Grafikkarten 2014: Die kuriosesten Referenz- und Custom-Designs mit ungelösten Rätseln
Das Jahr 2014 war größtenteils eines der kuriosen Referenz- und Custom-Designs. AMD und Nvidia selbst haben mit ihren jüngsten Dual-GPU-Ablegern für nicht durchgehend positive Aufmerksamkeit gesorgt. Zudem läuft aktuell der Wettbewerb für die ausgefallenste Eigenlösung eines GTX-900-Modells
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Nvidia hat im vergangenen Herbst die ersten beiden Grafikkarten der GTX-900-Serie veröffentlicht, die GTX 980 und GTX 970. Bis dahin jedoch musste die Hardware-Welt mit einigen Aufgüssen bestehender Grafikchips und verwirrenden Neuvorstellungen leben. Als schließlich Nvidia den Vorhang seiner GM204-basierten Grafikkarten hat fallen lassen, wurde der Wettkampf um das kurioseste Custom-Design eröffnet - dieses Mal zur Unterhaltung der Hardware-Welt.
Realitätsferne Dual-GPU-Grafikkarten
Quelle: AMD
R9 295 X2 (2 × Hawaii XT alias Vesuvius)
Schon im Frühjahr verdichteten sich die Gerüchte, dass sowohl AMD als auch Nvidia je eine neue Grafikkarte mit zwei Grafikchips auf den Markt bringen werden. Spätestens bei den beiden offiziellen Ankündigungen wurde dann klar, dass beide Hersteller den Vogel abgeschossen haben: AMD hat gegen alle Erwartungen zwei vollwertige Hawaii-GPUs auf seine R9 295 X2 gepflanzt - man erinnere sich an die R9 290X mit Leistungsaufnahmen an die 300 Watt und multipliziere das Ganze Mal zwei, genau das ist die R9 295 X2. Nichtsdestotrotz hat AMD zu einem Kniff gegriffen, um die Verlustleistung akzeptabel abführen zu können: Eine Hybrid-Kühlung mit 120 mm großem (/kleinem) Radiator. Nicht umsonst titelte PC Games Hardware damals: "Extrem schnell, extrem stromdurstig - und überraschend leise".
Quelle: Nvidia
GTX Titan Z (2 × GK110)
Bei der GTX Titan Z ging Nvidia einen anderen Weg. Zwar wird auch hier die damals stärkste GPU in Form des GK110 zwei Mal im Vollausbau verlötet, allerdings werden diese bei sehr niedrigen Taktraten von 705/876 MHz (Basis/Boost) betrieben. Dadurch sollte die Leistungsaufnahme auf 375 Watt gedrosselt werden, womit eine 2,5-Slot-Kühlung (dreifache Slot-Blende) mit einzelnem Axiallüfter fertig werden sollte. Der niedrige Takt kommt natürlich auf Kosten der Leistung, welche PC Games Hardware mit zwei heruntergetakteten GTX Titan Black simuliert hat. Testmuster der GTX Titan Z hat Nvidia bis heute nicht zur Verfügung gestellt.
Umso verwunderlicher wirkte die Preisgestaltung von Nvidia: Astronomisch hohe 3.000 Euro sollte das neue Flaggschiff kosten - AMDs R9 295 X2 trotz deutlich höherer Leistung hingegen nur die Hälfte. Beide Hersteller haben im Laufe der Zeit die Preise jeweils in etwa halbiert. Für die ursprüngliche Preisempfehlung - die auch tatsächlich aufgerufen wurde - hätten Interessenten zwei GTX Titan Black, inklusive vollumfänglicher Wasserkühlung erstehen können. Letztendlich eine Totgeburt, wie sie in den Büchern steht.
AMDs R9 285, das bis heute ungelöste Rätsel
Quelle: PC Games Hardware
Custom-Designs der R9 285 (Tonga Pro)
Anfang September hat AMD den Vorhang zu seiner ersten GCN-1.2-basierten Grafikkarte fallen lassen, der R9 285 mit Tonga-Innenleben. Während im Vorfeld vermutet wurde, dass es sich dabei um eine abgespeckte Tahiti-Variante mit aktueller Architektur und neuem Feature-Set handeln könnte, belehrte uns AMD eines Besseren: Mit 359 mm² Chipgröße fällt Tonga sogar etwas größer als Tahiti aus, obwohl die groben Spezifikationen in etwa gleich bleiben (lediglich das Speicherinterface fällt mit 256 Bit kleiner aus) und die Packdichte (Transistoren pro Quadratmillimeter) sogar erhöht worden ist. Einzig kommuniziert worden ist das vierfache Front-End, womit vor allem die Tessellationsleistung steigt, aber nicht die Größe gerechtfertigt werden kann.
