PCGH-Grafikkartentests renoviert: CPU-Limits
In den vergangenen Wochen haben wir hinter den Kulissen einige Änderungen an unseren Benchmarks und dem Grafikkarten-Testsystem durchgeführt, welche bereits in die ab heute erhältliche Ausgabe 10/2008 der PC Games Hardware eingeflossen sind. In diesem Artikel wollen wir Ihnen Änderungen und Gründe vorstellen.
Um zu prüfen, ob unsere neuen Benchmark-Szenen von Quadcore-Prozessoren profitieren, haben wir zunächst einen Durchlauf in Settings durchgeführt, welche für High-End-Grafikkarten eigentlich unwürdig sind: Zwar maximale In-Game-Details, aber nur 1.024x768 Pixel Auflösung ohne Kantenglättung oder anisotrope Texturfilterung. Hier zeigt sich die generelle Skalierbarkeit mit steigender CPU-Power, welche in spielernahen Settings inklusive höherer Auflösungen und höheren Einstellungen von Kantenglättung und anisotroper Filterung, wie sie in den PCGH-Grafikkartenbenchmarks Verwendung finden, allerdings geringer ausfällt.
Kurz und bündig: In Assassin's Creed bringt bei maximalen Details selbst in 1.024x768 ohne AA/AF in unserer Szene eine Quadcore-CPU keine nennenswerten Zugewinne gegenüber einem ansonsten identischen Dualcore-Prozessor.
Ein deutlich anderes Bild zeigt sich in Call of Duty 4: Modern Warfare. Während die Geforce GTX 280 lediglich rund 7 Prozent Fps hinzugewinnen kann, legen beide Radeon-Karten rund 27 Fps zu (27 bzw. 26 Prozent), wobei die Single-GPU-Karte immer noch flotter gegenüber der HD4870 X2 bleibt - ein Zeichen für höhere CPU-Last. Jedenfalls lassen beide HD4870-Karten mit einem Quadcore im Rücken die GTX 280 in dieser Auflösung hinter sich, die mit einem Zweikernprozessor noch deutlich in Front liegt.
Call of Duty 4: Modern Warfare ist allerdings auf der X2-Karte leistungsmäßg noch nicht am Ende. Wir wir bereits in PCGH-Tuning-Tipp: Crossfire-X Leistungsschub für Call of Duty 4 berichtet haben, lässt sich durch Umbenennen der Exe-Datei (bsw. in iw3mp.exe, der Name des Multiplayer-Parts) noch einiges an Performance herausholen. Auf dem Quadcore-Rechner sind dies im Vergleich zum regulären Dateinamen noch einmal rund 23 Prozent.
Auch in Crysis, welches PCGH im DX10-Modus testet, zeigt sich in unserem neuen Benchmark die vermisste Leistungssteigerung durch Crossfire-X. Die HD 4870 X2 liegt dadurch nun weit vor der Geforce GTX 280. Der Wechsel auf eine Quadcore-CPU bringt im Schnitt allerdings nur rund vier Prozent mehr Fps - kaum lohnenswert.
Race Driver Grid dankt, wie schon mehrfach bewiesen, den Wechsel auf eine Vierkern-CPU mit einem deutlichen Leistungsplus. Dieses fällt auf den Radeon-Karten in 1.024x768 stärker aus als auf der Geforce. Letztere liegt mit dem Dualcore-Prozessor noch in Führung, muss die Radeons mit dem Quadcore-Prozessor allerdings ziehen lassen.
Auf den folgenden Seiten finden Sie die Vergleiche der einzelnen PCGH-Benchmarks zwischen einer Dual- und einer Quadcore-CPU. Wir haben uns dabei auf die jeweils schnellsten Modelle der beiden Hersteller konzentriert, da eventuell Gewinne hier am stärksten sichtbar würden: Schnellere Karten werden durch langsame CPUs eher gebremst.
In diesem Artikel
- Seite 1 PCGH-Grafikkartentests renoviert
- Seite 2 PCGH-Grafikkartentests renoviert: CPU-Limits
- Seite 3 PCGH-Grafikkartentests renoviert: Assassin's Creed (Direct X 10)
- Seite 4 PCGH-Grafikkartentests renoviert: Call of Duty 4: Modern Warfare
- Seite 5 PCGH-Grafikkartentests renoviert: Crysis (Direct X 10)
- Seite 6 PCGH-Grafikkartentests renoviert: Race Driver Grid
- Seite 7 PCGH-Grafikkartentests renoviert: Fazit
- Seite 8 Bildergalerie
- Seite 1 PCGH-Grafikkartentests renoviert
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