Geforce FX - Erklärungen

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Grafikchips rechnen schneller als selbst modernste CPUs und verfügen bald über mehr als eine Milliarde Transistoren. PCGH blickt im dritten Teil dieser Serie zurück auf einen langen Weg, den die Pixelbeschleuniger von 2001 bis zu den ersten DX9-Karten zurücklegten.

Geforce FX - Erklärungen
Doch was war geschehen? Eine offizielle Version gibt es nicht, Indizien, Insiderinformationen und Gerüchte deuten jedoch auf eine Pechsträhne sondergleichen für Nvidia hin. Hatte Ati-CEO Dave Orton noch von seinen Mannen gefordert, den um jeden Preis schnellsten Grafikchip zu bauen und ihn zur Not produktionsreif zu prügeln, liefen die Dinge bei Nvidia wohl etwas anders.
PCGH History:Geforce FX 5200 Quelle: PC Games Hardware PCGH History:Geforce FX 5200
• Einerseits hatte man mit dem Vertrag über die Chiplieferung für Microsofts Xbox (ein leicht veränderter Geforce-3-Chip, NV2A), dem Einstieg in die Mainboard-Chipsatz-Produktion und die ersten zaghaften Versuche im Mobiltelefonmarkt seine Ressourcen ziemlich strapaziert.
• Außerdem und wahrscheinlich aus diesem Umstand resultierend wollte man mit möglichst geringem Aufwand Direct X 9 "stemmen" - trotz der Beteuerungen Nvidias findet man noch viele Anleihen an die NV2x-Architektur aus Geforce 3 und 4 in der FX-Reihe. Eine komplette Neuentwicklung war der Chip also sicherlich nicht. Trotzdem wollte man mit den theoretischen Fähigkeiten des Chips noch viel mehr, als nur die DX9-Spec gerade so erfüllen. Faktisch reichte die Geforce FX bereits haarscharf an Shader-Model 3 heran.
• Drittens, so die Gerüchte, lagen Nvidia und Microsoft während der Verabschiedung der DX9-Spezifikation im Streit über die Preise der Xbox-Chips. Dies soll angeblich die Anhebung der minimalen Rechengenauigkeit für 2.0-Shader von den von Nvidia erwarteten 16 Bit pro Kanal auf die von Ati genutzten 24 Bit pro Kanal begünstigt haben.
• Die Geforce FX war ganz auf eine brauchbare Performance bei der Nutzung von 16 Bit Genauigkeit (nicht zu verwechseln mit 16 Bit Gesamtfarbtiefe!) zugeschnitten. 32 Bit sollte für Techdemos, Offline-Rendering und für die Spielwiesen der Entwickler reserviert bleiben. Dort sank die Performance noch einmal drastisch.
• Nvidia hat Ati grob unterschätzt und nicht mit dem Performance-Monster gerechnet, welches R300 und Radeon 9700 Pro geworden sind. Gleichzeit hatte man Pech mit dem eigentlich vorteilhaften neuen Fertigungsprozess und dem neuen GDDR2-RAM.

Merke: Gleichungen mit 3 Variablen sind zu unsicher.

Noch blamabler war die Tatsache, dass selbst die Midrange-Chips der R9600-Reihe oftmals die FX5800 abhängen konnten, sobald 2.0-Shaderleistung gefordert war. Selbst enorme Bemühungen der Treiberentwickler und des Developer-Relations-Teams bei Nvidia konnten nur Schadensbegrenzung betreiben. Einige Spiele (Half-Life 2 (dt.)) zwangen die Geforce FX aus Performancegründen per default sogar zurück in den DX8-Modus, was nochmals für eine Welle der Entrüstung sorgte, da die Radeon hier ebenfalls meilenweit voraus war - von der besseren, nutzbaren Kantenglättung im 4x- oder 6x-Modus ganz zu schweigen.

Bildergalerie

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  1. Seite 1 Einleitung
  2. Seite 2 Nvidia und Nvidia refreshen, Matrox bringt Parhelia
  3. Seite 3 Radeon 9700 - Die Geburt der GPU
  4. Seite 4 Geforce FX - Aus der Asche... in die Asche
  5. Seite 5 Geforce FX - Erklärungen
  6. Seite 6 Fazit: Die Grafikwelt hat sich verändert
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