Bis heute ist noch nicht geklärt, was sich in dem Chip noch verbirgt. Die baugleichen HD 7790 und R7 260X haben aber schon gezeigt, dass AMD manche Features - in diesem Fall True Audio - geheim hält, um bei einem späteren Zeitpunkt mit neuen Funktionen glänzen zu können. Schon öfters haben wir berichtet, dass es sich bei der R9 285 zudem um den "Produktionsabfall" zu handeln scheint. Sowohl die im Apple iMac 5K eingesetzt R9 M295X (Tonga XT) als auch die Firepro W7100 (Tonga Pro) arbeiten deutlich effizienter - einer der Hauptkritikpunkte der R9 285.
GTX 900: Ausgefallene Custom-Designs trotz niedriger Leistungsaufnahme
Schon im Vorfeld zu Nvidias Vorstellung der GTX 980 und GTX 970 tauchten Bilder von ersten Custom-Designs ebendieser Grafikkarten auf. Schnell wurde klar, dass sich die Boardpartner austoben wie schon lange nicht mehr. Das von uns ausgesuchte, kurioseste Modell stammt von Inno3D und trägt den wahrscheinlich längsten und pompösesten Produktnamen der Welt: Die Geforce GTX 980/970 Herculez X4 Air Boss Ultra.
Die fast 30 cm lange Grafikkarte besetzt drei volle Erweiterungssteckplätze und besitzt neben den drei vorderen 90-mm-Axiallüftern einen vierten an der Oberseite. Dieser soll sich um die Kühlung der Spannungswandler kümmern, die per Kupfer-Heatpipe mit dem Mini-Quirl verbunden werden. Mit einem Durchmesser von nur 40 mm stand dieser schon von Anfang an im Verdacht, nervtötend laut zu werden. Ganz so schlimm ist es nicht, wie unser Test in der PCGH-Ausgabe 01/2015 zeigt. Allerdings lässt sich der kleine Lüfter unter 3D-Last deutlich vernehmen, unabhängig von den drei anderen Lüftern aber leider nicht regeln. Letztendlich handelt es sich um eine gewagte Idee, die zuvor bemängelte VRM-Kühlung zu verbessern, in der Praxis fällt das Design für Silent-Liebhaber jedoch durch.
Welche Custom-Designs egal welcher Grafikkarte fanden Sie im Jahr 2014 am kuriosesten? Diskutieren Sie im Kommentarbereich mit.

. Der Kühler blieb ja im Grunde unverändert, nur die neue Abdeckung , das Backplate und der witzige zusatz Propeller sind Neu.
Die 900er iChill war für mich erstmal
Einzig beim Backplate haben sie es nicht kaputt Designt, würde mich nicht wundern wenn die alte iChill 3000 Abdeckung auch auf den neun Inno Kühler passt.
Sind ja nur 4 Blechteile, aber schicker als der neue!
Wirklich ausgefallen sind diese zwei Modelle:
Zotac GeForce GTX 970 AMP! Extreme Edition, 4GB GDDR5, DVI, HDMI, 3x DisplayPort (ZT-90103-10P)
GALAX GeForce GTX 970 HOF, 4GB GDDR5, DVI, HDMI, 3x DisplayPort
Zur Galax HOF gibt es bis heute nicht mal ein Review. Da würde ich mir wünschen mehr darüber zu lesen.
Sieht irgendwie ein wenig aus wie der alte X3 nur hübscher.
Hätte ich nicht schon eine Seitenwand mit Fenster, die Flex hätte es geregelt
Mal abgesehen davon, ein garantierter Boost-Takt von 1418 MHz bei der GTX 980, ist schon mal was. Klar kann jeder, der möchte, seine Karte ebenfalls auf diesen Wert bringen, aber out of the Box, nicht übel!
Nein ernsthaft,lese Bitte nochmal den genauen Satzlaut.
Hierbei ist das Wort "wenn" entscheidend.
Bei Maxwell explodiert die Leistungsaufnahme mit erhöhtem Takt,aber vor allem Spannung.
Während einige Herstellerdesigns mit geringer Leistungsaufnahme punkten können (Powertarget & Spannung = variabler Takt geschuldet) zeigt Gigabyte ganz eindeutig was passiert wenn man das Powertarget Großzügig öffnet...die GPU ist ja letztlich auf allen Karten, abgesehen von der Güte und ein paar Phasen mehr oder weniger, identisch...
An der Gigabyte gefällt mir vor allem, dass der Takt regelrecht festgenagelt ist und konstant anliegt!
Mit 1,243 Volt @ 1500 mhz verbraucht diese aber auch nicht unwesentlich weniger als meine alte GTX780 @ 1,2 Volt @1150 Mhz.
Die GTX 980 ist dann aber deutlich spürbare und gute 30 % schneller und leidet vor allem nicht unter den nervigen Nachladeruckler der 780er (Watch Dogs, Mordors Schatten)!
Wo im Text steht, das beide Dualgpus veröffentlicht haben, dachte ich mir: Was Nvidia hatte eine?
Aber da gibts ja noch den Joke von TitanZ