soll. GTX555 und GTX557? Die Namensgebung ist dadurch noch sinnbefreiter wie die von AMD.
Online ergänzen sich die Benches nicht, daher wohl auch kein Performancerating.
Es ist ein ganz objektives Empfinden. Dass ihr dahingehend Nvidia weniger kritisiert habt, hängt eventuell auch damit zusammen, das es nicht ganz einfach ist dem geneigten Leser alles recht zu machen.
Aber gut, lassen wir das.
MFG Schaffe89