Latenz im Detail
Hartgesottene Dauerzocker haben für Frameraten im 30-fps-Bereich nur ein müdes Lächeln übrig. Ist diese Haltung technisch fundiert oder nur Gehabe? Erfahren Sie, wie viele Bilder pro Sekunde Sie für ein realistisches 3D-Erlebnis wirklich brauchen!
Latenz im Detail
Grundsätzlich besitzt jedes Computersystem eine Grundlatenz, die sich aus den Signallauf- und Verarbeitungszeiten der Ein- und Ausgabegeräte ergibt (ca. 20 - 50 ms). Die zusätzliche Latenz wird durch die Zeit bestimmt, welche die Grafikkarte zum Rendern eines Bildes benötigt. Bei 60 fps beträgt diese lediglich 17 ms (1s/60), bei 30 fps bereits 34 ms. Unabhängige militärische Untersuchungen bei der Pilotenausbildung haben gezeigt, dass die Zielsicherheit der Testpersonen enorm litt, sobald man die Latenzzeit des Simulators von 40 ms auf 80 ms verdoppelte.
Für die große Mehrheit aller Menschen sind Latenzzeiten bis maximal 70 ms vertretbar, wobei vereinzelte Testkandidaten bereits bei Reaktionszeiten von 50 ms Probleme mit der Genauigkeit bekommen. Die Untersuchungen lassen sich praktisch vollständig auf actionreiche Computerspiele ummünzen. Mit den insgesamt 37-67 ms Latenz bei 60 fps wird der ermittelte Richtwert unterboten.
Evolva: Verlauf der Framerate.
Minimale 60 fps gelten als ideal
Aufgrund des Realitätsanspruchs und den Echtzeit-Anforderungen ist eine Framerate von mindestens 60 Bildern pro Sekunde erstrebenswert. Ein Blick auf einige moderne Spiele verdeutlicht jedoch, dass selbst aktuellste Systeme mit modernsten Grafikbeschleunigern und CPU-Boliden im GHz-Bereich diese Framerate nicht halten können.
Auch wenn das Verbesserungspotenzial für künftige Hardwareentwicklungen noch lange nicht ausgeschöpft ist, es lohnt sich nicht in jedem Fall, die minimalen 60 fps erzwingen zu wollen. Die meisten Games zeigen auch ab 30 fps spielbares Verhalten, sofern nicht schnelles Handeln im Vordergrund steht. Ausserdem hat schon manch ein Netzwerkspieler mit schwächerer Hardware seinem besser ausgerüsteten Kollegen die Show gestohlen.

"... Grundsätzlich besitzt jedes Computersystem eine Grundlatenz, die sich aus den Signallauf- und Verarbeitungszeiten der Ein- und Ausgabegeräte ergibt (ca. 20 - 50 ms). Die zusätzliche Latenz wird durch die Zeit bestimmt, welche die Grafikkarte zum Rendern eines Bildes benötigt. Bei 60 fps beträgt diese lediglich 17 ms (1s/60), bei 30 fps bereits 34 ms. ..."
Das wären dann bei 30 FPS gute 54-84 ms was aber deutlich über den 70 ms (bzw 50 ms) liegt.
... Unabhängige militärische Untersuchungen bei der Pilotenausbildung haben gezeigt,
dass die Zielsicherheit der Testpersonen enorm litt, sobald man die Latenzzeit des Simulators von 40 ms auf 80 ms verdoppelte.
Für die große Mehrheit aller Menschen sind Latenzzeiten bis maximal 70 ms vertretbar,
wobei vereinzelte Testkandidaten bereits bei Reaktionszeiten von 50 ms Probleme mit der Genauigkeit bekommen.
Die Untersuchungen lassen sich praktisch vollständig auf actionreiche Computerspiele ummünzen.
Mit den insgesamt 37-67 ms Latenz bei 60 fps wird der ermittelte Richtwert unterboten."
mit 34 ms, beziehungsweise 30 fps, ebenfalls.
Das mit dem 1fps ist ja schön und gut, und versteht ja auch jeder, und dass 15fps zu wenig sind, weiß ja auch jeder, ich sag ja nur "Webcam-Videos", da weiß man schon worum's geht!
Das beantwortet aber meine Frage nicht. Ich brauch eine Szene wo 30fps nicht ausreichen für eine flüssige Darstellung!
Ich schau mir gerne Animes an, 24fps mag da schon ein bisschen ruckelig wirken, aber ich merk's sofort wenn ausnahmsweise mal das Video mit 30fps läuft: ist absolut butterweich!
60fps von 30fps zu unterscheiden ist dann ne andere Geschichte, da muss ich schon auf die Zahlen schauen. Deswegen frag ich ja bei welchen Szenen man mehr als 30fps braucht.
Ist schon ne weile her... nen paar Jahre aber da hatte auch PCG nen Artikel zu dem Thema gedruckt und festgestellt, dass es solche und solche menschen gibt. Der eine sieht zwischen 30fps und 60fps keinen unterschied und der andere schon. Ich sehe diesen unterschied schon stark besonders in situationen wo die framerate von ca. 60fps auf 40-30fps abfällt.
...und ich könnte jedes mal aufs Neue an die Decke gehen wenn ich Unsinnsphrasen wie "eine Framerate von X reicht, damit es flüssig läuft" lese. Welche Framerate nötig ist um eine Szene flüssig darzustellen hängt von der Szene selbst ab.
Dafür gibt es ja sogenannte Pan-Tabellen um eben ein stotterndes Bild zu vermeiden.
Das mit dem 1fps ist ja schön und gut, und versteht ja auch jeder, und dass 15fps zu wenig sind, weiß ja auch jeder, ich sag ja nur "Webcam-Videos", da weiß man schon worum's geht!
Das beantwortet aber meine Frage nicht. Ich brauch eine Szene wo 30fps nicht ausreichen für eine flüssige Darstellung!
Ich schau mir gerne Animes an, 24fps mag da schon ein bisschen ruckelig wirken, aber ich merk's sofort wenn ausnahmsweise mal das Video mit 30fps läuft: ist absolut butterweich!
60fps von 30fps zu unterscheiden ist dann ne andere Geschichte, da muss ich schon auf die Zahlen schauen. Deswegen frag ich ja bei welchen Szenen man mehr als 30fps braucht.