Ati kontert und Mittelklassen

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Die Chips auf Grafikkarten rechnen schneller als selbst modernste CPUs und verfügen bald über mehr als eine Milliarde Transistoren. PCGH blickt im vierten Teil dieser Serie zurück auf den Weg, den die Pixelbeschleuniger von den ersten DX9-Karten bis zu deren Nachfolgern zurücklegten.

PCGH Grafikkarten-History: Ati/AMD Radeon X800 Pro AGP PCGH Grafikkarten-History: Ati/AMD Radeon X800 Pro AGP Ati kontert
Die Kanadier waren von der Performance der Geforce 6800 Ultra offenbar zwar überrascht, aber nicht schockiert - denn Sie hatten mit dem R420-Chip ein eigenes 16-Pipeline-Design in der Hinterhand, welches sie nur einen Monat später, im Mai 2004, auf den Markt brachten. Aufbauend auf den Stärken der bisherigen DX9-Radeon-Architektur, also der relativen Unempfindlichkeit gegenüber dem Shader-Code und dem sparsamen Umgang mit Transistoren, schufen die Ati-Ingenieure ebenfalls ein 3D-Monster.

Zwar erfüllte man "nur" Shader-Modell 2.x, was bei dem damaligen Spieleangebot kein Problem darstellte, konnte die Grafikkarten dank weniger Transistoren und geringerer Hitzeentwicklung aber deutlich höher takten. Im Gegensatz zu den 400 bis 425 MHz einer 6800 Ultra erreichte Ati bei der X800 XT aus dem Stand 500 MHz Kerntakt, bei der eilig nachgeschobenen "PE" - aufgrund der extrem schlechten Verfügbarkeit auch als "Press-Edition" für Reviewer verspottet - sogar 520 Megahertz.

In den gängigen Benchmarks konnte Ati damit die Performance-Krone behaupten, wenn auch der Vorsprung bei weitem nicht mehr so krass ausfiel, wie zu Geforce-FX-Zeiten. Etwas problematisch für Ati waren die Werkszustände der jeweils zweitbesten Modelle: GT von Nvidia, Pro von Ati. Die Radeon X800 Pro war ein abgespeckter Chip mit weniger Funktionseinheiten - im Gegensatz zur vollausgestatteten 6800 GT. Trotz der guten Mod-Rate, bei der die deaktivierten Einheiten der X800 Pro freigeschaltet wurden, konnte Ati dieses Rennen nicht eindeutig gewinnen.

PCGH Grafikkarten-History:
Ati/AMD Radeon X700 XT PCGH Grafikkarten-History: Ati/AMD Radeon X700 XT Mittelklassen
Eine alte Grafikkarten-Weisheit sagt, die Performance-Krone ist gut für's Marketing, das Geld wird aber mit der Mittelklasse verdient. Hier legte Ati die Meßlatte mit der Radeon 9600 XT recht hoch und konnte die direkte Neuauflage X600 XT nur für PCI-Express herausbringen, ohne größere Veränderungen. Der echte, schnellere Nachfolgechip X700 verzögerte sich, da Ati Probleme mit der 0,11-Mikrometer-Fertigung hatte und am Ende sogar die XT-Version der X700 streichen musste.
PCGH Grafikkarten-History: Ati/AMD Radeon X700XT GPU RV410 PCGH Grafikkarten-History: Ati/AMD Radeon X700XT GPU RV410
Die Radeon X700 verfügte über 8 Renderpipelines und ein 128-Bit-Speicherinterface, war aber ansonsten so aufgebaut, wie auch die X800-Reihe. Die Taktraten lagen bei der erschienenen X700 Pro mit nur 425 MHz recht niedrig - Nvidia konnte die ebenfalls in 0,11 Mikrometer gefertigte 6600 GT dagegen mit 500 MHz für Chip und Speicher takten. Die Verhältnisse des High-Ends waren auf den Kopf gestellt und die Geforce 6600 GT trat ihren Siegeszug als damaliger Preis-Leistungstipp an.
PCGH Grafikkarten-History: Nvidia Geforce 6600GT PCI-Express mit SLI-Connector PCGH Grafikkarten-History: Nvidia Geforce 6600GT PCI-Express mit SLI-Connector

Bildergalerie

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  1. Seite 1 Einleitung
  2. Seite 2 Enter the Geforce 6
  3. Seite 3 Ati kontert und Mittelklassen
  4. Seite 4 PCI-Express und Refresh-Time (1)
  5. Seite 5 SLI/Crossfire, Geforce7800 GTX, Ausblick)
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